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Nichts zu holen in Dortmund: Borussia verliert beim BVB

14.Spieltag: Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach 4:1 (1:1)

Mit 4:1 verliert Borussia Mönchengladbach bei Borussia Dortmund, war am Ende unter dem Strich chansenlos und rangiert somit weiter am Tabellenende der Fußballbundesliga. Vor 79.200 Zuschauern im nicht ganz ausverkauftem Signal-Iduna-Park brachte Marco Reus den VfL zunächst in Front, ehe Neven Subotić, Shinji Kagawa, Kevin Großkreutz und Lucas Barrios für den hochverdienten Sieg des BVB sorgten.

Borussias Trainer Michael Frontzeck nahm im Vergleich zur Vorwoche drei Änderungen in der Startelf vor. Gegen den BVB konnte der 46-Jährige wieder auf Patrick Herrmann zurückgreifen, der seine Probleme am Sprunggelenk überwunden hatte. Der 19-Jährige rückte auch gleich in die Startelf und besetzte die rechte Mittelfeldseite. Für den Youngster musste Juan Arango weichen, der zunächst auf der Bank Platz nahm.

Auch Bamba Anderson konnte entgegen der Befürchtungen mitwirken. Der 22-Jährige hatte den Härtetest nach seinen muskulären Problemen überstanden und begann wie gewohnt in der Innenverteidigung. An der Seite des Brasilianers lief erstmals in dieser Saison Jan-Ingwer Callsen-Bracker  auf.

Der 26-Jährige wurde bekanntlich aufgrund der dünnen Personaldecke im Defensivbereich von der zweiten Mannschaft in den Profikader zurückbeordert. Während der zuletzt unsicher agierende Sebastian Schachten stattdessen seinen Platz räumen musste, so rückte Filip Daems von der Innenverteidigung wieder auf die linke Abwehrseite. Dazu stand Mo Idrissou in der Startelf. Der Kameruner, der den Vorzug vor Raúl Bobadilla erhielt, fungierte als einzige Sturmspitze, während Igor de Camargo als ‚Schattenstürmer‘ agierte.

Bei zum Anpfiff leicht einsetzenden Schneefalls waren es die Gastgeber, die von Beginn an die Initiative ergriffen und versuchten, den VfL bei mehr Ballbesitz unter Druck zu setzten. Folgerichtig hatte der BVB die erste Möglichkeit zu verzeichnen. Doch den durch Nuri Şahin hereingebrachten Eckstoß faustete Christofer Heimeroth sicher aus der Gefahrenzone (05.).  Zwei Minuten später war Gladbachs Schlussmann erneut zur Stelle, als er einen Kopfball von Lucas Barrios sicher abfing (07.).

Auf der anderen Seite hatte Marco Reus die erste Gelegenheit für den VfL, doch der Distanzschuss aus etwa achtzehn Metern stellte Roman Weidenfeller vor keine allzu schwere Aufgabe (10.). Auch in der Folgezeit bestimmte Borussia Dortmund das Geschehen im Signal-Iduna-Park. Der BVB hatte dabei zwar deutlich mehr Spielanteile und suchte den Torabschluss. Dies gelang jedoch nicht allzu oft, da der VfL kompakt, diszipliniert und im Defensivverbund geschlossen auftrat.

Der spielbestimmende  BVB, in Durchgang eins mit 72 Prozent Ballbesitz ausgestattet, kam somit überwiegend zu Abschlüssen aus der Distanz. So auch in Minute zwanzig, als Jakub Błaszczykowski das Spielgerät einige Meter rechts neben das Tor setzte. Zehn Minuten später zwang Shinji Kawaga VfL-Torhüter Christofer Heimeroth zu einer Glanztat.

Nach einer Hereingabe von Lukasz Piszczek schraubte sich der Japaner im Strafraum am höchsten und köpfte auf das rechte Eck. Doch Heimeroth reagierte mit einer starken Flugeinlage und  lenkte das Leder zur bis dato dritten Ecke für die Gastgeber (30.).

Borussia Mönchengladbach fand in der Offensive nahezu nicht statt, brachte sich dennoch drei Minuten später überraschend in Front. Nach einem langen Ball landete der Ball bei Marco Reus, der mit dem Ball noch einige Meter marschierte und diesen dann mit einem satten Schuss aus etwa 22 Metern zur 1:0-Führung für den VfL in den Maschen versenkte (33.). Mit der Führung im Rücken verteidigte die gut sortierte Gladbacher Borussia im weiteren Verlauf geschickt. Demzufolge tat sich die Truppe von Jürgen Klopp schwer, die „Fohlen“ in arge Bedrängnis zu bringen. Zwei Minuten vor der Pause brachte die erste Ecke, hereingebracht von Michael Bradley, für den VfL nichts ein (43.).

Es sah trotz der Feldüberlegenheit des BVB nach einer Pausenführung für die Borussia aus, doch die Gastgeber nutzen in der ersten Minute der Nachspielzeit die bis dato fünfte Ecke, um auszugleichen. Nach der Hereingabe von Mario Götze schraubte sich Neven Subotić im Strafraum am höchsten, setzte sich im Luftkampf gegen Bamba Anderson und Igor de Camargo durch, und netzte mit einem wuchtigen Kopfball zum hochverdienten verdienten 1:1-Ausgleich ein (45+1).

Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Aus diesen betraten beide Mannschaften zum zweiten Durchgang unverändert das Spielfeld. Den besseren Start erwischte der Tabellenführer. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff brachte sich dieser durch Shinji Kagawa in Front. Mario Götze passte in die Schnittstelle der Gladbacher Abwehr genau auf den Japaner, der freie Bahn hatte, den herauslaufenden Christofer Heimeroth umkurvte, und aus etwa vierzehn Metern locker zur 2:1-Führung einschob (52.).

Die Gastgeber hatten das Spiel gedreht und blieben nun am Drücker. Zwei Minuten nach der Führung legte Götze für Şahin ab, der die ‚Torfabrik‘ aus etwa zwanzig Metern in zentraler Position über den Querbalken drosch (54.). Während der BVB weiter den Vorwärtsgang suchte, so wirkten die „Fohlen‘ konsterniert. Michael Frontzeck reagierte und nahm schließlich zwei Wechsel vor. Karim Matmour und Raúl Bobadilla kamen für Patrick Herrmann und Igor de Camargo in die Partie (65.).

Doch auch mit den frischen Offensivkräften konnten die „Fohlen“ gerade im Spiel nach vorne wenig bis gar keine Nadelstiche setzten. Anders der BVB, der die Lücken im Gladbacher Defensivverbund eiskalt ausnutze und somit in der Schlussviertelstunde für die endgültige Endscheidung sorgte.

Nach einem Konter leitete Lucas Barrios das Leder mit der Hacke an Bamba Anderson vorbei und setzte in der Strafraummitte Kevin Großkreutz in Szene. Der Jung-Nationalspieler setzte sich im Zweikampf gegen den ordentlich spielenden Jan-Ingwer Callsen-Bracker durch und vollendete zum 3:1 in die Maschen (77.).

Damit war die Partie entschieden. Borussia Mönchengladbach war ausgeknockt und wusste nicht  mehr zurückzuschlagen, wenngleich Raúl Bobadilla den VfL noch mal hätte heranbringen können, doch der Argentinier vergab vor Roman Weidenfeller freistehend mit einem einem Lupfer (80.). Der dominante BVB hingegen setzte zwei Minuten vor dem Abschluss noch einen drauf und sorgte somit für ein weiteres Debakel der Fohlen-Elf. Lucas Barrios wurde steil geschickt, ließ sich danach nicht zweimal bitten und netzte aus vierzehn Metern ins linke Eck zum 4:1-Endstand ein (88.).

Nach guter erster Halbzeit verlor die Gladbacher Borussia im zweiten Durchgang die Kompaktheit und war unter dem Strich chancenlos. Ein weiterer Tiefschlag für den VfL, der es nun zu verdauen gilt.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotić, Hummels, Schmelzer - L. Bender, Şahin - Błaszczykowski (62. Großkreutz), Kagawa, Götze (83. Da Silva) - Barrios

Weiter im Kader: Langerak (ETW), Lewandowski, Feulner, Dede, Santana

Borussia Mönchengladbach: Heimeroth - Levels, Anderson, Callsen-Bracker, Daems - Marx, Bradley - Herrmann (65. Matmour), Reus - de Camargo (65. Bobadilla), Idrissou

Weiter im Kader: ter Stegen (ETW), Schachten, Wissing, Arango, Neustädter

Tore: 0:1 Reus (33.), 1:1 Subotić (45+1), 2:1 Kagawa (52.), 3:1 Großkreutz (77.), 4:1 Barrios (88.)

Gelbe Karten: Subotić / Levels

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

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