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Dante sorgt für Punkt an der Weser

26. Spieltag: SV Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach 1:1 (1:0)

Dank eines Kopfballtores in der Nachspielzeit entführt Borussia Mönchengladbach einen am Ende glücklichen jedoch gerade für den Kopf eminent wichtigen Punkt beim SV Werder Bremen und bleibt so weiter im Rennen um den Klassenerhalt. Vor 40.500 Zuschauern im ausverkauften Weser-Stadion hatte Sandro Wagner die Gastgeber sechs Minuten vor dem Seitenwechsel in Front gebracht.

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Dante rettet Punkt in der Nachspielzeit - Foto: Katharina Schöne, Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre musste an der Weser auf den verletzten Igor de Camargo verzichten und konnte auf der anderen Seite auf die wiedergenesenen Håvard Nordtveit und Mike Hanke zurückgreifen. Beide Protagonisten nahmen jedoch zunächst auf der Bank Platz.

Während Mo Idrissou wie erwartet für de Camargo als einzige Sturmspitzte agierte, so lief ansonsten die Startformation taktisch im 4-2-3-1 auf, die in der Vorwoche gegen Hoffenheim den zweiten Heimsieg eingefahren hatte. Somit konnte also auch Dante trotz gebrochener Nase auflaufen. Der Brasilianer lief mit einer Schutzmaske im Gesicht auf.

Auf Seiten der Gastgeber saß Ex-Borusse Marko Marin seinem starken Auftritt in der Vorwoche im Breisgau zum Trotz zunächst lediglich auf der Bank.

Nach einer Gedenkminute für die Erdbebenopfer in Japan waren es die Gastgeber, die auf dem frisch verlegten Grün schwungvoll in die Partie gingen und schwungvoll nach vorne marschierten.

So ergab sich bereits nach 150 Sekunden die erste Großchance. Silvestre setzte sich auf der rechten Gladbacher Seite durch und brachte eine Maßflanke in den Strafraum. Dort kam Sandro Wagner von Stranzl und Dante allein gelassen an den Ball und köpfte auf das linke untere Eck. Logan Bailly tauchte blitzschnell ab und lenkte das Leder mit einem starken Reflex an den Pfosten (03.).

Auch in der Folgezeit blieb Werder Bremen spielbestimmend, während sich die Borussen nicht so recht aus der eigenen Hälfte befreien konnten. Bis auf einen Eckball von Juan Arango, den Sebastian Prödl im Anschluss vereitelte (06.), ergaben sich für den VfL keine Möglichkeiten.

Nach gut zehn Minuten konnte sich die Fohlen von der Umklammerung befreien und bissen sich in die Partie. Nennenswerte Torgelegenheiten wussten die Gäste jedoch nicht zu kreieren. Beide Teams waren bemüht, nach vorne zu spielen, traten dabei jedoch nicht zwingend vor den Toren auf.

Nach gut einer Viertelstunde dann die zweite gute Möglichkeit für die Truppe von Thomas Schaaf. Nach einem Pass von Wagner in den freien Raum ließ Bargfrede Gladbachs Dante stehen und tauchte im Anschluss recht frei vor Torhüter Logan Bailly auf. Doch der Belgier wartete lange und ließ sich auch diesmal nicht überlisten (18.).

Werder bestimmte weiter das Spielgeschehen und machte im eigenen Stadion weiter mächtig Dampf, während die Borussia weit in der eigenen Hälfte stehend überwiegend verteidigte. Und das recht ordentlich, weshalb auch die beiden Eckstöße der Gastgeber nicht zum Erfolg führten (20., 27.)

Bremen hatte in der Offensiv die deutlich bessere Spielanlage und erarbeitete sich so weitere Gelegenheiten. So auch nach etwas über einer halben Stunde, als Barfgrede aus etwa fünfzehn Metern volley abzog, jedoch erneut im stark reagierenden Bailly seinen Meister fand (33.).

Auf der anderen Seite agierte die Borussia mittlerweile auch im 4-4-2 mit Raute zu harmlos, zeigte zu wenig Zug vor das Tor und spielte die wenigen Konter zu ungenau und nicht zu Ende.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Borussia Glück und Logan Bailly, weshalb es noch null zu null stand, doch sechs Minuten vor der Pause war auch Borussias Schlussmann machtlos.

Nach einer strittigen Szene zwischen Frings und Daems im Mittelfeld, die gut und gerne zugunsten des VfL hätte abgepfiffen werden können, kam der starke Pizarro auf der rechten Seite an den Ball und setzte Sandro Wagner im Strafraum in Szene. Der Ex-Duisburger kam vor dem mit falschem Timing spielenden Stranzl an den Ball und köpfte das Leder zur verdienten 1:0-Führung ins rechte Eck (39.).

Für die Gastgeber ergab sich nach der erlösenden Führung eine Minute vor dem Pausenpfiff noch eine dicke Möglichkeit. Tim Borowski kam auf der rechten Seite im Strafraum zum Schuss und hämmerte das Spielgerät an die Unterkante der Latte, von wo das Leder zurücksprang (44.).

So ging es nach 45 Minuten, die die Gastgeber dominiert hatten, für die Borussen ‚nur' mit einem 1:0 Rückstand in die Kabine. Die Fohlen, die lediglich 40 Prozent ihrer Zweikämpfe gewinnen konnten, zeigten sich viel zu passiv und liefen größtenteils lediglich hinterher. Eine deutliche Leistungssteigerung musste her, wollte man von der Weser etwas Zählbares mit an den Niederrhein nehmen.

Während Thomas Schaaf seine Mannschaft zum zweiten Durchgang unverändert auf das Spielfeld schickte, so reagierte Lucine Favre. Håvard Nordtveit kam für Thorben Marx in die Partie.

Doch auch diese Maßnahme fruchtete nicht, denn Werder Bremen kam druckvoll aus der Kabine und suchte weiter den Zug vor das Tor des VfL. Dieses kam jedoch erst mal nicht in Bedrängnis, da die Gastgeber sich nicht zwingend in Szene setzten konnten.

Auf der anderen Seite bemühte sich die Fohlenelf zwar um mehr Offensive, zeigte dabei jedoch zu viel wenig und ließ die nötige Durchschlagskraft vermissen. Lediglich ein Eckball von Marco Reus ergab sich für den VfL, der jedoch nichts einbrachte (50.). So tat sich in beiden Strafräumen nicht viel, weshalb das Spiel eher so dahin plätscherte.

Zwölf Minuten später der erste vielversprechende Konter der Borussen im zweiten Durchgang, nach dem die Gastgeber im Mittelfeld den Ball verloren hatten. Michael Fink spielte am Strafraumrand quer auf den frei postierten Roman Neustädter, doch der Ex-Mainzer drosch das Leder in den Bremer Abendhimmel (62).

Wenige Minuten später brachte Favre mit Mike Hanke einen frischen Stürmer, Mo Idrissou ging vom Feld. Leben in die Bude kam auch mit diesem Wechsel nicht, denn die Borussen zeigten sich weiterhin zu harmlos und im Spiel nach vorne zu einfallslos.

Der SV Werder Bremen ließ zwar mit zunehmender Spieldauer nach, doch auch daraus wussten die Borussen kein zwingendes Kapital zu schlagen. Nach wie vor waren Nadelstiche im Verbund mit Torchancen Fehlanzeige. Das blieb auch so, als Patrick Herrmann für Michael Fink in die Partie kam (78.).

24 Sekunden später hatte der mittlerweile eingewechselte Marko Marin die Möglichkeit, wohl für die endgültige Entscheidung zu sorgen, doch Bailly lenkte den Schuss von der Strafraumgrenze mit den Fingerspitzen über die Querlatte (79.). Der Eckball brachte im Anschluss nichts ein.

Das Spiel blieb zwar aufgrund des knappen Spielstandes zu beiden Seiten offen, doch die Fohlen konnten in der intensiveren Schlussphase bei guten Möglichkeiten zunächst keinen ‚lucky punch' erzielen. Zunächst scheiterte Marco Reus mit seinem Distanzschuss an Tim Wiese (86.), ehe Stranzl das Leder frei am langen Pfosten stehend über das Tor drosch (87.).

Zwei Minuten später die dicke Chance für Werder Bremen. Der eingewechselte Arnautović lief nach Zuspiel von Marko Marin alleine auf Bailly zu und setzte den Ball im Anschluss an den linken Pfosten (89.). Bremen schaltete in den Schlussminuten zwei Gänge zurück und wurde dafür in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch die Borussia bestraft. Nach einer Freistoßflanke von Juan Arango, Wesley hatte Nordtveit im halbfeld zu Fall gebracht, sprang Dante im Strafraum am höhsten und drückte die 'Torfabrik' mit dem Kopf zum umjubelten 1:1-Ausgleich (92.).

Kurze Zeit später Pfiff Schíedsrichter Gräfe die Partie ab und die Borussia, die in der Schlussphase alles versúchte und sich dafür belohnte, durfte sich am Ende über den glücklichen Punkt freuen, der gerade für die Moral und für das Selbstvertrauen immens wichtig ist. Nun heißt es, den Auswärtspunkt am kommenden Freitag gegen den 1. FC Kaiserslautern zu vergolden... 

Die Kurzstatistik zum Spiel:

SV Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Prödl, Silvestre - Frings - Bargfrede, Borowski (71. Wesley) - Trinks (58. Arnautović) - Pizarro, Wagner (58. Marin)

Weiter im Kader: Mielitz (ETW), Pasanen, Marin, Avdić

Borussia Mönchengladbach: Bailly - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Marx (46. Nordtveit), Fink (78. Herrmann) - Reus, Neustädter, Arango - Idrissou (65. Hanke)

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Brouwers, Levels, Matmour

Tore: 1:0 Wagner (39.), 1:1 Dante (90.+ 2)

Gelbe Karten: Prödl, Bargfrede, Marin / -

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)


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