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HomeFohlenelfNews & HintergründeFür Angriff auf das Wolfsrudel: Alle Fohlen an Bord

Für Angriff auf das Wolfsrudel: Alle Fohlen an Bord

Mit Selbstvertrauen nach Wolfsburg, Arango: Noch 100 Meter bis zur Verlängerung

Eiszeit in Deutschland und somit auch in der Fußball-Bundesliga. Doch trotz der zu erwartenden niedrigen Minustemperaturen will Borussia Mönchengladbach auch am kommenden Samstag im Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg in der Erfolgsspur bleiben und in den Punkten bleiben. Borussias Trainer Lucien Favre kann bei diesem Vorhaben in der VW-Stadt personell aus dem Vollen schöpfen.

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Hat alle Mann zur Verfügung: VfL-Coach Lucien Favre. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

»Wir haben alle Spieler an Bord, das ist schön und sehr gut«, eröffnete Lucien Favre die Pressekonferenz am Donnerstag mit einer positiven Nachricht. Somit also auch die zuletzt angeschlagenen Roel Brouwers, Dante, Filip Daems und Mike Hanke.

Lukas Rupp hingegen, steht nicht mehr zur Verfügung. Der 21-Jährige wurde bis zum Saisonende an Zweitligist SC Paderborn ausgeliehen, um dort auf höherem Niveau Spielpraxis zu sammeln.

Genau das, voran es ihm in letzter Zeit beim VfL mangelte. »Lukas Rupp wusste von Anfang an, dass es schwer für ihn wird«, erklärte Lucien Favre und begründete: »Wir haben auf der linken Seite Arango, der immer spielt«.

Und spielen soll der Mittelfeldspieler nun in der Zweiten Liga. »Für Lukas war es besser, nach Paderborn zu gehen«, ist Favre überzeugt. »Dort kann er Spielpraxis sammeln und das ist das Wichtigste für ihn. Ich hoffe, dass er das dort schaffen kann«.

Derweil scheinen aktuell die Zeichen gut zu stehen, dass Juan Arango auch in Zukunft bei den Fohlen für im positiven Sinne stürmische Zeiten auf dem Platz sorgt. »Wir sind auf der Zielgeraden«, sieht Max Eberl die Vertragsverlängerung mit dem Venezolaner kurz vor dem Abschluss. »Bei 400 Metern sind es noch 100 Meter, also wir sind schon relativ weit«, so Borussias Sportdirektor weiter.

Noch wenige Meter, respektive einen Punkt, haben die Borussen indes zu zurückzulegen, um die 40-Punktemarke zu knacken. Während die Fohlen somit aktuell schnurstracks in Richtung europäisches Geschäft galoppieren, so lassen sich gerade auch die Verantwortlichen im Bezug auf eventuelle ‚neue' Saisonziele (noch) nicht aus der Reserve locken. »Nach meiner Rechnung haben wir unser Ziel, das wir uns vor der Saison gesetzt haben, nämlich 40 Punkte plus, noch nicht erreicht«, sagte Max Eberl. »Und wenn wir 39 haben, dann haben wir das Ziel eben noch nicht erreicht«.

»Wir haben vor der Saison das Ziel ausgegeben, 40 Punkte plus zu erreichen. Da sind wir auf einem guten Weg«, fuhr der Sportdirektor fort. »Und mehr gibt es dazu momentan nicht zu sagen«.

»Ich denke, wir haben unsere 39 Punkte klar verdient. Wir sind solide und es ist schwer gegen uns zu spielen. Wir kreieren viele Torchancen«, lobte Favre unterdessen seine Mannschaft, schränkte aber dennoch ein: »Wir haben noch ein paar Details, wie zum Beispiel bei der Ballannahme zu verbessern«.

»Wir wollen weiter so spielen, hart arbeiten, um jeden Punkt kämpfen und Spiel für Spiel nehmen«, wiederholte und unterstrich der Schweizer seine Marschroute.

So wollen und werden die Borussen also auch am Samstag im besten Fall um drei Punkte kämpfen, um so ihr erstes Etappenziel, nämlich 40 Punkte plus, zu erreichen. Wohlwissend, dass die Truppe von Trainer Felix Magath gerade im heimischen Stadion nur schwer zu bezwingen ist. Denn 19 der bisher 23 erreichen Punkte fuhren die Wölfe in der Volkswagen Arena ein.

»Wolfsburg ist zuhause sehr, sehr gefährlich und solide. In der Hinrunde haben sie nur gegen Bayern mit 0:1 unverdient und gegen Berlin 2:3 verloren«, weiß Favre um die Heimstärke des Tabellenneunten. »Sie stehen kompakt und sind schwer zu bespielen. Gerade die Abwehr ist mit Lopes und Rodriguez sehr gut besetzt. Und auch auf den Seiten sind sie solide besetzt«.

Und gut besetzt eben auch, weil Felix Magath im Winter wie gewohnt viel Geld in die Hand genommen hat, um seinen Kader zu verstärken. »Sie haben viel investiert aber gute Spieler geholt. Jetzt ist die Mannschaft viel besser geworden«, lobte Favre die Qualität des Wolfsburger-Kaders.

Dahingehend war die Einkaufstour des VfL geradezu ein Klacks. Lediglich zwei Neuzugänge präsentierten die Fohlen im abgelaufenen Transferfenster, das Wolfsrudel begrüßte hingegen gleich 8 (!) Neuzugänge. »Wir haben uns entschieden, mit Tolga Cigerci und Alexander Ring im Winter junge Spieler zu verpflichten. Mit beiden sind wir momentan sehr, sehr zufrieden«, sagte Favre.

Und auch mit seiner Situation ist der solide und akribisch arbeitende Schweizer beim VfL zufrieden. »Es ist hier aus verschiedenen Gründen klar anders«, so der VfL-Coach auf die Frage, ob das Konzept seines Kollegen, während einer Spielzeit oftmals eine ganze Mannschaft auszutauschen, auch mal für ihn infrage käme. »Aber es gefällt mir hier, so zu arbeiten«.

Weiter arbeiten wollen die mit Selbstvertrauen bespickten Fohlen eben auch an ihrem Punktekonto und lassen sich dabei auch nicht vom dem Wolfsrudel einschüchtern oder dergleichen. »Wir haben Respekt, aber keine Angst vor diesem Gegner«, sagte Favre.

Es dürfte eisig und windig werden, am Samstagnachmittag in der Wolfsburger Volkswagen Arena. Nicht unwahrscheinlich also, dass der 'VW-Motor' nicht nur aufgrund der Eiseskälte, sondern auch aufgrund der Spielweise der herzerwärmenden Fohlen ins Stocken gerät bzw. nur schwer in die Gänge kommt. Bei den derzeit mit breiter Brust auftretenden Borussen jedenfalls, ist dies durchaus mehr als 'nur' im Bereich des Möglichen ...


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