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»Können auch ohne Marco Reus punkten«

Einsatz der 'Rakete' in Kaiserslautern noch offen

Nach dem beeindruckenden Sieg im Topspiel gegen den FC Schalke 04 wartet auf Borussia Mönchengladbach mit dem Auswärtsspiel 1. FC Kaiserslautern eine nicht minder schwerere Aufgabe. Schließlich sind die „Roten Teufel“ seit elf Partien sieglos, belegen derzeit den Relegationsplatz und stehen somit gehörig unter Druck. Derweil hat Borussias Trainer Lucien Favre vor dem Spiel auf dem Betzenberg noch mit zwei personellen Fragezeichen zu kämpfen.

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Noch mit einem Fragezeichen behaftet - Marco Reus. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Allen voran die Personalie Marco Reus bereitet dem VfL noch Sorgen. Der Nationalspieler musste am Mittwoch die morgendliche Trainingseinheit aufgrund von Adduktorenproblemen abbrechen und war nach Absprache mit Borussias Mannschaftsarzt Dr. Hertl noch am gleichen Tag nach München gereist, um sich dort vom FC Bayern-Doc. Dr. Müller-Wolfahrt untersuchen zu lassen.

Einen genauen Befund haben die Borussen allerdings noch nicht fest. »Marco wollte sich eine zweite Meinung einholen. Er hat erst heute um 12 Uhr einen Termin«, begründete Lucien Favre auf der Pressekonferenz am Donnerstag. »Deshalb kann ich dazu noch nichts sagen. Ich hoffe, dass es nicht schlimm ist und er spielen kann«.

Sollte dies nicht der Fall sein, dann ist der VfL-Coach gezwungen, eine andere Lösung zu finden. Und diese dürfte Igor de Camargo sein. »Igor ist ein sehr guter Spieler«, lobte Favre den belgischen Nationalspieler und verriet: »Es ist wahrscheinlich der Fall, dass er von Anfang an spielen wird, sollte Marco Reus nicht spielen können«.

Ob das generell auf Martin Stranzl zutreffen kann, bleibt abzuwarten. Der Österreicher hat mit Problemen am Fußgelenk zu kämpfen und musste aufgrund dessen am Donnerstag mit dem Training aussetzen. »Martin hatte gestern nach einer Schussabgabe Probleme. Trotzdem hat er auch am Nachmittag weiter trainiert. In der Nacht ist sein Fußgelenk angeschwollen, weshalb er heute nicht trainiert hat«, erläuterte Favre. »Mehr kann ich im Moment nicht sagen«.

Derweil wollen die Borussen, egal ob mit oder ohne Martin Stranzl und ihre ‚Rakete‘ Marco Reus, auf dem Lauterer Betzenberg ein Feuerwerk abbrennen. »Ich kann nicht planen, ob Marco spielen kann. Ich hoffe es, aber wenn nicht, dann werden wir trotzdem mit elf Spielern spielen«, schiebt Favre die Personalie Reus bei Seite und versichert: »Wir können auch ohne ihn punkten«.

Und das mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die „Roten Teufel“ nahezu mit dem Rücken zur Wand und gehörig unter Erfolgsdruck stehen. »Sie sind seit elf Spielen ohne Sieg und stecken mitten im Abstiegskampf. Das ist für uns extrem gefährlich«, warnt Favre.

»Es wird schwer dort. Sie sind läuferisch und kämpferisch sehr stark. Für mich haben sie viel Qualität«, so der Schweizer weiter. »Jede Mannschaft hat gegen Kaiserslautern Probleme. Warum also nicht auch Gladbach?«.

Und um etwaige Probleme gen Null tendieren zu lassen, werden die Borussen, wie in den letzen Wochen gewohnt, kompakt auftreten und ihre Qualitäten auf den Platz bringen.

Eine davon ist sicherlich der überfallartige Powerfußball, mit dem sich die Borussen in den letzten Wochen Chance um Chance herausspielen - und diese dann wie gegen Schalke effizient verwerten. »Wir können uns noch steigern, etwa bei der Ballannahme- und weitergabe sowie beim Passspiel, das manchmal noch schneller und präziser sein könnte«, sieht der VfL-Coach trotz des starken Erfolgs gegen die Knappen noch Verbesserungspotenzial. »Aber das alles sind Details, die sich nicht in einer Woche ändern, das braucht Zeit«.

»Wir wissen, dass in der Bundesliga jedes Spiel sehr hart und sehr eng ist. Es kann alles passieren«, nimmt Favre auch den FCK alles andere als auf die leichte Schulter. »Wir müssen auch in Kaiserslautern eine sehr gute Leistung bringen, extrem konzentriert und für alle Fälle bereit sein«.

Bereit sowie gewappnet sein und mit breiter Brust zu Werke gehen werden die Borussen auf dem Betzenberg sicherlich. Und setzen sie zudem die Vorgaben ihres Trainers erneut um, dann ist es mehr als im Bereich des Möglichen, dass die derzeit drittbeste Auswärtsmannschaft bei den „Roten Teufeln“ für den ersten Sieg nach 1995 sorgt.


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