Mit 1:0 gewann Borussia Mönchengladbach am Samstag gegen den 1.FC Kaiserslautern und setzt sich mit nunmehr zehn Punkten in der oberen Tabellenhälfte der Fußball-Bundesliga fest. Vor 52.083 Zuschauern im Borussia-Park sorgte Juan Arango mit seinem Tor für den verdienten Sieg des VfL.
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| Juan Arango sorgte mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg gegen den FCK. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
Borussias Trainer Lucien Favre konnte gegen die „Roten Teufel" erstmals in dieser Saison auf Martin Stranzl zurückgreifen, der nach überstandener Wadenverletzung wieder zur Verfügung stand.
Von Beginn an lief der Österreicher allerdings nicht auf, sondern wurde noch geschont und nahm als Option auf der Bank Platz.
Auf Marco Reus traf das nicht zu. Der Nationalspieler, der sich nahezu über die gesamte Länderspielpause mit einer Schambeinentzündung nebst Adduktorenproblemen rumgeschlagen hatte, gab nach dem Abschlusstraining am Freitag für einen Einsatz grünes Licht.
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Während Borussias Rakete also wie gewohnt im rechten Mittelfeld auflief, so nahm Lucien Favre eine Änderung in Borussias Offensive vor. Igor de Camargo, auf Schalke noch als Joker eingesetzt, stürmte an der Seite von Mike Hanke von Beginn an. Somit fand sich Raúl Bobadilla zunächst auf der Bank wieder.
Dort nahm etwas überraschend auch Håvard Nordtveit Platz. Thorben Marx erhielt den Vorzug vor dem Norweger und bildete mit Roman Neustädter die „Doppel-6". Ansonsten blieb die Formation im taktischen 4-4-2-System unverändert.
Auf Seiten der Pfälzer stand mit Ex-Borusse Oliver Kirch ein alter Bekannter in der Anfangself. Ein weiterer saß mit Olcay Şahan zunächst auf der Bank.
Bei tollstem Fußballwetter kamen die Borussen gut in die Partie und begannen schwungvoll. Und setzten dabei bereits nach wenigen Minuten erste Duftmarken. Erst setzte Juan Arango seinen Freistoß im zweiten Anlauf, Itay Shechter lief beim ersten Versuch zu früh aus der Mauer und erhielt dafür die gelbe Karte, aus etwa zwanzig Metern über das Gehäuse (03.), ehe der Abschluss von Igor de Camargo nach Zuspiel von Marco Reus zur ersten, aber nichts einbringenden Ecke geblockt wurde (04.).
Ein flotter Beginn der Borussen, die von Beginn an zeigten, wer Herr im Hause ist. So gehörte auch die nächste Gelegenheit dem VfL. Dabei scheiterte Reus nach tollem Pass von Mike Hanke am Lauterer Schlussmann Kevin Trapp (09.).
Und die „Fohlen" waren es, die auch weiterhin auf Trapp waren und nach vorne marschierten. Dabei kam ein Freistoß durch Reus allerdings zu unpräzise vor das Tor (14.). Nach einer Viertelstunde hatten die „Roten Teufel", bis dahin eher in Lauerstellung, dann die erste Gelegenheit. Doch diese führte in Form des ersten Eckstoßes nicht zum gewünschten Erfolg (15.).
Der FCK machte nun auch mit und drang immer öfters in die Hälfte der Gastgeber ein, in große Gefahr bringen konnten sie diese dabei allerdings nicht. Und das gerade auch deshalb, weil der VfL die Räume eng machte und zudem hoch verteidigte.
Auf der anderen Seite fanden die Borussen gegen gut verteidigende Pfälzer nun keine Lücken mehr und taten sich in der Folgezeit schwer. Hüben wir drüben brachten beide Teams zu diesem Zeitpunkt nichts Produktives zustande, sodass Torraumszenen überwiegend ausblieben.
Lediglich bei Eckstößen ergaben sich Einschussgelegenheiten, doch auf Seiten des FCK blieb der zweite Eckball ebenso wirkungslos (24.), wie die von Reus und Arango hereingebrachten Eckbälle zwei und drei des VfL (26., 27.).
Mit zunehmender Spieldauer verflachte die Partie und hatte nur noch einen Höhepunkt, für den die Hausherren sorgten. Thorben Marx fasste sich nach Doppelpass mit Mike Hanke aus etwa zwanzig Metern ein Herz, sein strammer Schuss flog jedoch links am Tor vorbei (33.).
Bis zum Halbzeitpfiff tat sich auf beiden Seiten nicht mehr viel, sodass es torlos in die Kabinen ging. Die Borussen starteten gut und standen hinten gewohnt sicher, konnten offensiv jedoch wenige Nadelstiche setzten und mussten sich deutlich steigern, um die drei Punkte zu behalten.
Zum zweiten Durchgang betraten beide Mannschaften unverändert das Spielfeld. Auch nach Wiederanpfiff ergriffen die Borussen zwar die Initiative, machten sich ihre vielversprechenden Angriffe aber auch mit unnötigen Ballverlusten zu Nichte.
Und auch bei den Abschlüssen fehlte es an Durchschlagskraft. Erst flog Mike Hankes Schuss aus etwa 25 Metern in den Rücken eines Lauterer Abwehrspielers (49.), ehe Juan Arango seinem Distanzschuss verhungern ließ (51.).
Die Borussen brauchten beim Spielaufbau einfach zu lange, agierten zu sehr durch die Mitte und hatten gegen die in der Defensive gut organisierten und kompakten „Roten Teufel" wenig Durchkommen. Doch achtzehn Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Borussen ein Loch in den Lauterer Beton gebohrt.
Endlich ging es mal über Außen. Roman Neustädter setzte auf rechts Tony Jantschke in Szene, der an der Seitenlinie marschiert und das Leder auf den zweiten Pfosten brachte. Dort fackelte Juan Arango freistehend nicht lange und versenkte die Kugel zur 1:0-Führung ins kurzen Eck (58.).
Zwei Minuten später nahm Lucien Favre den ersten Wechsel vor. Raúl Bobadilla kam für Mike Hanke in die Partie (60.). Und der Argentinier war noch nicht lange auf dem Platz, wie er zusah, als Marc-André ter Stegen die Führung mit einer Glanztat festhielt. Borussias Nummer eins war nach einem schönen Fallrückzieher von Christian Tiffert auf der Hut und fischte die Kugel aus dem Winkel (62.).
In der Folgezeit kontrollierte der VfL zwar das Geschehen, doch er müsste stets hellwach sein, denn Kaiserslautern zeigte sich ab und an mit gefährlichen Vorstößen. Die dickste Möglichkeit hatten aber die „Fohlen". Raúl Bobadilla tauchte im Strafraum völlig frei vor Schlussmann Trapp auf, setzte die Kugel aus kurzer Distanz aber neben das Gehäuse (74.), das hätte das 2:0 sein müssen.
Das erzielten die Borussen zwar nicht mehr, hatten aber im weiteren Verlauf soweit alles im Griff. Der VfL stand hinten kompakt, gab dem FCK dabei wenig Raum zur Entfaltung und ließ nichts mehr anbrennen - wenn auch mit großem Arbeitsaufwand.
So brachte der VfL das knappe 1:0 sowohl mit viel Arbeit als auch in der Schlussphase mit vereinten Kräften über die Zeit, durfte sich am Ende über den und unter dem Strich verdienten zweiten Saisonheimsieg freuen und rückt zudem vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz vor.
Und hat nun nach fünf Spieltagen mit zehn Punkten genauso viele auf der Habenseite, wie zur Winterpause der vergangenen Spielzeit. Ein ohne Zweifel gelungener Saisonstart, der zumindest aktuell auf eine entspanntere Hinrunde hoffen lässt...
Die Kurzstatistik zum Spiel:
Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Dante, Daems - Marx (75. Nordtveit), Neustädter - Reus (85. Herrmann), Arango - Hanke (60. Bobadilla), de Camargo
Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Stranzl, Wendt, Leckie
1.FC Kaiserslautern: Trapp - Dick, Amedick, Rodnei, Jessen - Petsos (71. Şahan) - Sukuta-Pasu (67. Walch), Tiffert, Kirch, Fortounis - Shechter
Weiter im Kader: Sippel (ETW), Abel, Bugera, De Wit, Vermouth
Tore: 1:0 Arango (58.)
Gelbe Karten: Dante, Nordtveit / Shechter, Amedick, Tiffert
Bes. Vorkommnisse: keine
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)






