Mit 3:1 gewinnt Borussia Mönchengladbach bei Drittligist SSV Jahn Regensburg und zieht somit am Ende verdient in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Vor 10.388 Zuschauern im Jahnstadion waren es Martin Stranzl, Marco Reus und Igor de Camargo, die für das Weiterkommen sorgten.
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| Mike Hanke und der VfL gewannen mit 3:1 in Regensburg ziehen verdient in die zweite Runde ein. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
Borussias Trainer Lucien Favre musste in Regensburg neben Juan Arango, der erst am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigt auch auf Christofer Heimeroth verzichten. Obwohl der Torhüter die Trainingseinheit am Mittwochmorgen mitgemacht hatte, machten die noch vorhandenen Rückenbeschwerden einen möglichen Einsatz unmöglich.
Stattdessen machte sich Torhüter Nummer drei Janis Blaswich mit auf den Weg nach Ostbayern und nahm als zweiter Torhüter auf der Bank Platz. Neuzugang Yuki Otsu, der ebenso mit in den Bayrischen Wald gereist war, nahm derweil auf der Tribüne Platz. Ansonsten bot der Schweizer im gewohnten 4-4-2-System die erwartete Formation auf.
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Vor Torhüter Marc-André ter Stegen bildeten Tony Jantschke, Martin Stranzl, Dante und Kapitän Filip Daems die Viererabwehrkette. Vor dieser agierten Håvard Nordtveit und Roman Neustädter und auf der „Doppel-6", Marco Reus (rechts) und Lukas Rupp (links) besetzten im Mittelfeld die Seiten. In der Offensive liefen zunächst Igor de Camargo und Mike Hanke auf.
Von Beginn an versteckten sich die Gastgeber nicht. Der Drittligist aus Regensburg spielte forsch nach vorne, konnte die kompakte Borussen-Abwehr in Gefahr zu bringen. Und das auch nicht nach dem ersten Eckball, den ter Stegen sicher unter Kontrolle bringen konnte (07.).
Drei Minuten später setzte die Borussia die erste Duftmarke. Nach einem Pass von Mike Hanke wäre Igor de Camargo zur Stelle gewesen, doch Andre Laurito kam dem Borussen per Kopf zuvor (10.).
Jahn Regensburg hatte es bis dato sehr gut gemacht. Der Drittligist machte hinten die Räume eng und versuchte mit schnellen Kontern Nadelstiche zu setzten. Doch diesen trotze der VfL mit der ersten Gelegenheit und brachte sich mit 1:0 in Front. Nach dem ersten Eckball für den Bundesligist, ausgeführt von links durch Marco Reus, war Martin Stranzl am kurzen Pfosten zur Stelle und netzte mit dem Hinterkopf ein (14.).
Eine Führung für den VfL, die nicht zwingend in der Luft lag. Bei den Gastgebern war somit das vermutliche Konzept, so lange wie möglich die Null zu halten, über den Haufen geworfen. Der VfL hingegen kam nun besser in die Schnittstellen und setzte nach. Und brachte sich so in Minute 23 mit 2:0 in Front. De Camargo setzte auf Höhe des Strafraums Marco Reus in Szene, der sich gleich gegen drei Gegenspieler durchsetzte und das Leder mit einem schönen Schuss aus etwa zehn Metern ins rechte untere Eck bugsierte.
Eine vermeintlich komfortable Führung für die Gäste, doch Regensburg gab sich keineswegs geschlagen. Der Drittligist versteckte sich nach wie vor nicht und verssuchte sich vor das Tor des VfL durchzutanken. So auch nach einer halben Stunde. Michael Klauß lief nach einem Steilpass auf und davon und drang auf der linken Seite in den Strafraum ein. Dort holte der herauseilende ter Stegen den 24-Jährigen unsanft von den Beinen, was einen völlig berichtigten Strafstoß zur Folge hatte. Vom Punkt aus verwandelte Bastian Schweinsteiger-Bruder Tobias sicher zum 2:1- Anschlusstreffer für den SSV Jahn (30.).
Zwei Minuten später hätte Reus den alten Abstand wieder herstellen können, doch Borussias ‚Rakete' scheiterte nach schönem Zuspiel von Neustädter aus kurzer Distanz am stark parierenden Torhüter Michael Hofmann (32.).
In der Folgezeit griffen die Gastgeber den VfL früh an und spielten nach vorne, zu zwingenden Tormöglichkeiten kamen sie dabei bis auf einen Eckstoß (36.) allerdings nicht. Da sich auch die Borussia offensiv nicht mehr zwingend in Szene setzten konnte, ging es mit einer 2:1-Führung für den Bundesligist in die Kabinen.
Zum zweiten Durchgang betraten beide Mannschaften unverändert das Spielfeld. Das Ding war für den VfL noch nicht durch und so kam dieser engagiert aus der Kabine. Die „Fohlen" versuchten Gegner und Ball zu kontrollieren, konnten dabei jedoch keine Akzente setzten.
So plätscherte das Spielgeschehen bei starkem Regen und Ballverlusten hüben wie drüben im wahrsten Sinne des Wortes so dahin. Bis zwanzig Minuten vor Schluss. Da setzte der starke Reus Lukas Rupp mit einem starken Pass in Szene. Der Neuzugang vom KSC leitete mit einem gefühlvollem Pass gekonnt weiter auf de Camargo, der auf Höhe des Strafraums lauerte. Der belgische Nationalspieler setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, lief alleine auf Schlussmann Hofmann zu und setzte das Spielgerät mit einem gefühlvollen Lupfer zum entscheidenden 3:1 für die Borussia in die Maschen (71.).
Damit war die Partie im Jahnstadion gelaufen. Borussias stand im weiteren Verlauf sicher, spielte ihren Stiefel routiniert runter und ließ bis zum Schluss nichts mehr anbrennen. Während Lucien Favre elf Minuten vor Abpfiff einen Doppelwechsel vornahm und Patrick Herrmann sowie Mathew Leckie für Rupp und de Camargo in die Partie kamen (79.), so musste vier Minuten vor Abpfiff Martin Stranzl angeschlagen vom Platz. Für ihn kam Brouwers (86.).
Am Ende durften die Borussen mit ihren Anhängern feiern. Unter dem Strich ist die Pflichtaufgabe erfüllt. Die Borussia präsentierte sich schon recht ordentlich, stand nie wirklich so richtig unter Druck und darf sich somit zurecht über den verdienten Einzug in die zweite Pokalrunde freuen.
Die Kurzstatistik zum Spiel:
SSV Jahn Regensburg: Hoffmann - Philp, Ziereis, Laurito, Binder (76. J. Schmid) - Hein, Kurz (82. Kasal) - Alibaz, Temür (66. J.-P. Müller) - Klauß, Schweinsteiger
Weiter im Kader: Wiegers (ETW), Zurawsky, B. Schmid
Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl (86. Brouwers), Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Reus, Rupp (79. Herrmann) - de Camargo (79. Leckie), Hanke
Weiter im Kader: Blaswich (ETW), Wendt, Marx, Bobadilla
Tore: 0:1 Stranzl (14.), 0:2 Reus (23.), 1:2 Schweinsteiger (30., Foulelfmeter), 1:3 de Camargo (71.)
Gelbe Karten: Klauß, Philp / ter Stegen
Bes. Vorkommnisse: keine
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)






