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Hacke, Spitze, 1,2,3 - Schalker Herrlichkeit vorbei...

Starke Vorstellung der Borussen gegen Schalke

Borussia Mönchengladbach schreibt weiter an seiner Erfolgsgeschichte. Die Überraschungsmannschaft der Bundesliga war auch vom FC Schalke 04 nicht zu stoppen und bleibt dem Spitzenduo nach diesem zu keiner Zeit auch nur ansatzweise gefährdeten Erfolg weiter auf den Fersen. In demensprechend glückliche Gesichter der Protagonisten schaute man nach der Partie.

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Die 3 Torschützen gegen Schalke - Arango, Hanke und Reus. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

War man an diesem eisigkalten Samstagabend Anhänger der Gladbacher Borussia, so musste man nicht lange warten, ehe einem aufgrund eines Torjubels warm ums Herz wurde. »Wir wollten sehr früh aggressiv sein und beim Pressing mit ein wenig mehr Risiko zu Werke gehen«, hatte Favre seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben.

An diese Vorgabe hielten sich seine Spieler von Anpfiff an. Und so waren gerade einmal 112 Sekunden gespielt, da bekam der S04 auch schon die erste kalte Dusche verpasst. Und das mit einer tollen Kombination, die Marco Reus technisch anspruchsvoll und eiskalt abschloss. »Ein super Tor von Marco mit einer fantastischen Kombination«, geriet Lucien Favre ins Schwärmen.

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Schwärmen konnte der VfL-Coach an der Seitenlinie auch in der Folgezeit, denn seine Mannschaft lief nach diesem Blitzstart so richtig zur Hochform auf und kombinierte sich mit tollen kurzen Ballstafetten in den Schalker Strafraum. Hacke, Spitze, 1,2,3 - nach einer Viertelstunde war es mit der Schalker Herrlichkeit vorbei.

Wieder ein genialer Spielzug der Borussen, den Mike Hanke mit seinem ersten Treffer gegen seinen Ex-Club zum 2:0 vollendete. Das 2:0 war fantastisch, geriet Favre erneut ins Schwärmen und »da kann man nur applaudieren«, brachte es Thomas Helmer am Sonntag beim Sport1-„Doppelpass" auf den Punkt.

Die bis dato lediglich hinterherlaufenden Schalker wurden von den Borussen buchstäblich nach allen Regeln der hohen Fußballkunst auseinandergenommen und hatten auch in der Folgezeit nichts zu bestellen. »Wir haben früh geführt. Da war es für uns natürlich leichter. Nach dem 2:0 habe ich gemerkt, dass Schalke am Boden war. Sie haben gemerkt, dass es schwer werden würde«, hatte Favre den Eindruck. »Wenn man gerade am Anfang ein Tor macht, dann befreit es natürlich, wenn man mit einer Führung im Rücken weiterspiel kann«, stimmte Patrick Herrmann zu.

Und er sollte sich nicht täuschen. Natürlich spielte dem VfL sowohl die frühe Führung als auch der Zwei-Tore-Vorsprung in die Karten, dennoch war bei der Stevens-Truppe wenig bis gar kein Aufbäumen zu erkennen. Gerade auch deshalb weil, der VfL defensiv wie gewohnt bombensicher stand und exzellent verschob. »Schalke konnte den Ball nicht erobern, weil wir besser waren. Ohne Diskussion«, sah auch Favre die Dominanz seiner Truppe.

Derweil spielte seine Mannschaft weiter nach vorne und wollte den dritten Treffer. »Das 2:0 hat uns totales Vertrauen gegeben und wir haben weiter nach vorne gespielt«. Gerade auch über die außen führten die Fohlen die Knappen vor. Und im Zentrum war der Laden dicht, was auch an der „Doppel-6" Roman Neustädter und Håvard Nordtveit lag. »Die Mannschaft hat zusammen sehr gut verteidigt und gut nach vorne gespielt«, hob Favre das starke Kollektiv hervor.

Und das legte nach etwas über einer halben Stunde nach und sorgte mir dem dritten Treffer für die Entscheidung. Juan Arango zeigte wieder einmal seine Feinfühligkeit und schlenzte einen Freistoß über die Schalker-Mauer hinweg unter die Querlatte hinweg in die Maschen.

So ging es mit einem 3:0-Vorsprung in die Kabinen. »Es war eine sehr, sehr gute Halbzeit. Wir haben den Ball gut laufen lassen und schöne Tore herausgespielt«, sagte Patrick Herrmann. »Es war ein ausgezeichnetes Spiel von uns«, lobte Marco Reus.

Danach war die Partie gelaufen. »Nach dem 3:0 war es schwer für Schalke. Es lief alles für uns«, stellte Favre fest. Nicht nur das, die Knappen hatten gegen den alles im Griff habenden VfL nichts mehr entgegenzusetzen. »In der zweiten Halbzeit mussten wir nicht mehr viel machen, weil Schalke auch keinen Druck mehr erzeugt hat«, meinte Reus und »Schalke hat keine Lösung gefunden«, stellte Mike Hanke fest.

Die Fohlen verwalteten den Vorsprung, ließen die Kugel mit Kurzpassspiel durch die Reihen laufen und setze mitunter Nadelstiche. »Wir wollten das vierte Tor machen, haben es aber leider nicht geschafft. Trotzdem hatten wir auch da ein paar Torchancen nach Kontern«, sagte Favre.

»Wir haben uns vorgenommen, noch ein Tor zu machen. Leider hat das nicht geklappt. Vielleicht deshalb, weil in der ein oder anderen Situation nicht so konsequent waren«, sagte Flügelflitzer Patrick Herrmann.

Am Ende stand ein klarer und hochverdienter Sieg, bei dem man dem FC Schalke die Grenzen aufzeigte und mit dem der VfL im Borussia-Park auch im 14. Spiel in Folge unbesiegt bleibt. »Es war ein klar verdienter Sieg«, resümierte Favre. Und das zum zehnten Mal Zu-Null. »Das ist gut«, analysierte Favre nüchtern.

Ein klar verdienter Sieg und ein starker Auftritt, nach dem nunmehr 43 Punkte und der dritte Tabellenplatz zu Buche stehen. Von einer Spitzenmannschaft, auf dessen Spuren der VfL derzeit durchaus ist, will Borussias Coach aber weiter nichts wissen. »Wir sind eine Überraschungsmannschaft. Unsere 43 Punkte sind total verdient, weil wir einfach gut spielen«, sagte Favre.

»Die 43 Punkte sehen natürlich super aus, aber wir haben noch genug Spiele vor der Brust«, sagte Reus. »Ich denke, dass man in den letzten beiden Wochen gesehen hat, dass wir keine Spitzenmannschaft sind, sondern noch viel zu lernen haben«. Und Hanke strahlte: »Wir haben Spaß dran, wo wir stehen und wie wir spielen. Dass genießen wir«.

»Es war eine gute Woche, aber wir wollen so weiter machen. Der Fokus liegt jetzt auf Kaiserslautern«, schaute der Favre derweil bereits wieder nach vorne.

Und im Auswärtsspiel beim Tabellensechzehnten wollen die Borussen weiter in den Punkten bleiben. »Das wird ein ganz anders Spiel und ist mit dem gegen Schalke nicht zu vergleichen. Kaiserslautern hat seit elf Spielen nicht gewonnen. Diese Situation ist für jeden Gegner immer schwer«, warnt Favre vor den angeschlagenen ‚roten Teufeln'. »Gerade auswärts ist es für uns schwer. Dass war es in Wolfsburg und dass war es im Pokal in Berlin. Deshalb müssen wir uns auf dieses Spiel sehr gut vorbereiten«.

Also wie gewohnt gehen die Borussen nach dem Motto ‚Von Spiel zu Spiel und das nächste ist immer das schwerste' zu Werke und mausern sich so zu einer absoluten Topmannschaft auf dem Weg nach Europa...


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