Suchfunktion

facetwiet
Rss-Feed
HomeFohlenelfSpielberichteDämpfer im Breisgau - Borussia unterliegt Freiburg mit 0:1

Dämpfer im Breisgau - Borussia unterliegt Freiburg mit 0:1

8. Spieltag: SC Freiburg - Borussia Mönchengladbach 1:0 (1:0)

Mit 0:1 verlor Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag gegen den SC Freiburg und musste somit die erste Niederlage nach zuvor drei Siegen in Folge hinnehmen. Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Badenova-Stadion erzielte der Freiburger Johannes Flum bereits in der 19. Minute den Treffer des Tages.

favre_an_der_linie_1_10_09_11
Lucien Favre und der VfL erhielt in Freiburg den ersten Dämpfer. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre musste im Breisgau auf Joshua King (Rückenprobleme) und auf Mathew Leckie verzichten, der aufgrund eines Muskelfaserrisses nicht zur Verfügung stand und das voraussichtlich auch die nächsten zwei bis vier Wochen nicht tun wird.

Zudem musste der mitgereiste Filip Daems kurzfristig passen. Bei Borussias Kapitän hatte sich eine nicht ausgeheilte Wunde im rechten Unterschenkel infiziert, die mit Antibiotikum behandelt werden musste.

Während Martin Stranzl die Kapitänsbinde übernahm, so besetzte Oscar Wendt für den als Zuschauer auf der Bank sitzenden Belgier die rechte Abwehrseite und kam so zu seinem Saisondebüt.

Verwandte Themen:

» Favre: »Wir müssen nicht übertreiben«

» »Schauen weiter von Spiel zu Spiel«

Dies sollte die einzige Änderung in der Startelf im Vergleich zur Vorwoche bleiben, da sowohl Thorben Marx als auch Roman Neustädter nach ihren überstandenen Blessuren mitwirken konnten. Neu im Aufgebot war hingegen Lukas Rupp.

Bei traumhaften äußerlichen Bedingungen waren es die Hausherren, die mutig und schwungvoll in die Partie gingen. Und bereits nach 98 Sekunden die erste Duftmarke setzten. Nach Zuspiel von Papiss Demba Cissé war es Johannes Flum, der aus etwa zwanzig Metern abzog, Marc-André ter Stegen aber vor keine schwere Aufgabe stellte (02.).

Freiburg gewann zwar in der Folgezeit die entscheidenden Zweikämpfe, konnte aus dem daraus resultierenden Ballbesitz im Offensivspiel aber nichts machen. Für den VfL setzte Marco Reus den ersten Nadelstich. Der Nationalspieler zog nach Freistoß von Arango im Strafraum aus halblinker Position ab, wurde allerdings abgeblockt.

Die anschließende Ecke brachte zwar nichts ein, hatte jedoch eine knifflige Situation im Anschluss. Tony Jantschke wurde bei seinem Flankenversuch von Cissé am langen Pfosten derart ungestüm zu Fall gebracht, sodass es hier gut und gerne Elfmeter für den VfL hätte geben können, wenn nicht gar müssen (10.).

In der Folgezeit spielte sich das Geschehen eher im Mittelfeld der Partie ab. Und wie aus heiterem Himmel brachte sich der Sportclub nach neunzehn Minuten mit 1:0 in Front. Julian Schuster legte im Strafraum ab zu Flum, der ungehindert abzog. Thorben Marx war noch mit dem Fuß dazwischen und ließ so Marc-André ter Stegen, der erstmals nach 315 Minuten wieder hinter sich greifen musste, keine Abwehrchance.

Fünf Minuten später brachte Borussias Schlussmann den Schuss von Yacine Abdessaki erst im Nachfassen unter Kontrolle (25.). Die Borussen kamen weiter wenig an die zweiten Bälle, gelangten nicht in die Schnittstellen und hatten so auch nach dem Rückstand wenig Zugriff auf das Spiel. Und das gerade deshalb, weil gerade auch Neustädter und Marx im Mittelfeld keine Spielkontrolle bekamen.

Offensiv tat sich der VfL enorm schwer, die dicht gestaffelten Freiburger in Verlegenheit zu bringen, und kam so lediglich zu Halbchancen. So auch nach gut einer halben Stunde. Nach Zuspiel von Juan Arango zog Igor de Camargo aus etwa 22 Metern ab, setzte die Kugel aber weit neben das Tor (32.). Acht Minuten später war es Unglücksrabe Thorben Marx, der aus 25 Metern zentral trocken abzog, jedoch in SC-Schlussmann Oliver Baumann seinen Meister fand (40.).

So ging es mit einer 1:0-Führung für die Hausherren in die Kabine. Bei den Borussen sorgte allen voran Marco Reus in des Gegners Hälfte immer wieder für Unruhe, etwas Zählbares sprang dabei dennoch nicht heraus.

Während SC-Trainer Marcus Sorg einen verletzungsbedingten Wechsel vornahm, so schickte Lucien Favre seine Mannschaft unverändert auf das Spielfeld. Die erste gute Möglichkeit des zweiten Durchgangs hatten die Borussen. Nach schöner Kombination mit de Camargo kam Reus an der Strafraumgrenze frei zum Schuss, doch dem Nationalspieler flog der Ball vom Schlappen, sodass der Schuss verpuffte (47.).

Sechs Minuten später war VfL-Schlussmann ter Stegen mit einer riesen Rettungstat zur Stelle. Der 19-Jährige klärte nach Freistoß von Schuster den Kopfball von Butscher mit einem starken Reflex (53.).

Während Freiburg zu dieser Phase im eigenen Stadion zu kontern versuchte, so bemühten sich die Borussen zwar nun, den Ausgleich zu erzielen und waren dominant, fanden dabei aber wenig Mittel, die Gastgeber unter Druck zu setzten.

Und auch vorne mangelte es an Durchschlagskraft, weshalb Lucien Favre nach gut einer Stunde reagierte und den ersten Wechsel vornahm. Raúl Bobadilla kam für Mike Hanke in die Partie (62.). Drei Minuten später blieb ein weiterer Eckball des VfL ohne Wirkung (65.).

Die letzten zwanzig Minuten waren angebrochen und die Borussen wehrten sich weiter gegen die drohende Niederlage, ließen bei den Angriffsbemühungen aber die notwenige Präzision vermissen. So auch Bobadilla, der am Strafraum zu lange zögerte und so mit seinem Schuss aus halbrechter Position scheiterte (69.). Und auch de Camargo konnte die Kugel mit seinem Schuss aus fünfzehn Metern nicht in den Maschen unterbringen (73.).

Das hätte allerdings Dante nach einer Ecke von Arango machen können, doch Torhüter Baumann auf dem Posten und kratzte die Kugel mit einer starken Parade von der Linie (75.). Borussia hatte im zweiten Durchgang deutlich mehr vom Spiel und zeigte sich gerade am Strafraum energischer, im Abschluss fehlte allerdings das letzte Quäntchen Glück und Durchschlagskraft.

Zudem stand auf Seiten der Breisgauer ein starker Schlussmann zwischen den Pfosten, der in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz gegen Marco Reus klärte. So blieb es am Ende bei der ersten Niederlage nach zuvor drei gewonnen Spiele in Folge.

Ein Beinbruch ist diese unter dem Strich unnötige Niederlage sicherlich nicht, sie zeigt aber eben auch, dass es bei den Borussen allen voran noch in der Offensive hapert und dass sie eben noch kein Spitzenteam sind...

Die Kurzstatistik zum Spiel:

SC Freiburg: Baumann - Mujdža, Barth (46. Butscher) Krmaš, Bastians (81. Nicu) - Schuster, Flum - Abdessaki (90+2 Caligiuri) , Makiadi, Putsila - Cissé

Weiter im Kader: Batz (ETW), Höhn, Brandstetter, Jendrišek

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke (82. Herrmann), Stranzl, Dante, Wendt - Marx (69. Nordtveit), Neustädter - Reus, Arango - Hanke (62. Bobadilla), de Camargo

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Brouwers, Rupp, Zimmermann

Tore: 1:0 Flum (19.)

Gelbe Karten: Krmaš, Flum / Marx, Bobadilla

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)


letzte Foren-Beiträge