Suchfunktion

facetwiet
Rss-Feed
HomeFohlenelfSpielberichte0:1-Niederlage beim 1.FC Saarbrücken

0:1-Niederlage beim 1.FC Saarbrücken

Michael Bradley blieb bei seinem ersten Auftritt eher unauffällig

In Abwesenheit zahlreicher Stammkräfte unterlag Borussia Mönchengladbach am gestrigen Mittwochabend im Testspiel gegen den 1.FC Saarbrücken mit 0:1. Vor 5.211 Zuschauern im Ludwigsparkstadion erzielte Johannes Wurtz den Treffer des Tages.

bradley_abschied
Michael Bradley blieb im Test gegen Saarbrücken eher unauffällig. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre hatte gegen den Drittligisten auf zahlreiche seiner Stammkräfte verzichtet, reiste mit lediglich vierzehn Spielern ins Saarland und gab dort auch Spielern aus der zweiten Reihe die Chance, sich zu präsentieren.

Neben dem Youngstern Alexander Bieler und Amin Younes waren auch Tobias Levels, der sich erneut für einen neuen Verein präsentieren konnte, und Michael Bradley, der nach seiner Rückkehr aus England erstmalig in der Vorbereitung auflaufen durfte, mit dabei.

Favre bot zu Beginn im gewohnten 4-4-2 System folgende Elf auf. Vor Torhüter Christofer Heimeroth begann Niklas Dams mit Roel Brouwers in der Innenverteidigung, Tobias Levels (rechts) und Oscar Wendt (links) besetzten die Außenpositionen und komplettierten die Viererabwehrkette.

Vor dieser postierten sich Julian Korb und Michael Bradley und auf der „Doppel-6", Patrick Herrmann (rechts) und Dennis Dowiat (links) besetzten im Mittelfeld die Seiten. In der Offensive liefen Mathew Leckie und Raúl Bobadilla auf.

Bei herbstlichem Schmuddelwetter hatte die Partie einen lebhaften Beginn. Die ersten Offensivaktionen gehörten dabei den Gastgebern. Markus Fuchs setzte sich auf der rechen Seite durch, doch Oscar Wendt konnte zur Ecke klären. Diese brachte im Anschluss nichts ein (03.). Zwei Minuten später zappelte der Ball zwar im Netz, doch der Unparteiische erkannte den Treffer zurecht nicht an, da sich der vermeintliche Torschützte Marc Lerandy das Spielgerät mit der Hand vorgelegt hatte (05.).

Es dauerte gut zehn Minuten, bis die Borussen gegen den leicht feldüberlegenen Drittligisten zu ihrer ersten Möglichkeit kamen. Raúl Bobadilla setzte sich auf rechts durch und flanke in den Strafraum. Dort verpasste Mathew Leckie um wenige Meter (11.). Ein Minute später setzte der ‚Aussie' seinen Kopfball nach Flanke von Tobias Levels am Tor vorbei (12.).

Der VfL war nun besser im Spiel und weiter im Vorwärtsgang. Bobadilla lief von der rechten Seite alleine auf Enwer Marina durch, bugsierte das Leder per Lupfer aber über den Torhüter hinweg über das Gehäuse (15.). Eine Viertelstunde war mittlerweile absolviert und allen voran Mathew Leckie knüpfte an seine gute Performance vom Spiel gegen Aberdeen an. Der Stürmer schaltete sich gut ins Offensivspiel ein, sorgte für dortigen Wirbel, und arbeitete auch gut nach hinten.

Während sich das Spiel in der Folgezeit den widrigen Witterungsverhältnissen angepasst hatte, so dauerte es bis zur 30. Minute, ehe die etwa 300 recht stimmungsvollen Borussen-Fans die nächste Offensivaktion verfolgen konnten. Allerdings auf Seiten der Gastgeber. Kai Gehring setzte sich im Strafraum Ufuk Ötzbek in Szene, doch in dessen Schuss warf sich der gewohnt kämpferisch starke Levels und wehrte zur Ecke ab. Zum gewünschten Erfolg führte diese im Anschluss nicht.

Drei Minuten später war wieder die Borussia an der Reihe. Bobadilla tankte sich auf rechts durch und flankte in den Strafraum, doch diese pflückte Schlussmann Marina sicher vor Herrmann herunter (33.). Danach ließen es beide Mannschaften etwas ruhiger angehen, sodass das Spiel nach gutem Start in der Schlussphase des ersten Durchgangs so dahin plätscherte.

So blieb es bei dem torlosen Remis, mit dem es nach 45 Minuten in die Kabinen ging. Zum zweiten Durchgang betraten beide Mannschaften unverändert das Spielfeld. Anders als zu Beginn des Spiels waren es nun die „Fohlen", die schwungvoll begannen und die ersten Duftmarken setzten.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff legte sich Wendt das Leder zum Freistoß bereit, doch der Schwede setzte das Leder in die Abwehrmauer, von wo aus der Ball ins Toraus flog. Ein Eckball war die Folge, doch einbringen sollte dieser nichts (48.).

Der VfL war nun die bessere Mannschaft, marschierte nach vorne und kam zu Gelegenheiten. Und das vor allen Dingen über die rechte Seite, wo sich Bobadilla und Herrmann gut in Szene setzten - allerdings ohne zwingende Möglichkeiten. In Minute 55 setzte Bobadilla erneut den auffälligen Mathew Leckie in Szene, doch der Australier zögerte vor dem Tor etwas zu lange und vertändelte den Ball.

Im Ludwigsparkstadion ging es nun rauf und runter. Das aber ohne nennenswerte Torgelegenheiten. Derweil präsentierte sich Michael Bradley in seinem ersten Einsatz zwar sehr motiviert und engagiert, insgesamt zeigte der US-Boy jedoch zu wenig und ließ bei seinen Pässen auch die nötige Präzision vermissen.

Ein Tor lag zu dieser Phase des Spiels zwar alles andere als in der Luft, doch genau ein solches durften die Zuschauer in Minute 65 beklatschen - allerdings die Fans der Gastgeber. Marcel Ziemer spielte über die linke Seite in die Mitte des Strafraums. Dort kam Wurtz der VfL-Abwehr zuvor und netzte zur 1:0-Führung für Saarbrücken ein. Vier Minuten später hätte der Drittligist erhöhen können, doch Herrmann kam dem Schuss von Sven Sökler zuvor (69.).

Nun war es an der Zeit für Wechsel. Lucien Favre brachte Alexander Bieler für Michael Bradley und U23-Akteur Amin Younes für Dennis Dowidat (70.). Kurze Zeit später nahm auch Jürgen Luginger auf Seiten des FCS drei Wechsel vor (73.).

Und die drei waren erst wenige Sekunden auf dem Platz, als Mathew Leckie nach schönem Vorstoß im Strafraum gegen den Saarbrücker Schlussmann das Nachsehen hatte (74.). Kurze Zeit später schaltete sich der eingewechselte Younes das erste Mal in das Offensivspiel des VfL ein. Der Youngster setzte nach schönem Sololauf Herrmann in Szene, doch der Ex-Saarbrücker scheiterte aus kurzer Distanz an Marina (75.).

Und auch die nächste Gelegenheit kreierten die beiden Youngsters. Erneut tankte sich Younes in der Mitte durch und spielte auf den eher blassen Herrmann, doch dieser konnte den Ball nicht im Tor unterbringen. Gleiches galt für die beiden Rebounds dieser Szene, die allesamt nicht verwertet wurden (78.).

Im weiteren Verlauf spielte sich das Geschehen eher im Mittelfeld ab, weshalb Torgelegenheiten Fehlanzeige blieben. In der Endphase waren die „Fohlen" zwar wieder feldüberlegen, tauchten offensiv dennoch nicht zwingend in Szene.

So stand unter dem Strich eine 0:1-Niederlage zu Buche, die allerdings gerade aufgrund der Besetzung nicht über zu bewerten ist und die auch wenige Aufschlüsse im Bezug auf die Startformation zum Saisonstart gegeben hat. Und genau für diese konnte sich so richtig keiner nachhaltig empfehlen bzw. aufdrängen, wennglich die Borussen gegen den Drittligisten auch nicht sonderlich gefordert wurden.

Oscar Wendt blieb über weite Strecken eher unauffällig und Michael Bradley präsentierte sich zwar engagiert, zeigte unter dem Strich jedoch zu wenig. Gefällig und engagiert präsentierten sich dagegen Mathew Leckie und Amin Younes.

Gelegenheit, sich für die Startelf zu empfehlen haben die Borussen am kommenden Samstag. Dann wartet im Niederrheinstadion zu Oberhausen mit dem amtierenden Europa League-Gewinner FC Porto allerdings ein ganz anderes Kaliber. Auf Seiten des VfL dürfte Lucien Favre im vorletzten Test dort aber wieder auf seine vermeintliche Stammformation für den Pflichtspielstart beim SSV Jahn Regensburg setzten.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

1.FC Saarbrücken: Marina - Gehring (62. Bach), Forkel, Eggert (73. Pazurek), Sökler (73. Kizmaz) - Kruse, Fuchs (62. Wurtz) - Özbek (62. Ziemer), Sieger (73. Laux) - Lerandy, Stiefler

Borussia Mönchengladbach: Heimeroth - Levels, Dams, Brouwers, Wendt - Korb, Bradley (70. Bieler) - Herrmann, Dowidat (70.Younes) - Leckie, Bobadilla

Weiter im Kader: Kompalla (ETW)

Tore: 1:0 Wurtz (65.)

Gelbe Karten: keine

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau)


letzte Foren-Beiträge