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Bitter! 0:1-Niederlage gegen Kaiserslautern

27. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - 1. FC Kaiserslautern 0:1 (0:0)

Mit 0:1 verliert Borussia Mönchengladbach das Kellerduell gegen den 1. FC Kaiserslautern und hat somit verpasst, sich im Abstiegskampf entscheidend am Leben zu halten. Vor 47.696 Zuschauern im Borussia-Park war es Logan Bailly, der sich nach einem Eckstoß das Leder in die eigenen Maschen legte.

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Logan Bailly patzt gegen Kaiserslautern - Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre musste gegen Lautern nach wie vor auf den verletzten Igor de Camargo verzichten, konnte jedoch auf den unter Woche grippeerkrankten Filip Daems zurückgreifen und nahm im Vergleich zur Vorwoche lediglich einen Wechsel vor: Anstelle von Thorben Marx begann Håvard Nordtveit.

Während der Norweger mit Michael Fink die „Doppel bildete, so lief ansonsten die Startformation taktisch im 4-2-3-1 auf, die in der Vorwoche in Bremen mit für den glücklichen Punkt gesorgt hatte.

Auf Seiten der Gäste stand Ex-Borusse Oliver Kirch erstmalig nach seiner Verletzung wieder in der Anfangsformation.

Nach einer Gedenkminute für die Erdbebenopfer in Japan war es die wie auch schon der Vorwoche mit Trauerflor spielende Borussia, die sich bereits nach 28 Sekunden die erste Gelegenheit herausspielte. Filip Daems marschierte auf der linken Seite und setzte zur Flanke an. Die Gäste aus der Pfalz wussten den Schuss zu blocken, weshalb es den ersten Eckstoß der Partie zu verzeichnen gab.

Nach diesem, ausgeführt von links durch, Juan Arango verpassten zunächst Idrissou und Dante im Fünfmeterraum (01.). Nahezu im Gegenzug der erste Eckstoß, für den FCK, den Tony Jantschke am kurzen Pfosten mit dem Kopf zu entschärfen wusste (2.).

In der Folgezeit zeigte sich der VfL zwar als das aktivere Team, konnte sich jedoch gegen die kompakte Defensive der „Roten Teufel" nicht entscheidend durchzusetzen. So waren es lediglich Standardsituationen, die für Gefahr sorgen sollten.

Und das gerade nach einer Viertelstunde, als die Borussen zwei Eckstöße hintereinander zu verzeichnen hatten. Nach Eckstoß von Arango wehrte FCK-Schlussmann Kevin Trapp das Leder unglücklich nach vorne ab, sodass Stranzl an den Ball kam. Der Österreicher köpfte auf das Tor, wo Rodnei zur Stelle war und zur erneuten Ecke klärte (15.). Die brachte im Anschluss nichts ein.

Weiterhin war es die Borussia, die zwar das Heft in die Hand nahm und auch mehr Spielanteile hatte, dennoch gegen die recht tief stehende und auf Konter lauernde Truppe von Marco Kurz zu keinen zwingenden Torgelegenheiten kam. Da half es auch nicht, dass Lucien favre mittlerweile wieder auf 4-4-2 mit Raute spielen ließ, denn nach wie vor versuchten es die Borussen im Zentrum, wo die Räume eh schon eng waren. 

So plätscherte das Geschehen bei Nieselregen zwischen beiden Strafräumen ohne Höhepunkte so dahin. Für ein Kellerduell war das gerade seitens der Borussia im kreativen Bereich zu wenig, was auch Lucien Favre ganz und gar nicht gefiel. Der Übungsleiter erhob sich das ein und andere Mal vom Stuhl, um die missratenen Angriffe seiner Mannschaft mit wilder Gestik zu monieren.

Kurz vor dem Seitenwechsel kamen die „Roten Teufel" zu ihren ersten Gelegenheiten - und es sollten richtig gute werden. Zunächst setzte Nemec nach Freistoß von Hloušek seinen Kopfballaufsetzter nur wenige Meter rechts am Tor vorbei (41.), ehe Abel und Rodnei nach Freistoß von Tiffert am langen Pfosten nur haarscharf am Ball vorbei rauschten (43.).

So ging es nach 45 Minuten, in denen der VfL zwar mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatte und lange Zeit das bessere Team war, jedoch bis auf Möglichkeiten nach Standards für keine große Gefahr sorgen konnte, mit einem gerechten torlosen Remis in die Kabinen.

Zum zweiten Durchgang betraten beide Mannschaften unverändert und der VfL wieder im 4-2-3-1 das Spielfeld. Und auch das Bild änderte sich nicht, denn auch nach dem Seitenwechsel war es kein Kellerduell, was einen nicht vom Hocker riss und in dem sich die Fohlen zwar bemühten, gegen die kompakt stehendenden Pfälzer offensiv jedoch nicht entscheidend zum Zuge kamen. Torraumszenen hüben wie drüben waren Fehlanzeige.

Lucien Favre reagierte und brachte mit Mike Hanke für Mo Idrissou eine frische Offensivkraft. Der Ex-Hannoveraner war noch nicht richtig im Spiel, da hätte es beinah im Tor der Borussen geklingelt. Nach einem Konter für Lautern war es Tiffert, der nur um Haaresbreite am langen Pfosten vorbei zog (58.). Doch Früchte tragen sollte diese Maßnahme nicht.

Im Gegenteil. Die „Roten Teufel" schalteten nun einen Gang höher und kamen ihrerseits zu Gelegenheiten. So auch zwei Minuten später, als Iličević sein Können aufblitzen ließ, jedoch an Logan Bailly scheiterte, und Nemec den Nachschuss über das Tor donnerte (60.).

Eine Minute später war es passiert. Nach einem Eckball von Tiffert faustete sich Logan Bailly den Ball beim Klärungsversuch zur 0:1-Gästeführung in die eigenen Maschen (61.). Kurze Zeit später nahm Borussias Trainer den zweiten Wechsel vor. Patrick Herrmann kam für Michael Fink (62.).

Doch auch nach dieser Maßnahmen schafften es die Borussia nicht, nach vorne Akzente zu setzten. Und das auch, weil der FCK den VfL mit der Führung im Rücken beschäftigte und nicht zur Entfaltung kommen ließ. Lucien Favre zog die dritte Offensivoption und brachte Matmour für Arango (71.).

Die Fohlen, denen die Zeit davon lief, hatten weiterhin keine Antwort parat und agierten mit viel Hektik. Borussia bemühte sich zwar, aber es reichte nicht, um Lautern unter Druck zu setzten, geschweige denn in Gefahr zu bringen. Nicht eine zwingende Torchance brachte der VfL im zweiten Durchgang zustande.

So blieb es am Ende für die Borussia gegen einen direkten Konkurrenten bei der bitteren 0:1-Niederlage, womit der dritte Bundesligaabstieg näher rückt und gerade aufgrund des Restprogramms wohl die Planungen für die 2. Bundesliga beginnen können ...

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Bailly - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit, Fink (62. Herrmann) - Reus, Neustädter, Arango (71. Matmour) - Idrissou (57. Hanke)

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Brouwers, Levels, Marx

1.FC Kaiserslautern: Trapp - Dick, Abel, Rodnei, Jessen - Kirch - Iličević, Tiffert (90. Amedick), Morávek (87. Petsos), Hloušek - Nemec (66. Lakić)

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Bugera, de Wit, Hoffer

Tore: 0:1 Bailly (61./Eigentor)

Gelbe Karten: Dante, Neustädter / -

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)


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