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Derby Cup: Borussia Zweiter in Aachen

Borussias Premiere am neuen Tivoli

Borussia Mönchengladbach hat beim Derby Cup auf dem Aachener Tivoli den zweiten Platz erreicht. Nach jeweils zwei torlosen Halbzeiten gegen Cup-Gewinner Fortuna Düsseldorf und Alemannia Aachen musste jeweils das Elfmeterschießen einen Gewinner ermitteln. Hier hatte der VfL gegen die Landeshauptstädter mit 0:2 das Nachsehen und ging gegen die Gastgeber als 3:2-Sieger vom Platz.

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Mathew Leckie und der VfL blieben in der regulären Spielzeit torlos. Foto: Marc Schöne, Fohlen-Hautnah.de

Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Bad Wörishofen am Samstag trat die Borussia am Montag beim Derby-Cup in Aachen an. Der Turniermodus sah für die teilnehmenden Teams „Jeder gegen Jeden" mit jeweils zwei Spielen über 45 Minuten vor. Den Anfang machten Gastgeber Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf. Die Alemannia zog dabei mit 0:1 den Kürzeren.

Im zweiten Spiel griff die Borussia gegen die Düsseldorfer Fortuna ins Geschehen ein. Borussias Trainer Lucien Favre bot für diese Partie vor Torhüter Marc-Andre ter Stegen eine Viererabwehrkette mit Tony Jantschke, Bamba Anderson, Roel Brouwers und Kapitän Filip Daems auf.

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Vor dieser bildeten Julian Korb und Roman Neustädter im defensiven Mittelfeld die „Doppel-6", auf den Außenpositionen kamen Lukas Rupp (rechts) und Dennis Dowidat (links) zum Einsatz. Marco Reus und Raul Bobadilla bildeten das Sturmduo.

Bei optimalen äußerlichen Bedingungen gestaltete sich die Partie zunächst über lange Zeit eher zu einem Langweiler. Borussia war zwar aktiver, überlegen und setzte auch einige gute Akzente, konnte sich vor dem Tor der gut organisierten Fortuna jedoch nicht zwingend in Szene setzen. Ein Distanzschuss von Julian Korb flog aus etwa 25 Metern weit über das Tor (06.) und der erste Eckstoß von Dowidat brachte nichts ein (08.).

Auch in der Folgezeit konnte das Geschehen auf dem Rasen für keine Jubelszenen auf den Rängen sorgen. Allen voran der VfL zeigte zwar ordentlich Ansätze, wurde dabei jedoch vor dem Tor nach wie vor nicht gefährlich. Gelegenheiten ergaben sich vornehmlich durch Standardsituationen. Dabei brachten ein von Dennis Dowidat ausgeführter Freistoß (12.), sowie Ecken (15., 19.) des Youngsters nichts ein.

In der Schlussphase hatten Roel Brouwers und Marco Reus zwei gute Gelegenheiten, den VfL in Front zu bringen, doch da der Niederländer nach erneutem Eckstoß von Dowidat das Leder in die Arme von Keeper David Hohs köpfte (35.) und Marco Reus nach einer sehenswerten Einzelaktion das Leder aus sechzehn Metern weit über das Tor drosch, musste das Elfmeterschießen über Sieg und Niederlage entscheiden.

Hier vergaben Dennis Dowidat und Roel Brouwers derart schwach, während Jovanovic sicher verwandelte und seine Fortuna als Sieger vom Platz gehen ließ.

Für die abschließende Partie schickte Lucien Favre wie angekündigt eine neue Formation ins Rennen. Im Tor stand nun Christofer Heimeroth, die Abwehrkette setzte sich aus Matthias Zimmermann, Kapitän Martin Stranzl, Dante und Oscar Wendt zusammen.

Vor der Abwehr spielten Thorben Marx und Håvard Nordtveit, auf den Flügeln im Mittelfeld Patrick Herrmann (rechts) und Gastspieler Asmir Kajevic (links). In der Offensive liefen Mike Hanke und Mathew Leckie auf.

Und der Australier war es auch, der in dem munteren Spiel die erste vielversprechende Möglichkeit für die „Fohlen" hatte. Sein Kopfball landete aber in den Armen des Aachener Schlussmanns (13.). Vier Minuten später hätte der Zweitligist allerdings gut und gerne in Führung gehen können, doch der Heber der BVB-Leihgabe Marco Stiepermann landete nur wenige Zentimeter neben dem linken Pfosten (17.).

Während die Alemannia deutlich aktiver war und die besseren Gelegenheiten besaß, so vergab Mathew Leckie die bis dato größte Chance für den VfL. Nach tollem öffnendem Pass des ansonsten eher unauffälligen Håvard Nordtveit, ging der Australier alleine vor Torhüter Boy Waterman allerdings zu hektisch vor. Den Rebound jagte Thorben Marx aus sechzehn Metern nur wenige Meter über das Gehäuse (27.).

Nur drei Minuten später hatte die Borussia Glück, dass Reinhold Yabo mit einem strammen Schuss lediglich den Querbalken traf und Oscar Wendt den Nachschuss von Manuel Junglas von der Torlinie kratzte (30.). Es war eine lebendige Partie, in der die Gastgeber die bessere Mannschaft waren.

Doch auch ein Tor wollte den Alemannen in regulärer Spielzeit nicht gelingen. Das galt auch für den VfL, wenngleich Mike Hanke drei Minuten vor Abpfiff für das goldene Tor hätte sorgen können, doch sein ansatzloser und abgefälschter Schuss strich nur um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei (42.).

So musste auch im letzten Spiel das Elfmeterschießen für die Entscheidung sorgen. Und diesmal hatte die Borussia das bessere Ende für sich. Da ‚Elfmeterkiller' Christofer Heimeroth zweimal gegen Manuel Junglas parierte und Martin Stranzl zweimal sicher verwandelte, während Mathew Leckie vom Punkt scheiterte, gingen die Borussen am Ende als Sieger und Gesamtzweiter vom Platz.

Unterdessen wird es, wie Lucien Favre bereits verlauten ließ, eine rasche Entscheidung in Sachen Asmir Kajevic geben. »Es wird in dieser Woche auf jeden Fall eine Entscheidung geben«, kündigte Max Eberl nach dem Blitzturnier an. Die Katze aus dem Sack lassen, wollte der Sportdirektor aber noch nicht. »Aber jetzt noch nicht«, hielt sich Eberl bedeckt und fügte hinzu: »Das wollen wir erst mit dem Jungen besprechen«.

Borussias Trainer hingegen hatte dem 21-Jährigen zuletzt ein gutes Zeugnis ausgestellt. »Dieser Spieler hat es was«, so Favre. Bleibt abzuwarten, ob dieses gewisse Etwas für eine Verpflichtung reicht...

Zunächst einmal ist nun aber für die Borussen eine zweitägige Verschnaufpause angesagt, ehe es am Donnerstag um 10 Uhr weiter im Takt geht.

Die Kurzstatistiken zu den Spielen:

1.Spiel: Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach 2:0 n.E.

Borussia: ter Stegen - Jantschke, Anderson, Brouwers, Daems - Korb, Neustädter - Rupp, Dowidat - Bobadilla, Reus

Weiter im Kader: Blaswich (ETW), Bieler

Tore im Elfmeterschießen: 1:0 Jovanovic, 2:0 Ilsö

Gelbe Karten: keine

Bes. Vorkommnisse: Dowidat und Brouwers verschießen Elfmeter

Schiedsrichter: Stefan Glasmacher (Alsdorf)

2.Spiel: Alemannia Aachen - Borussia Mönchengladbach 2:3 n.E.

Borussia: Heimeroth - Zimmermann, Stranzl, Dante, Wendt - Marx, Nordtveit - Herrmann, Kajevic - Hanke, Leckie

Weiter im Kader: Blaswich (ETW), Bieler

Tore im Elfmeterschießen: 1:0 Stranzl, 2:0 Nordtveit, 2:1 Stiepermann, 2:2 Auer, 3:2 Stranzl

Gelbe Karten: Uludag / -

Bes. Vorkommnisse: Leckie verschießt Elfmeter

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Bonn)

Zuschauer: 11.418 (Tivoli Aachen)


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