Zum Ende des Trainingslagers in Bad Wörishofen ging Borussia Mönchengladbach im zweiten Testspiel der Vorbereitung beim 3:1-Sieg bei Drittligist 1.FC Heidenheim als verdienter Sieger vom Platz. Vor 5.000 Zuschauern in der Voith-Arena erzielten Mo Idrissou, Raúl Bobadilla und Dennis Dowidat die Tore.
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| Dennis Dowidat setzte beim 3:1-Sieg in Heidenheim den Schlusspunkt. Foto: Andreas Plum, Fohlen-Hautnah.de |
Borussias Trainer Lucien Favre musste in Heidenheim unter anderem auf Gastspieler Asmir Kajevic verzichten, der aufgrund von Blasen am Fuß geschont wurde. Gleiches galt für Igor de Camargo, Niklas Dams und Lukas Rupp. Zudem kamen Marc-André ter Stegen und Tobias Levels nicht zum Einsatz.
So änderte der Schweizer seine Formation im Gegensatz zur Niederlage gegen Greuther Fürth auf allen Positionen. Vor Torhüter Christofer Heimeroth begann diesmal Martin Stranzl, der die „Fohlen" als Kapitän auf das Feld führte, mit Roel Brouwers in der Innenverteidigung, Tony Jantschke (rechts) und Neuzugang Oscar Wendt (links) besetzten die Außenpositionen und komplettierten die Viererabwehrkette.
Vor dieser postierten sich Roman Neustädter und Youngster Alexander Bieler auf der „Doppel-6", Julian Korb (rechts) und Mo Idrissou (links) besetzten im Mittelfeld die Außenbahnen. In der Offensive liefen Marco Reus und ‚Aussie' Mathew Leckie auf.
Auf Seiten des Drittligisten stand mit Andreas Spann ein Ex-Borusse von Beginn an auf dem Feld.
Bei guten äußerlichen Bedingungen hatte die Partie gleich nach wenigen Minuten einen ersten Höhepunkt. Marco Reus wurde im Strafraum unsanft zu Fall gebracht. Der Unparteiische zögerte keine Sekunde und zeigte zurecht auf den Punkt. Von diesem trat Mo Idrissou an, setzte das Leder jedoch an den Innenpfosten (03.). Den Rebound köpfte Marco Reus dann über das Tor.
Die „Fohlen" bestimmen das Geschehen, marschierten weiter nach vorne und kamen infolge dessen zu Möglichkeiten. Für diese sorgte allen voran der agile und spielfreudige Marco Reus. Nach der ersten Ecke von Reus köpfte Mathew Leckie das Spielgerät in die Arme von Keeper Frank Lehmann(08.).
Auch an der nächsten Offensivaktion des VfL war Borussias ‚Rakete' beteiligt. Nach Doppelpass zwischen Reus und Leckie war jedoch die Abwehr der Gastgeber zunächst zur Stelle, ehe Idrissou den Nachschuss über das Tor drosch (13.). Ein Minute später schickte Reus Julian Korb über rechts, dessen Hereingabe Torhüter Lehmann sicher unter Kontrolle brachte (14.).
Nach gut einer Viertelstunde kam Heidenheim, bis dato nicht zwingend in Erscheinung getreten zu ihrer ersten Offensivaktion. Eine Hereingabe von der rechten Seite landete jedoch hinter dem Gladbacher Gehäuse (16.).
Zwei Minuten später landete das Spielgerät auf der anderen Seite im Gehäuse. Und diesmal machte es Mo Idrissou besser. Der Kameruner, auf der linken Seite von Mathew Leckie in Szene gesetzt, drang in den Strafraum und knallte das Leder zur verdienten 1:0-Führung für den Bundesligist in die Maschen (18.).
Im weiteren Verlauf hatten die Borussen einige Schwierigkeiten, was sich in Ungenauigkeiten im Aufbauspiel und Passspiel widerspiegelte. Demzufolge bekam der Drittligist Oberwasser und zeigte sich nun öfters im Strafraum der Gäste. So auch in Minute 21, als Martin Stranzl ein Fehlpass unterlief.
Marc Schnatterer hatte aufgepasst zog in die Mitte und setzte Christian Essig in Szene, dessen vermeidlicher Ausgleichtreffer jedoch aufgrund von Abseitsstellung keine Anerkennung fand. Zwei Minuten später setzte Schnatterer seinen Schuss nur wenige Meter über das Tor (23.). Und auch an der nächsten guten Möglichkeit war der Mittelfeldspieler beteiligt. Der auffälligste Heidenheimer setzte Ludwig in Szene, dessen Schuss über das Tor flog (24.).
Mit den Möglichkeiten binnen weniger Minuten endete die Drangperiode des Drittligisten und in den folgenden Minuten plätscherte das Geschehen ohne Höhepunkte dahin. Bis zur Endphase des ersten Durchgangs, wo Heidenheim wieder etwas mehr Tempo machte. Und sich dann auch mit dem Ausgleich belohnte.
Andreas Spann marschierte durch die Mitte und spielte links auf Schnatterer, der seinen Schlenzer zum 1:1-Ausgleich in die Maschen setzte (40.). Derweil wurde Linksverteidiger Oscar Wendt in den gesamten 45 Minuten nicht gefordert und bleib auch ansonsten eher unauffällig.
Zwei Minuten später zeigten sich die Borussen wieder mal in der gegnerischen Gefahrenzone. Idrissou setzte sich gegen die Heidenheimer Abwehr durch und spielte weiter Korb, dessen Schuss über das Tor flog (42.). Da Schnatterer kurz vor dem Pausenpfiff seinen Lupfer nur wenige Zentimeter am Tor vorbei setzte (44.), ging es mit einem Remis in die Kabinen.
Zum zweiten Durchgang tauschte Lucien Favre seine Elf komplett. Janis Blaswich hütete das Tor, Matthias Zimmermann (rechts) und Kapitän Filip Daems (links) besetzten die Außenbahnen, Bamba Anderson und Dante bildeten die Innenverteidigung. Vor dieser agierten nun Håvard Nordtveit und Thorben Marx als „Doppel-6", während Patrick Herrmann (rechts) und Dennis Dowidat (links) die Flügel besetzten. Mike Hanke und Raúl Bobadilla liefen in der Offensive auf.
Der zweite Durchgang starte etwas schleppend, wobei die Gastgeber die erste Möglichkeit hatten. Nach einem Freistoß aus halbrechter Position kam ein Heidenheimer nach Faustabwehr von Janis Blaswich den Ball, setzte diesen aber über das Gehäuse (48.). Für die Borussen hatte dann Mike Hanke die erste Gelegenheit, doch der Stürmer zielte nach Zuspiel von Herrmann etwas zu ungenau und verfehlte aus etwa achtzehn Metern nur um Haaresbreite (53.).
Allerdings dauerte es bis zur 60. Spielminute, bis die „Fohlen" wieder das Heft an sich rissen und sich Möglichkeiten erspielten, während Heidenheim nach zahlreichen Wechseln den Faden verlor. Zunächst spiegelte sich die Überlegenheit der Borussen aber nicht im Ergebnis wieder. Doch in Minute 68 brachte sich der VfL in Front. Raúl Bobadilla setzte im Mittelfeld zum Sololauf an, ließ im Strafraum die gegnerische Innenverteidigung stehen und vollendete zur verdienten 2:1-Führung für den VfL (68.). Ein durchaus sehenswerter Treffer des Argentiniers.
Drei Minuten später spielte Dowidat, der auf der linken Seite sehr aktiv und auffällig war, zu Hanke, der aus kurzer Distanz gegen den Heidenheimer Schlussmann das Nachsehen hatte (71.). Auch an der nächsten Aktion war Dowidat, über links kommend immer wieder gefährlich, beteiligt. Seine gute Flanke fand zwar Patrick Herrmann im Strafraum, doch dessen Kopfball war mit zu wenig Druck versehen und flog über das Tor (72.).
Während vom 1.FC Heidenheim ab dem Zeitpunkt nicht mehr zu sehen war, so plätscherte das Geschehen in der Schlussviertelstunde ohne jegliche Höhepunkte dahin. Bis zur 90. Minute. Da legte sich Dennis Dowidat den Ball zum Freistoß parat. Der 21-Jährige nahm Maß und schlenzte das Spielgerät zum 3:1 in die Maschen. »Ich habe gesehen, dass der Torwart auf eine Flanke spekuliert und habe es dann einfach direkt versucht. Schön, dass es geklappt hat«, strahlte Dowidat.
Das sollte der Schlusspunkt unter einer Partie sein, die die „Fohlen" unter dem Strich als verdienter Sieger verließen. »Wir haben das Spiel dominiert und verdient gewonnen«, befand Dennis Dowidat. Nach der Niederlage im ersten Testspiel war der Auftritt in Heidenheim eine deutliche Leistungssteigerung, die auch Trainer Lucien Favre sanfter gestimmt haben sollte bzw. dürfte. »Ich denke, dass das ein guter Abschluss des Trainingslagers war. Es war wichtig, aus dieser Woche mit einem positiven Ergebnis nach Hause zu fahren«, so Dowidat.
Genau das machte der VfL-Tross, der sich noch am Abend per Flugzeug von München aus auf den Weg an den linken Niederrhein machte. Dort wird bereits am Sonntag ab 10 Uhr wieder trainiert, ehe am Montag der Derby-Cup in Aachen auf dem Programm steht. Nach diesem heißt es für die Borussen am Dienstag und Mittwoch abschalten und Akku aufladen.
Die Kurzstatistik zum Spiel:
1.FC Heidenheim: Lehmann - Feistle - Wittek (80. Tausendpfund) - Göhlert - Sirigu (70. Krebs) - Schnatterer (70. Weil) - Klarer (46. Sauter) - Schittenhelm - Essig (70. Rühle) - Ludwig (80. Deutsche) - Spann (70. Jabiri)
Borussia Mönchengladbach: Heimeroth (46. Blaswich) - Jantschke (46. Zimmermann), Stranzl (46. Anderson), Brouwers (46. Dante), Wendt (46. Daems) - Neustädter (46. Nordtveit), Bieler (46. Marx) - Korb (46. Dowidat), Reus (46. Herrmann) - Leckie (46. Bobadilla), Idrissou (46. Hanke)
Tore: 0:1 Idrissou (18.), 1:1 Schnatterer (40.), 1:2 Bobadilla (68.), 1:3 Dowidat (90.)
Gelbe Karten: Schittenhelm / -
Bes. Vorkommnis: Idrissou verschießt Foulelfmeter (03.)






