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4:1- Testspielsieg gegen den FC Emmen

Testspiel: FC Emmen - Borussia Mönchengladbach 1:4 (0:3)

Borussia Mönchengladbach nutzte die Länderspielpause, um gerade den bisher nicht zum Zuge gekommenen Spielern Spielpraxis zu geben. So traten die Fohlen am Freitagmittag im etwa 35 Kilometer entfernten niederländischen Tegelen an, um sich mit dem niederländischen Zweitligisten FC Emmen zu messen. Vor rund 200 Zuschauern auf der Sportanlage des Sportclub Irene waren es Mo Idrissou per Doppelpack, Roel Brouwers und Karim Matmour, die für den verdienten 4:1-Sieg sorgten.

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Mo Idrissou macht Doppepack im Test gegen den FC Emmen - Foto: Katharina Schöne, Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre musste in Emmen auf einige seiner Akteure verzichten. So standen Marc-André ter Stegen (Muskelfaserriss), Dante (krank), Juan Arango (Probleme mit dem Sprunggelenk), Håvard Nordtveit (Zahn-OP), Igor de Camargo (schwere Innenbanddehnung im Knie), Jens Wissing (Arthroskopie am Sprunggelenk) und Jean-Sébastien Jaurès (Aufbautraining nach Knieproblemen) nicht zur Verfügung.

Vor Christofer Heimeroth bildeten im 4-4-2 System Tobias Levels (rechts), Sebastian Schachten (links) sowie die Innenverteidiger Bamba Anderson und Kapitän Roel Brouwers die Viererabwehrkette. Vor dieser kamen Michael Fink und Thorben Marx auf der „Doppel-6" zum Einsatz,

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Bilder: FC Emmen vs. Borussia

während Karim Matmour (rechts) und Mo Idrissou (links) die Flügel besetzten. Als Sturmduo begannen Fabian Bäcker und Mike Hanke.

Unter der Augen von Neu Borusse Mathew Leckie, der Australier hatte am Freitag den Vertrag unterzeichnet, gingen beide Mannschaften recht engagiert in die Partie, wobei gerade die Borussen einige Zeit brauchten, um sich in neuer Formation zu ordnen.

So gehörten die ersten Spielminuten überwiegend dem FC Emmen. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, da prüfte der niederländische Zweitligist den deutschen Bundesligist. Randy Wolters setzte sich auf der linken Seite im Strafraum durch und zielte auf das kurze Eck. Christofer Heimeroth war jedoch auf dem Posten und fischte das Leder aus dem Eck (02.).

Zwei Minuten später trat die Borussia erstmals offensiv in Erscheinung. Und das durch einen Eckstoß, ausgeführt von der rechten Seite durch Karim Matmour, der jedoch nichts einbrachte (04.). Kurze Zeit später stellte ein Distanzschuss von Mike Hanke Torhüter Harm Zeinstra vor keine großen Probleme (05.).

Im weiteren Verlauf tat sich der VfL gegen die gut eingestellten Niederländer schwer und hatte Mühe, Druck aufzubauen. Möglichkeiten ergaben sich lediglich nach zwei Eckstößen, alle von der rechten hereingebracht von Karim Matmour (12., 20.).

Doch wenige Minuten später war der Schlussmann des FC Emmen machtlos. Der agile Sebastian Schachten setzte sich auf der linken Seite durch und flankte in den Strafraum. Dort setzte sich Idrissou im Luftkampf gegen seinen Gegenspieler durch und nickte ins rechte obere Eck zur 1:0-Führung ein (23.).

Fortan schien der Widerstand des bis dato gut mitspielenden niederländischen Zweitligisten gebrochen. Borussia setzte nach und erhöhte fünf Minuten später auf 2:0. Nach einem Freistoß von Michael Fink war es Roel Brouwers, der die Kopfball-Verlängerung von Hanke nutzte und ins rechte untere Eck einköpfte (28.).

Während der FC Emmen im weiteren Verlauf zu keiner nennenswerten Gelegenheit kam, so suchten die Fohlen weiter den Zug vor das gegnerische Tor. Führte dabei zunächst ein Eckstoß nach einer halben Stunde durch Matmour nicht zum gewünschten Erfolg, so klingelte es nach einer Ecke acht Minuten vor dem Pausenpfiff. Nach der Hereingabe von Matmour sprang Idrissou im Strafraum am höchsten und netzte zur verdienten 3:0-Pausenführung für den VfL ein (37.).

Zum zweiten Durchgang brachte Lucien Favre Marco Reus für Mo Idrissou und Logan Bailly für Christofer Heimeroth. Rückschlüsse wer in der kommenden Woche das Tor hütet, scheint dieses Spiel jedoch nicht zu geben. »Ich rede noch nicht von München. Wir haben noch eine ganze Woche«, blockte Favre ab.

Es dauerte einige Minuten, bis die Borussen wieder Fahrt aufnahmen. Zunächst brachte ein Eckstoß von Marco Reus nichts ein (51.), ehe Emmen Schlussmann Zeinstra einen Kopfball von Fabian Bäcker um den linken Pfosten lenkte (57.). Dieser Rettungstat folgten zwei Eckstöße in Serie, nach denen die Abwehr der Niederländer zweimal auf der Linie rettete.

Nach einer Stunde nahm Borussias Trainer nicht nur drei Wechsel vor, sondern stellte im Zuge dessen auch sein System auf 4-3-3 bzw. 4-2-3-1 gegen den Ball um. Vor der Viererkette spielte Martin Stranzl, während sich Filip Daems (links) und Roman Neustädter (rechts) auf den Seiten postierten.

In der Offensive agierten Marco Reus, Karim Matmour und Mike Hanke. »Ich wollte, dass die Viererkette 90 Minuten zusammen durchspielt. Mehr nicht«, begründete Favre seine taktische Umstellung.

Zwingendes gelang den Borussen mit dieser offensiven Aufstellung jedoch nicht. Und das auch, weil sich der FC Emmen primär darauf beschränkte, die Niederlage nicht zu hoch ausfallen zu lassen. Demnach tat sich der VfL schwer, Torchancen zu kreieren. So musste sechs Minuten vor Abpfiff eine Einzelaktion herhalten, um das Ergebnis hochzuschrauben.

Karim Matmour kam im Mittelfeld an den Ball und setzte seinen beherzten Schuss aus etwa 30 Metern über den wohl überraschten Torhüter hinweg zum 4:0 in die Maschen (84.). »Es hat mich zunächst gefreut, wieder mal zu spielen. Dazu ein Tor gemacht zu haben ist für das Selbstvertrauen auch nicht verkehrt«, strahlte Matmour nach der Partie. »Es war zwar nur ein Freundschaftsspiel, aber auch das bietet Möglichkeit, sich zu zeigen. Ich hoffe, dass mir der Trainer in Zukunft und vielleicht schon in München sein Vertrauen schenkt«.

Damit war die Partie gelaufen, doch der FC Emmen kam mit dem Schlusspfiff noch zum Ehrentreffer. Jeffery de Visscher lief nach Fauxpas von Anderson alleine auf Logan Bailly zu und schob am Belgier vorbei zum 1:4 ein (90.).

Das war der Schlusspunkt unter einem sicherlich nicht überzubewertenden Test, mit dem sich die Borussen  dennoch zumindest ein Erfolgserlebnis holten. Dementsprechend zeigte sich Lucien Favre nach dem Schlusspfiff zufrieden. »Unser Ziel war es, dass Spieler, wie Brouwers, Anderson, Schachten, Levels, Hanke und Matmour 90 Minuten spielen, bei Bäcker waren es 60. Der Test war in Ordnung«, befand der Coach.

»Ich denke, das war ein guter Test, den man aber auch nicht überbewerten darf«, meinte Filip Daems und ergänzte: »Wichtig war es für einige Jungs, mal wieder 90 Minuten zu spielen. Mehr auch nicht«.

Am Samstag treffen sich die Borussen um 10 Uhr zur letzten Trainingseinheit der Woche. Dann werden auch Dante und Arango wieder dabei sein, während Nordtveit nach seiner Zahn-OP weiter kürzer treten muss.

Nach dem trainingsfreien Sonntag beginnt am Montag die Vorbereitung für das Bundesligaspiel beim FC Bayern München.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

FC Emmen: Zeinstra (46. Bangma) - Görtz (60. Leonardo), Fischer, Zimmerman (46. De Groot), G. de Vries (46. Stolte) - De Visscher (46. Denissen), Shayesteh (46. Velda), J. de Vries (71. Van der Ven), Wolters (75. De Visscher) - Chery (60. Poldervaart), ter Heide (70. Velda)

Borussia Mönchengladbach: Heimeroth (46. Bailly) - Levels, Brouwers, Anderson Schachten - Marx (60. Neustädter), Fink (60. Stranzl) - Matmour, Idrissou (46. Reus) - Hanke, Bäcker (60. Daems)

Tore: 0:1 Idrissou (23.), 0:2 Brouwers (28.), 0:3 Idrissou (37.), 0:4 Matmour (84.), 1:4 De Visscher (90.)


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