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HomeFohlenelfSpielberichteBann gebrochen: Borussia gelingt 1. Heimsieg nach 317 Tagen!

Bann gebrochen: Borussia gelingt 1. Heimsieg nach 317 Tagen!

23. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 2:1 (2:1)

Mit 2:1 schlägt Borussia Mönchengladbach den FC Schalke 04, ist gerade nach dem ersten Heimsieg seit dem 09. April 2010 und gerade aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz wieder dick im Geschäft um das Rennen auf den Klassenerhalt. Vor 51.592 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Marco Reus und Mo Idrissou die Tore für den VfL, Ex-Borusse Peer Kluge hatte Schalke bereits nach 83 Sekunden in Führung gebracht.

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Mo Idrissou verwandelt zum 2:1 gegen Schalke (Foto: Dirk Päffgen / Fohlen-Hautnah.de)

Borussias neuer Trainer Lucien Favre musste bei seiner Premiere als Chef an der Seitenlinie auf den rotgesperrten Igor de Camargo sowie auf die angeschlagenen Jean-Sébastien Jaurès und Torhüter Marc-André ter Stegen verzichten und änderte seine Startformation im Gegensatz zur Niederlage gegen St. Pauli auf vier Positionen.

Wie bereits im Vorfeld vermutet, nahm Favre einen Wechsel zwischen den Pfosten vor. Logan Bailly verdrängte Christofer Heimeroth und hütete so erstmals seit dem 9.Spieltag wieder das Tor der Borussen. Ebenso neu in die Mannschaft kamen neben dem Belgier Juan Arango und Marco Reus, der seinen Faserriss im Oberschenkel auskuriert hatte. Christofer Heimeroth, Michael Fink und Mike Hanke blieben im Vergleich zur Vorwoche draußen.

Vor Torhüter Logan Bailly bildeten im 4-4-2 System Tobias Levels, Martin Stranzl, Dante und Filip Daems, der auch unter Lucien Favre die „Fohlen“ als Kapitän auf das Spielfeld führen wird, die Viererabwehrkette. Vor dieser postierte sich die Doppel-6, bestehend aus Håvard Nordtveit und Roman Neustädter, während Patrick Herrmann (rechts) und Juan Arango (links) die Seiten besetzten. Vor ‚Schattenstürmer‘ Marco Reus durfte sich Mo Idrissou mal wieder als Sturmspitze versuchen.

Auf Seiten der Gelsenkirchener stand mit dem Ex-Borussen Peer Kluge ein alter Bekannter in der Anfangself. Alexander Baumjohann hingegen, stand nicht im Aufgebot.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag der Gäste aus dem Ruhrgebiet, die sich bereits nach 83 Sekunden mit 0:1 in Front brachten. Roman Neustädter unterlief in der eigenen Hälfte ein kapitaler Bock in Form eines verunglückten und zu kurzen Zuspiels auf Dante.

Dem Brasilianer misslang der Befreiungsschlag und erreichte Peer Kluge. Der Ex-Gladbacher  setzte sich auf der rechten Angriffsseite durch, drang in den Strafraum ein und ließ Logan Bailly bei seinem Schlenzer aus elf Metern ins lange Eck keine Abwehrchance (02.).

Ein Schock für die Borussen, von dem sie sich jedoch unbeeindruckt zeigten. Der VfL steckte nicht auf, spielte nach vorne und erarbeitete sich Einschussmöglichkeiten. Zum gewünschten Erfolg führen sollten die Versuche von Mo Idrissou, der nach Eckstoß von Juan Arango seinen Kopfball an die Querlatte donnerte (05.), und Marco Reus, der das Leder aus etwa sechzehn Metern an das Lattenkreuz donnerte (07.), zunächst nicht.

Fünf Minuten später wurden die nun spielbestimmenden Borussen für ihren Aufwand belohnt. Nach einem weiten Schlag von Tobias Levels gewann Patrick Herrmann das Kopfballduell gegen den Schalker Lukas Schmitz, was Marco Reus halbrechts in Stellung brachte. Der 23-Jährige fasste sich aus dreizehn Metern ein Herz und hämmerte die „Torfabrik“ zum verdienten 1:1- Ausgleich in die Maschen (12).

Der VfL hatte zurückgeschlagen und blieb auch in der Folgezeit die Mannschaft mit mehr Ballbesitz. Es spielte nur Borussia, die sich weitere Gelegenheiten erspielte. Nach gut einer Viertelstunde trat dabei Juan Arango in Erscheinung. Den Distanzschuss auf Höhe der Strafraumgrenze wusste Schalkes Keeper Manuel Neuer so gerade noch um den linken Pfosten zu lenken (17.). Im Anschluss brachte der zweite Eckstoß für den VfL nichts sein.

Weiterhin galoppierte die Fohlenelf nach vorne und ließ dabei dem FC Schalke 04 wenig Luft zum Atmen. Vor allen Dingen bei Kontern zeigte sich die Truppe von Lucien Favre gefährlich. Und nach einem solchen brachte sich die Borussia in Front. Filip Daems schickte auf der linken Gladbacher Juan Arango auf die Reise.

Der Venezolaner lief Atsuto Uchida auf und davon brachte das Spielgerät mit einer Flanke auf Höhe der Eckfahne in den Fünfmeterraum. Dort lauerte Idrissou am kurzen Pfosten das Kopfballduell gegen Metzelder und netzte zur völlig verdienten 2:1-Führung ein (23.).

Im weiteren Verlauf legte die Borussia zwar eine Verschnaufpause ein, war kompaktstehend gegen enttäuschende Schalker dennoch jederzeit Herr der Lage. Bis zum Pausenpfiff sollten sich Torchancen hüben wie drüben, bis auf den direkt ausgeführten Freistoß von Juan Arango (35.) nicht mehr ergeben, sodass es mit einer verdienten Führung für die Borussen in die Kabinen ging. Der VfL ließ sich nach dem frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, sondern blieb bissig, setzte Nadelstiche und brachte sich so verdient in Front.

Während Lucien Favre seine Mannschaft zum zweiten Durchgang unverändert auf das Spielfeld schickte, so nahm Felix Magath einen Wechsel vor. Für den Torschützen Peer Kluge kam Hans Sarpei in die Partie.

Der FC Schalke musste nun kommen, hatte jedoch gegen die und kompakt stehenden und im Mittelfeld gut arbeiteten Borussen Mühe, Nadelstiche zu setzten. Den ersten Warnschuss gab Jefferson Farfán ab, doch der Schuss des Peruaners flog aus etwa sechzehn Metern weit über das Tor (51.). Zwei Minuten später prüfte Idrissou den Schalker Schlussmann Neuer (53.), ehe der Kameruner seinen Kopfball nach Reus-Ecke einen Meter neben den rechten Pfosten setzte (57.).

Während die enttäuschenden 'Knappen' auf dem Spielfeld nach wie vor eher brotlose Kunst ablieferten und die Borussen somit alles andere als in Bedrängnis brachten, so lauerten die Gastgeber nun überwiegend auf Konter. Nach einem solchen hätte es gut und gerne 3:1 stehen können, doch nach Zuspiel von Idrissou klärten Matip und Neuer  im Strafraum mit vereinten Kräften gegen Reus (65.).

Das Spiel ließ mit zunehmender Spieldauer zwar die großen Höhepunkte vermissen, lebte dennoch von der Spannung. Der Champions League Teilnehmer aus Gelsenkirchen enttäuschte an diesem Abend jedoch nahezu auf ganzer Linie, sodass die Borussia wenig Mühe hatte, den Vorsprung zu verteidigen.

Zwölf Minuten vor dem Ende hätte der VfL alles klar machen können, doch Herrmann setzte seine Direktabnahme nach Zuspiel von Idrissou knapp neben den linken Pfosten (78.). Kurz darauf war für Herrmann der Arbeitstag beendet, Karim Matmour kam in die Partie (79.).

Die Borussen arbeiteten bis zum Schluss geschlossen gegen den Ball, hielten am Ende den ersten Heimsieg der Saison mit vereinten Kräften fest und haben so den Abstand sowohl auf den Relegationsplatz als auch auf das rettende Ufer auf vier Punkte verkürzt. Es ist also wieder heller im Tabellenkeller…

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Bailly - Levels, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter (88. Fink) - Herrmann (79. Matmour), Arango - Reus (85. Marx), Idrissou

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Jantschke, Wissing, Hanke

FC Schalke 04: Neuer - Uchida (74. Draxler), Höwedes, Metzelder (31. Matip), Schmitz - Kluge (46. Sarpei), Annan - Farfán, Jurado - Raúl, Huntelaar

Weiter im Kader: Schober (ETW), Hao, Edu, Gavranovic

Tore: 0:1 Kluge (02.), 1:1 Reus (12.), 2:1 Idrissou (23.)

Gelbe Karten: keine

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)


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