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HomeFohlenelfSpielberichteGute Schlussphase am Ende zu wenig: 2:1-Niederlage in Wolfsburg

Gute Schlussphase am Ende zu wenig: 2:1-Niederlage in Wolfsburg

24.Spieltag: VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach (2:1)

Mit 2:1 verliert Borussia Mönchengladbach beim VfL Wolfsburg und bot dabei eine völlig konträre Leistung im Vergleich zum Heimsieg gegen den FC Schalke 04. Vor 29.000 Zuschauern in der Volkswagen-Arena brachte Diego die „Wölfe" mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße. Der von Filip Daems verwandelte Foulelfmeter reichte am Ende nicht, um etwas Zählbares aus der VW-Stadt mitzunhemen.

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Kapitän Filip Daems erzielte bei der 2:1-Niederlage in Wolfsburg per Strafstoß den Anschlusstreffer (Foto: Katharina Schöne / Fohlen-Hautnah.de)

Borussias Trainer Lucien Favre musste in Niedersachen auf den grippeerkrankten Karim Matmour verzichten und konnte auf der anderen Seite wieder auf Igor de Camargo zurückgreifen, der seine Rotsperre in der vergangenen Woche abgesessen hatte.

Der Brasilianer mit belgischem Pass saß jedoch zunächst auf der Bank, sodass getreu dem Motto „Never change a winning Team" zu Beginn im gewohnten 4-4-2 System die Elf auf dem Platz stand, die in der Vorwoche gegen Schalke für den ersten Heimsieg seit 317 Tagen gesorgt hatte.

Beide Teams begannen verhalten, wobei die Borussen, die in himmelblau angetreten waren, wie von Trainer Lucien Favre gefordert, bissig in die Zweikämpfe gingen. Einschussmöglichkeiten ergaben sich dennoch zunächst nicht. Gleiches traf auf die Gastgeber zu, für die Cicero nach wenigen Minuten den ersten Torschuss abgab (05.).

Drei Minuten später hatte die Borussia Glück, als Mbokani das Spielgerät nach Freistoß von Diego aus kurzer Distanz an den linken Pfosten köpfte und Dante den Abpraller zur Ecke abblockte (08.). Dieser brachte im Anschluss nichts ein.

Die „Fohlen" standen in der Folgezeit unter Druck und hatten erneut Glück, nicht schon früh in Rückstand zu geraten.


Zunächst kam Håvard Nordtveit dem im Strafraum einschussbereiten Pekarik voraus (12.), ehe Mbokani nach dem 25-Meterschuss von Diego den durch Logan Bailly ermöglichten Rebound aufgrund Abseitsstellung nicht nutzen konnte (14.).

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Die ersten Stimmen nach dem Spiel

Rückschritt statt Fortschritt

Die Gladbacher Borussia verlor im Mittelfeld viel zu früh den Ball, agierte viel zu verhalten und kam somit im Vorwärtsgang nicht in Schwung. Die „Wölfe" hingegen erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten. So auch nach gut einer Viertelstunde, doch Daems konnte die Flanke von Cicero am zweiten Pfosten entschärfen (17.). Vier Minuten später klärte Dante gegen den einschussbereiten Mbokani (21.).

Auch in der Folgezeit hatten die „Fohlen" große Mühe, sich gegen das spielbestimmende Wolfsrudel zu behaupten. Acht Minuten später hätten sich der VfL Wolfsburg belohnen können, doch Diego vergab nach Foul von Juan Arango an Riether vom Elfmeterpunkt kläglich (29.).

Die Truppe von Lucien Favre zeigte sich bis dato viel zu ängstlich, stand viel zu weit von den Gegenspielern und fand offensiv somit gar nicht statt. Nichts zu sehen vom guten Auftritt der Vorwoche. Einzig Roman Neustädter war es vorbehalten, das Leder in Tornähe zu bringen. Der Mittelfeldspieler kam am Strafraum nach Zuspiel von Marco Reus an den Ball, traf diesen jedoch nicht richtig und schoss rechts am Tor vorbei (32.).

Fünf Minuten später war es um die Gladbacher Borussia geschehen. Riether setzte auf der rechten Seite gegen Daems und Dante durch, brachte das Leder in den Rücken der Gladbacher Rücken zu Diego. Der Brasilianer ließ sich diesmal die Vorlage nicht nehmen und schob gegen die Laufrichtung von Bailly ins rechte untere Eck zur völlig verdienten 1:0-Führung ein (37.). Kurze Zeit später musste Favre den ersten Wechsel vornehmen. Für den angeschlagenen Neustädter kam Thorben Marx in die Partie (38.).

Es kam noch dicker für den VfL aus Mönchengladbach. Mit dem Pausenpfiff erhöhten die „Wölfe" auf 2:0 - und das hochverdient. Erneut war es Diego, der nach Foul von Stranzl an Polák aus 25 Metern Maß nahm und den fälligen Freistoß über die Mauer hinweg ins linke Eck zirkelte (45.).

Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Die Borussen waren nach dem guten Spiel gegen Schalke in den ersten 45 Minuten nicht wiederzuerkennen. Während der VfL Wolfsburg zum zweiten Durchgang unverändert das Spielfeld betrat, so nahm Lucien Favre einen Wechsel vor und brachte für Herrmann mit Igor de Camargo eine weitere Offensivkraft.

Doch die gewünschte Wirkung brachte das nicht. Gladbach war weiterhin nicht im Spiel, agierte viel zu passiv, war nicht eng am Mann und ließ die Truppe aus der VW-Stadt walten. Diese kam zwangsläufig zu Möglichkeiten. So auch in Minute 53, als Bailly einen Kopfball von Diego so gerade noch klären konnte.

Borussia zeigte sich nach wie vor völlig von der Rolle und schaffte es zu keiner Zeit, Nadelstiche zu setzten. Völlig unerklärlich, wie ängstlich sich die Borussen nach dem Erfolg aus der Vorwoche präsentierten. Borussias Trainer Favre reagierte und brachte mit Mike Hanke eine weitere Offensivkraft. Der Ex-Wolfsburger kam nach etwas über einer Stunde für Idrissou (61.).

Doch auch diese Maßnahme fruchtete zunächst nicht - die Borussia präsentierte sich weiter hilflos. Wolfsburg ließ im Gefühl des sicheren Sieges nach und wurde dafür siebzehn Minuten vor Abpfiff bestraft. Polák brachte Stranzl im Luftkampf im Strafraum zu Fall. Der Unparteiische zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Von diesem zeigte sich Kapitän Daems sicher und netzte zum 2:1-Anschlusstteffer ein (73.).

Borussia lebte wieder, agierte nun endlich mutiger und erhöhte nun die Schlagzahl. Die größte Möglichkeit hatte Reus, dessen Schuss aus etwa sechzehn Metern, von Polák abgefälscht, Schlussmann Hitz gerade noch über die Querlatte bugsieren konnte (81.). Der anschließende Eckstoß brachte nichts ein. Drei Minuten später rette der Wolfsburger Schlussmann erneut, als er einen Distanzschuss von Nordtveit zur Ecke klärte (84.).

Es blieb am Ende bei der unter dem Strich verdienten 2:1- Niederlage, die sich die Borussia selbst zuzuschreiben hatte. Etwa die letzten zwanzig Minuten gehörten zwar der Borussia, die jedoch zu viele leichte Fehler machte und zu spät aufwachte. So war die Schlussoffensive schlussendlich zu wenig, um in der VW-Stadt etwas Zählbares mitzunehmen. Das war ein Rückfall in voerherige Zeiten und so hat der Favre-Effekt bereits nach einem Spiel einen Dämpfer erhalten.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

VfL Wolfsburg: Hitz -, Kjær, Friedrich, Schäfer - Hasebe, Polák - Riehter Cicero, Diego (89. Koo) - Mbokani (80. Mandžukić)

Weiter im Kader: Lenz (ETW), Schulze, Orozco, Tuncay, Helmes

Borussia Mönchengladbach: Bailly - Levels, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter (36. Marx) - Arango, Herrmann (46. de Camargo) - Reus, Idrissou (60. Hanke)

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Brouwers, Jantschke, Fink

Tore: 1:0 Diego (37.), 2:0 (45.), 2:1 Daems (73.)

Gelbe Karten: Friedrich, Polák, Diego, Mandžukić / Reus, Stranzl, de Camargo

Bes. Vorkommnisse: Diego verschießt Foulelfmeter (29.)

Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)


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