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1:0-Niederlage beim FC Schalke 04

4. Spieltag: FC Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach (1:0)

Mit 1:0 musste sich Borussia Mönchengladbach dem FC Schalke 04 geschlagen geben und kassierte somit die erste Niederlage nach zuvor zehn ungeschlagenen Pflichtspielen. Vor 61.673 Zuschauern in der Veltins-Arena erzielte der Spanier Raúl das Tor des Tages.

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Marc-André ter Stegen musste "Auf Schalke" einen Gegentreffer hinnehmen. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre musste „Auf Schalke“ weiterhin auf Martin Stranzl verzichten, für den ein Einsatz nach seinen Wadenproblemen noch zu früh kam. Auf der anderen Seite standen der nach seinem Abriss des Dornfortsatzes im dritten Brustwirbel wiedergenesene Igor de Camargo und Roel Brouwers, der seine Gelb-Rot Sperre abgesessen hatte, wieder zur Verfügung.

Und der Niederländer rückte auch gleich wieder in die Startelf und bildete mit Dante die Innenverteidigung. Dieser wich Håvard Nordtveit, der auf seine angestammte Position im defensiven Mittelfeld zurückkehrte und mit Roman Neustädter auf der „Doppel-6“ auflief.

Demzufolge musste Thorben Marx auf der Bank Platz nehmen. Dort fand sich zunächst auch Igor de Camargo, für den Joshua King dem Aufgebot wich, denn Favre vertraute wie auch in der Vorwoche zu Beginn dem Sturmduo Raúl Bobadilla und Mike Hanke. Ansonsten blieb die Startformation im Vergleich zur Vorwoche im gewohnten 4-4-2-System unverändert.

Auf Seiten des Europa League-Teilnehmers standen mit Alexander Baumjohann und Lewis Holtby zwei Ex-Borussen im Aufgebot, Baumjohann nahm jedoch zunächst auf der Bank Platz.

Unter dem offenen ‚Hallendach‘ waren es die Hausherren, die wenige Sekunden nach dem Anpfiff die erste Duftmarke setzten. Julian Draxler setzte sich auf der linken Seite gegen Tony Jantschke durch, der Querpass in den Strafraum war jedoch sichere Beute für Marc-André ter Stegen (01.).

Sieben Minuten später war die Borussia an der Reihe und zeigte sich erstmals im Strafraum der „Knappen“. Und das recht vielversprechend. Zunächst scheiterte der von Marco Reus bediente Juan Arango im Strafraum am Schalker Schlussmann Ralf Fährmann (08.), ehe Roman Neustädter seinen Kopfball nach der anschließenden Ecke nur knapp neben den rechten Pfosten setzte (09.).

Und nur kurze Zeit später hatte der VfL in dem munteren Spiel Glück, nicht schon früh in Rückstand geraten zu sein. Nach der ersten Schalker Ecke, ausgeführt von Farfán, köpfte  Joel Matip aufs Tor. Ter Stegen war geschlagen, doch Reus hatte auf der Torlinie aufgepasst und drosch die Kugel aus der Gefahrenzone (10.). Drei Minuten später pflückte Gladbachs Schlussmann eine Flanke aus dem Halbfeld sicher herunter (13.).

Während die Borussen zu dieser Phase etwas zu passiv agierten, so hatte der FC Schalke klar das Heft in die Hand genommen, befand sich weiter im Vorwärtsgang vorne und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Und das gerade auch bei Standardsituationen und hohen Bällen.

So auch nach einer Viertelstunde, als Christian Fuchs gefährlich in den VfL-Strafraum flankte, Klaas-Jan Huntelaar die Kugel jedoch neben das Tor setzte (15.). Drei Minuten war Schalkes Goalgetter erneut zur Stelle, doch Roel Brouwers war hellwach und klärte zur Ecke, die im Anschluss nichts einbrachte (18.).

Im weiteren Verlauf hielten die „Fohlen“ den S04 zwar besser vom eigenen Strafraum fern und standen sicher, offensiv konnten jedoch wenige Nadelstiche setzten. Das gerade auch deshalb weil es im Vorwärtsgang viele unnötige Ballverluste zu verzeichnen gab. Derweil marschierten die „Knappen“ immer wieder gefährlich über die rechte Abwehrseite des VfL, wo Tony Jantschke so seine Probleme hatte. Oftmals musste sich der Youngster mit einem Foul weiterhelfen. Und sah für ein solches in Minute 28 die Gelbe Karte.

Mittlerweile hatte sich das Geschehen etwas beruhigt und beide Mannschaften bekämpften sich überwiegend im Mittelfeld. Torraumszenen waren demzufolge Mangelware. Bis acht Minuten vor dem Pausenpfiff. Da brachte Farfán einen Eckball auf den kurzen Pfosten, wo Höwedes den Ball aufs VfL-Tor köpfte, Bobadilla aber auf der Linie aufpasste und die Kugel aus der Gefahrenzone köpfte (37.).

Vier Minuten später tauchten die Borussen mal wieder gefährlich vor dem Schalker-Gehäuse auf. Reus brachte seinen Eckstoß auf Höhe des kurzen Pfostens, wo Mike Hanke lediglich an das Außennetz köpfte (41.). Nur kurze Zeit später tunnelte Reus Ex-Borusse Holtby und spielte weiter auf Arango, der Hanke bediente. Der Schuss des Angreifers segelte aber knapp übers Tor (43.).

So ging es nach 45 Minuten mit einem torlosen Remis in die Kabinen. In einer bis dato abwechslungsreichen Partie hatte der FC Schalke zwar optische Vorteile und ein Chancenplus, musste aber stets vor den schnell umschaltenden Borussen auf der Hut sein.

Zum zweiten Durchgang betraten beide Mannschaften unverändert das Spielfeld. Und die Hausherren kamen schwungvoller aus der Kabine und machten Druck, während sich der VfL um den eigenen Strafraum herum tummelte.

Die erste gefährliche Situation hatte die VfL-Defensive in Minute 51 zu klären. Da rauschte Raúl aus elf Metern heran und zog aus etwa elf Metern ab, doch Tony Jantschke blockte den Schuss mit dem Körper ab. Zwei Minuten später umkurvte Draxler Jantschke, doch ter Stegen war zur Stelle und machte im kurzen Eck die Tür zu (53.).

Noch stand also die Null. Und das auch bei den Hausherren, denn zunächst blockte Matip einen Schuss von Hanke zur Ecke, ehe Dante nach diese keinen Druck hinter seinen  Kopfball bekam und so Ralf Fährmann keine große Mühe bereitete (59.).

Auf der anderen Seite bekam der VfL einen weiten Einwurf von Fuchs nicht aus der Gefahrenzone. Doch der Schuss von Draxler konnte von den Borussen zur Ecke geblockt werden, die im Anschluss nichts einbrachte (62.).

Doch drei Minuten später mussten sich die Borussen geschlagen. Farfán flankte in den Strafraum, wo zuerst Papadopoulos und dann Huntelaar ein Kopfballduell gewannen. Im Anschluss gelang das Leder zu dem im Fünfmeterraum lauernden Raúl, der das Leder im dritten Anlauf an ter Stegen vorbei zum 1:0 für die Gastgeber über die Linie stocherte.

Die Borussen mussten nun mehr machen, wollte man weiterhin ungeschlagen bleiben. Lucien Favre reagierte und nahm den ersten Wechsel vor. Igor de Camargo kam für Bobadilla in die Partie (66.).

Gladbach versuchte jetzt mehr nach vorne zu machen und holte einen Eckball raus. Marco Reus bringt die Ecke an den ersten Pfosten an dem Hanke sich platziert hatte, Hanke köpfte den Ball in Richtung des Kastens aber Fährmann konnte mit einer Glanztat das Tor verhindern.

Zwei Minuten später zog Trainer Lucien Favre die nächste Offensiv-Alternative und brachte Matthew Leckie für Mike Hanke (73.). Und die Borussen marschierten nun zügiger und zielstrebiger nach vorne. In der 79. Minute machten sich Lecki und Reus auf, einen Konter einzuleiten, Reus legte von halblinks zurück auf den anstürmenden Nordtveit, der aus 20 Metern abzieht, jedoch konnte Schalkes Schlussmann Fährmann auch diese Aktion klären.

Die letzte Option zog Borussentrainer Favre mit der Einwechslung von Lukas Rupp, der für Havard Nordtveit ins Spiel kam (81.). In der Schlussphase legten die Borussen zwar noch einen Zahn zu und versuchten mit aller Macht, den Ausgleich zu erzielen, doch gelingen sollte dieser nicht.

So blieb es am Ende bei der knappen 1:0-Niederlage. Nach der Euphorie der letzten Wochen hat diese zwar mit der ersten Saisonniederlage einen leichten Dämpfer erlitten, jedoch lässt das eine Gegentor auf eine nach wie vor stabile Borussia schließen, so dass ein Einbruch nicht befürchtet werden muss bzw. sollte.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

FC Schalke 04: Fährmann - Uchida, Höwedes, Matip, Fuchs - Papadopoulos, Holtby (82. Höger) – Farfán (90. Baumjohann), Raúl, Draxler (86. Marcia) - Huntelaar

Weiter im Kader: Unnerstall (ETW), Sarpei, Jurado, Gavranović

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Dante, Daems – Nordtveit (81. Rupp), Neustädter - Reus, Arango - Bobadilla (66. de Camargo), Hanke (73. Leckie)

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Wendt, Herrmann, Marx

Tore: 1:0 Raúl (65.)

Gelbe Karten: Fuchs, Höwedes / Jantschke, Bobadilla

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)


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