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2:2 - Punkteteilung gegen Leverkusen

9. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 2:2 (0:1)

Mit einem 2:2-Unentschieden trennte sich Borussia Mönchengladbach mit einem Mann mehr am Samstagnachmittag von Bayer Leverkusen und rangiert weiter auf dem zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Vor 52.858 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Marco Reus und Patrick Herrmann die Tore für den VfL.

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Patrick Herrmann erzielte das 2:1 für den VfL, am Ende hieß es 2:2. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre musste gegen die Werkself neben Mathew Leckie auch auf Igor de Camargo verzichten, der sich unter der Woche im Training bei der belgischen Nationalmannschaft einen Teilabriss des Innenbades im linken Knie zugezogen hatte und demzufolge für mehrere Wochen ausfällt.

Für den Brasilianer mit belgischem Pass rückte jedoch nicht wie nahezu erwartet, Raúl Bobadilla in die Startformation, sondern Marco Reus besetzte die Position in der Offensive und stürmte an der Seite von Mike Hanke.

Stattdessen besetzte Patrick Herrmann, unter der Woche zweifacher Torschütze für die U20-Nationalmannschaft, die rechte Mittelfeldseite.

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Auf der anderen Seite kehrte Filip Daems in die erste Elf und auf die linke Abwehrseite zurück. Für den Kapitän musste Oscar Wendt weichen, der gegen Freiburg sein Bundesligadebüt gegeben hatte.

Und auch Juan Arango kehrte rechtzeitig von seiner Länderspielreise aus Venezuela zurück und stand von Beginn an auf dem Feld. Das tat auch mal wieder Håvard Nordtveit, der im defensiven Mittelfeld den Vorzug vor Thorben Marx erhielt. Zudem waren Yuki Otsu und Joshua King neu im Aufgebot.

Bei traumhaften äußerlichen Bedingungen hatten die Gäste aus Leverkusen die erste Gelegenheit zu verzeichnen. Die brachte in Form des ersten Eckstoßes jedoch nichts ein (02.). Im Gegenzug setzte Juan Arango mit einem schönen Steilpass Marco Reus in Szene, der den Ball am Strafraum annahm und alleine auf Bernd Leno zulief. Doch der Bayer-Schlussmann war zur Stelle (03.). Nach dieser Abwehraktion musste der Keeper zwar einige Minuten behandelt werden, konnte aber weiter machen.

Drei Minuten später sah der Schlussmann, wie seine Mitspieler die nächste Möglichkeit verbuchen konnten. Doch auch diese führte nach dem zweiten Eckstoß nicht zum gewünschten Erfolg (06.). In der Folgezeit spielte sich das Geschehen überwiegend zwischen beiden Strafräumen ab. Und das gerade deshalb, weil beide Abwehrreihen die Lage im Griff hatten und nichts anbrennen ließen. Torraumszenen und Höhepunkte waren aufgrund dessen nach einer Viertelstunde Fehlanzeige.

Doch wie aus heiterem Himmel brachte sich die Werkself fünf Minuten später mit 1:0 in Front. Zunächst war Marc-André ter Stegen mit einem starken Reflex gegen Sidney Sam im Strafraum zur Stelle, ehe Borussias Schlussmann nach dem anschließenden Eckball machtlos war. Michael Ballack verlängerte die Ecke mit Kopf auf Stefan Reinartz, der am langen Pfosten keine Mühe hatte, die Kugel über die Linie zu drücken (20.).

Die Borussen wirkten ob des sich zuvor nicht zwingend herauskristallisierenden Rückstands geschockt, versuchten dennoch etwas offensiver zu werden. Nadelstiche sollten bei den Bemühungen aber auch deshalb nicht herausspringen, weil die Bayer-Defensive nach wie vor stabil stand und weil Marco Reus nicht wie gewohnt dynamisch auftrat.

Daran hatte sich auch nach einer halben Stunde nichts geändert. Der VfL fand nach wie vor keine spielerischen Mittel, um die Gäste ernsthaft in Gefahr zu bringen. Das gelang auch nicht mit dem ersten Eckstoß von Marco Reus, der wirkungslos verpuffte (35.). Nicht mal eine Minute später hätte es jedoch klingen können, doch Mike Hanke zimmerte das Leder aus kurzer Distanz und spitzem Winkel lediglich an das Lattenkreuz (36.).

Der VfL erhielt nun Oberwasser und kreierte weitere Möglichkeiten. Zunächst zeigte sich Juan Arango etwas zu mannschaftsdienlich und vergab so eine gute Möglichkeit im Strafraum (38.), ehe sich Marco Reus zwei Minuten später irgendwie durchwurschtelte, die Kugel aber knapp neben das Tor setzte (40.).

Die Borussen waren nun am Drücker, legten einen Zahn zu und drängten auf den längst verdienten Ausgleich. Für diesen hätte auch Patrick Herrmann sorgen können, doch der Youngster fand seinen Meister in Bayer-Schlussmann Leno (44.).

So ging es mit einer knappen 0:1-Rückstand in die Kabine, der aber alles andere als verdient war. Denn gerade in den letzten zehn Minuten drehten die Borussen auf und hatten ein deutliches Chancenplus, versäumten es jedoch daraus Kapital zu schlagen.

Zum zweiten Durchgang betraten beide Mannschaften unverändert das Spielfeld. Und wieder war es Marco Reus, der kurz nach Wiederanpfiff für den Ausgleich hätte sorgen können, ja wenn nicht müssen. Der Nationalspieler lief alleine auf Leno zu, brachte das Leder aber nicht am Bayer-Keeper vorbei (47.). Auch die nächste dicke Möglichkeit gehörte den Borussen. Mike Hanke setzte sich auf der linken Seite durch, setzte das Leder jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei (57.).

Unfassbar, was die Borussen und allen voran Marco Reus für dicke Möglichkeiten auf der Strecke ließen. Doch die Borussen steckten nicht auf, waren nun klar die spielbestimmende Mannschaft und marschierten weiter nach vorne. Und belohnten sich dann auch endlich mit dem längst überfälligen und hochverdienten Ausgleich - ‚ausgrechnet' durch Marco Reus....

Nach Zuspiel von Hanke umkurvte Reus Bayer-Schlussmann Leno und schob aus kurzer Distanz zum umjubelten 1:1-Ausgleich ein (65.). Drei Minuten später kassierte Gonzalo nach vermutlicher Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte (68.).

Während Lucien Favre eine Minute später den ersten Wechsel vornahm, Thorben Marx kam für Håvard Nordtveit (69.), so wollte der VfL nun mehr. Mit einem Mann mehr und mit dem verdienten Ausgleich marschierten die „Fohlen" weiter nach vorne und erspielten sich weitere Möglichkeiten.

Und brachten sich nur sieben Minuten nach dem Ausgleich mit 2:1 in Führung. Patrick Herrmann, von Juan Arango mit einem wunderbaren Steilpass in Szene gesetzt, lief von der eigenen Hälfte aus in den auf Bernd Leno zu und überwand den Schlussmann mit einem sehenswerten Heber aus dem Fußgelenk (72.). Zwei Minuten später war für den Torschützen der Arbeitstag beendet. Raúl Bobadilla kam in die Partie (74.).

In der Folgezeit hatten die Borussen das Geschehen eigentlich weitestgehend im Griff, ließen die Gäste wenig ins Spiel kommen und zogen sich weit zurück, mussten dennoch drei Minuten vor dem Schlusspfiff den Ausgleich hinnehmen.

Michal Kadlec legte auf der linken Seite ab zu Andre Schürrle, der mit hohem Tempo nach innen zog und die Kugel von der Strafraumgrenze mit einem strammen Schuss unhaltbar für ter Stegen zum 2:2-Ausgleich in den Winkel hämmerte (87.).

Ein bitterer Ausgleich für die Borussen, den erneut Marco Reus in der Nachspielzeit in eine Führung hätte ummünzen können, doch die 'Rakete' scheiterte abermals am straken Bernd Leno. Das war der Schlusspunkt unter einer Partie, die die Borussen klar dominierten, eine Vielzahl von Chancen hatten und so unter dem Strich gefühlte zwei Punkte zu wenig auf dem Konto haben.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Neustädter, Nordtveit (69. Marx) - Herrmann (74. Bobadilla), Arango - Reus, Hanke

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Brouwers, Wendt, King, Otsu

Bayer Leverkusen: Leno - Castro, Schwaab, Reinartz, Kadlec - L. Bender, Balitsch - Sam (68. Derdiyok), Ballack (61. Rolfes), Schürrle - Kießling

Weiter im Kader: Yelldell (ETW), Friedrich, Bellarabi, da Costa, Jörgensen

Tore: 0:1 Reinartz (20.), 1:1 Reus (65.), 2:1 Herrmann (72.), 2:2 Schürrle (87.)

Gelbe Karten: Arango, Stranzl / Reinartz, Ballack, Balitsch, Kießling

Rote Karte: Castro (68., Schiedsrichterbeleidigung)

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)


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