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HomeFohlenelfSpielberichteBorussia nimmt die Hürde Erzgebirge: 3:1-Sieg in Aue

Borussia nimmt die Hürde Erzgebirge: 3:1-Sieg in Aue

1.Runde DFB-Pokal: FC Erzgebirge Aue - Borussia Mönchengladbach 1:3 (0:1)

Mit 3:1 gewinnt Borussia Mönchengladbach am Ende verdient gegen den FC Erzgebirge Aue und zieht somit in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Vor 12.652 Zuschauern im Erzgebirgstadion waren es Michael Bradley, Mo Idrissou und Marco Reus, die für das Weiterkommen sorgten.

Wie im Vorfeld der Partie berichtet verzichtete Borussias Trainer Michael Frontzeck auf die noch nicht zu 100 Prozent einsatzfähigen Igor de Camargo und Raúl Bobadilla sowie auf Juan Arango, der aufgrund der Reisestrapazen der vergangenen Tage geschont wurde. Zudem musste der 46-jährige kurzfristig auf die Dienste von Logan Bailly verzichten.

Der 24-jährige zog sich im heutigen Abschlusstraining eine Blockade im Rücken zu und stand somit nicht zur Verfügung. Während Christofer Heimeroth anstelle des Belgiers das Tor des VfL hütete, so wurde Marc-Andre ter Stegen ins Erzgebirge nachbeordert. Ansonsten bot Michael Frontzeck im gewohnten 4-4-2 System die vermutete Elf auf.

So bildeten die Innenverteidiger Roel Brouwers und Dante sowie Tobias Levels (rechts) und Kapitän Filip Daems (links) die Viererabwehrkette. Vor dieser postierten sich im defensiven Mittelfeld Thorben Marx und Michael Bradley auf der „Doppel-6“, Patrick Herrmann und Marco Reus besetzten die Außenbahnen.

Unter den Augen von Borussias Trainer Hans Meyer gingen beide Mannschaften von Beginn an kampfbetont zur Sache. Sowohl die Gastgeber als auch Borussia gingen bissig in die Partie und schenkten sich nichts. Wenngleich sich Aue nicht versteckte, so sollte in dem eher zerfahrenen Spiel richtiger Spielfluss nicht aufkommen,da auf beiden Seiten der ballführende Spieler früh gestört wurde.

Auch die engagierte Borussia hatte gerade in der Anfangsphase Schwierigkeiten und Mühen, gegen den hochmotivierten Zweitligisten ins Spiel zu finden und tat sich gerade auch im Spiel gegen den Ball schwer. Erzgebirge Aue störte früh und bot dem VfL wenig Raum, sodass dieser keine Mittel fand, sich entscheidend in Szene zu setzten. Offensivaktionen sowie Torraumszenen blieben somit Mangelware und eine Vielzahl von Freistößen bestimmte das Spielgeschehen.

Nach gut 25 Minuten war es der FC Erzgebirge Aue, der sich ein optisches Übergewicht erspielte und mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatte. Zwingend in Bedrängnis bringen konnte der Zweitligist die Gladbacher dennoch nicht. Generell hatten beide Torhüter bis dato einen eher ruhigen Abend verbracht. Für die Fohlenelf war es Patrick Herrmann, der die erste vielversprechende Gelegenheit besaß. Der Youngster setzte seinen Schuss nach Vorlage von Mo Idrissou jedoch (27.).

Acht Minuten später hätte Mo Idrissou für die Führung der Borussia sorgen können, doch der 30-jährige setzte seinen Kopfball aus kurzer Distanz mit dem Rücken zum Tor nur knapp über die Torlatte (35.). Nur wenige Minuten später zappelte der Ball jedoch im Netz der ‚Veilchen‘. Michael Bradley nutzte eine schöne Hereingabe von Mo Idrissou und drückte das Spielgerät aus etwa 5 Metern im Reinrutschen gegen die Laufrichtung des Aue Torhüters Marin Männel zur 0:1-Führung für die Borussia über die Linie (38.).

In den Minuten bis zum Pausenpfiff tat sich nicht mehr viel auf dem grünen Geläuf, sodass es nach äußerst kampfbetonten 45 Minuten, bei denen dazu wenig Spielfluss aufkam, mit der knappen und glücklichen Führung für den Bundesligisten in die Kabinen.

Aus dieser betraten beide Mannschaften unverändert den Rasen. Den besseren Start erwischten jedoch die ‚Veilchen‘, die nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff zum Ausgleich kamen. Nach einer Flanke von Skerdilaid Curri setzte sich Jan Hochscheidt im Strafraum im Luftkampf gegen Roel Brouwers durch und setzte seinen Kopfball ins linke obere Eck zum 1:1-Ausgleich in die Maschen (47.).

Im weiteren Verlauf plätscherte das Spiel zunächst kurze Zeit etwas dahin, wenngleich sich die 'Fohlen' keineswegs geschockt zeigten. Das Spielgeschehen fand überwiegend zwischen beiden Strafräumen statt, sodass es zu keinen nennenswerten Torraumszenen kam. Auf Seiten der Borussia war es Torschütze Michael Bradley, der nach Eckball von Marco Reus seinen Kopfball über das Tor setzte (57.). Oftmals galoppierten die Fohlen in der Folgezeit über die linke Seite mit dem stark aufspielenden Marco Reus, wurden jedoch vor dem Strafraum gebremst oder der Jungnationalspieler fand keinen Abnehmer.

Dies änderte sich jedoch sieben Minuten später. Wieder war es Marco Reus, der sich auf Höhe der  Strafraum durchsetzte und das Leder in den Strafraum der Gastgeber bugsierte. Beim anschließenden Gewühl schaltete Mo Idrissou am schnellsten und spitzelte den Ball aus etwa acht Metern zur umjubelten 1:2-Führung für die Gladbacher Borussia (64.). Zwei Minuten zuvor vereiltete Roel Brouwers einen möglichen Rückstand der Borussia. Der Niederländer rettete für den bereits geschlagegen Christofer Heimeroth den Schuss von Rene Klingbeil vor der Torlinie (62.).

Die Borussia setzte nun nach und kam zu weiteren Gelegenheiten. So scheiterte Marco Reus nach einem Doppelpass mit Mo Idrissou am Auer Torhüter Martin Männel, während Patrick Herrmann den Abpraller mit vollem Risiko nahm und das Spielgerät aus etwa dreizehn Metern nur wenige Zentimeter neben das Tor drosch (67.).

Der FC Erzgebirge Aue, der mittlerweile zwei frische Kräfte in der Partie hatte, schaffte es in der Folgezeit nicht, das Ruder rumzureißen und den Bundesligist in Bedrängnis zu bringen. Borussia lauerte nun auf Konter und nahm einem Weiterkommen drei Minuten vor Abpfiff letzte Zweifel. Marco Reus nutzte ein schönes Zuspiel des gerade für Karim Matmour in die Partie gekommenen Roman Neustädter und setzte seinen strammen Schuss aus etwa sechzehn Metern zur 1:3-Führung in die Maschen.

Damit war nach dem erwartet schweren Gang der unter dem Strich verdiente Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals für die Borussia besiegelt. Spielerische Glanzpunkte wusste der VfL zwar gerade in Durchgang eins wenig zu setzten, was in Hälfte zwei  wesentlich besser wurde, jedoch ist das Ziel Runde 2 erreicht.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

FC Erzgebirge Aue: Männel - Lachgeb, Paulus, Le Beau (75. Kempe), Klingbeil - Schröder - Schlitte, Hochscheidt, Hensel – Curri (75. Wemmer), Glasner

Weiter im Kader: Flauder (ETW), Birk, Hiemer, Sonntag, Rau

Bor. M’gladbach: Heimeroth - Levels, Brouwers, Dante, Daems - Marx, Bradley (90+1 Jantschke) - Herrmann (90. Schachten), Reus - Idrissou, Matmour (84. Neustädter)

Weiter im Kader: ter Stegen (ETW), Anderson, Meeuwis, Kachunga

Tore: 0:1 Bradley (38.), 1:1 Hochscheidt (47.), 1:2 Idrissou (64.), 1:3 Reus (87.)

Gelbe Karten: Le Beau / Bradley

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)


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