Suchfunktion

facetwiet
Rss-Feed
HomeFohlenelfSpielberichte0:1-Niederlage in Hoffenheim

0:1-Niederlage in Hoffenheim

10. Spieltag: TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach 1:0 (0:0)

Es bleibt dabei: Borussia Mönchengladbach kann im Kraichgau nicht gewinnen. Mit 1:0 unterlag der VfL am Samstagnachmittag bei der TSG 1899 Hoffenheim und musste so die dritte Saisonniederlage hinnehmen. Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena erzielte Vedad Ibišević für die Gastgeber den Treffer des Tages.

ter_stegen_17_10_11_1
Musste einmal hinter sich greifen: Marc-André ter Stegen. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre musste in Hoffenheim auf zwei seiner Offensivkräfte verzichten. Igor de Camargo (Teilabriss des Innenbandes) und Raúl Bobadilla Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) mussten passen, während für Mathew Leckie ein Einsatz nach seinem überstandenden Muskelfaserriss im Oberschenkel noch zu früh kam.

Weiter musste Filip Daems kurzfristig passen. Der Belgier hütete mit einer Grippe das Bett und machte so die Reise in den Kraichgau erst gar nicht mit.

Während stattdessen Matthias Zimmermann im Aufgebot stand und Martin Stranzl die Kapitänsbinde übernahm, so rückte Oscar Wendt auf die linke Abwehrseite. Ansonsten blieb die Startelf im Vergleich zur Vorwoche im gewohnten 4-4-2-System unverändert.

Bei tollstem Fußballwetter setzten die Borussen die ersten Nadelstiche. Zunächst zog Marco Reus aus zwanzig Metern ab und setzte das Leder links neben das Tor (02.), ehe Juan Arango nach Zuspiel von Roman Neustädter aus halblinker Position neben das Tor schoss (03.).

In der Folgezeit versuchten beide Mannschaften zwar den Gegner unter Druck zu setzten, blieben bei den Bemühungen jedoch ohne Durchschlagskraft. Und der TSG, die etwas mehr für das Spiel tat, gelang das gerade auch deshalb nicht, weil die Borussen wie gewohnt sicher standen und zudem die Zweikämpfe aggressiv angingen.

So konnten auch die beiden ersten Eckstöße der Gastgeber für keine große Gefahr sorgen (08., 15.). Zwei Minuten später war Marc-André ter Stegen zur Stelle und klärte gegen Ryan Babel (17.). Hoffenheim, nun mit mehr Ballbesitz ausgestattet, schaffte es nun mehr und mehr, Lücken zu reißen. Und das vor allen Dingen über die Gladbacher rechte Seite, wo Tony Jantschke gerade mit dem schnellen Babel so seine Probleme hatte.

Doch auch nach einer halben Stunde stand auf beiden Seiten weiterhin die Null. Und das auch deshalb, weil beide Mannschaften gut verteidigten und wenig zuließen. So blieben sowohl Torraumszenen als auch zwingende Möglichkeiten Fehlanzeige. Bis zur 34. Minute. Da bediente Firminio Vedad Ibišević, der alleine auf ter Stegen zu lief, aber gegen den VfL-Schlussmann im Fünfmeterraum den Kürzeren zog.

Und da auch der erste Eckstoß für die Borussen von Juan Arango verpuffte (41.), ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen. In einer über weite Strecken zerfahrenen ersten Hälfte hatte die defensiv gut sortierte Borussia offensiv bis auf die Abschlüsse von Reus und Arango wenig zu bieten.

Zum zweiten Durchgang betraten beide Mannschaften unverändert das Spielfeld. Und es dauerte gerade einmal 45 Sekunden, da hatten die Borussen die erste Chance. Oscar Wendt marschierte auf der linken Seite und in die Mitte passte. Dort kam Patrick Herrmann an den Ball, hatte aber gegen TSG-Schlussmann Daniel Haas das Nachsehen (46.).

Auf der Gegenseite war ter Stegen nach dem Kopfball von Firmino aus spitzem winkel zur Stelle (47.). Sechs Minuten später verfehlte Gylfi Sigurdsson das Ziel mit seinem Schuss aus 25 Metern um einige Meter (53.).

Doch wenige Minuten später zappelte das Leder erstmalig im Netz der Borussen. Nach einem Angriff über die linke Seite rutschte Johnson im Strafraum zunächst über den Ball, avancierte so aber zum Vorlagengeber für Ibišević, der das Leder unbedrängt zur 1:0-Führung für die Gastgeber in die Maschen bugsierte (57.).

In dieser Szene zog sich ter Stegen eine Blessur am linken Bein zu, konnte aber nach kurzer Behandlung weiter machen. Die Borussen waren indes nun gefordert. Und taten in der Folgezeit auch mehr. Bei den Bemühungen führten aber diverse Freistöße (62., 64.) und die zweite Ecke nicht zum gewünschten Erfolg (65.).

So richtig umlegen konnte der VfL den Schalter aber noch nicht. Offensiv hatten die Gäste vom Niederrhein allerdings nur wenig zündelnde Ideen und traten demzufolge im Strafraum der TSG nur selten in Erscheinung.

Lucien Favre reagierte und nahm eine knappe Viertelstunde vor Schluss einen Doppelwechsel vor. Joshua King und Thorben Marx kamen für Patrick Herrmann Håvard Nordtveit (76.). Während sich King nach vorne orientierte, so wechselte Reus auf die rechte Seite. Sieben Minuten später betrat Yuki Otsu für Mike Hanke das Spielfeld (83.).

Doch auch diese Maßnahmen sollten nicht fruchten. Weiterhin fanden die Borussen offensiv keine Ideen, um Hoffenheim in Gefahr zu bringen. An diesem Nachmittag lag es zudem mal nicht an der mangelnden Chancenverwertung sondern vor allen Dingen daran, dass man sich zu wenige bis gar keine zwingenden herausspielte.

Das hatte auch bis zum Schlusspfiff bestand und so blieb es am Ende bei der knappen ,aber auch unnötigen 0:1-Niederlage, bei der die Borussen insgesamt zu hektisch agierten, zu viele unnötige Ballverluste hatten und beim bis dato sehr guten Offensivspiel an diesem Nachmittag so ziemlich alles vermissen ließen.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

TSG 1899 Hoffenheim: Haas - Beck, Vorsah, Compper, Braafheid - Johnson (67. Musona), Williams - Babel, Roberto Firmino (77. Obasi), Sigurdsson - Ibišević (88. Vestergaard)

Weiter im Kader: Casteels (ETW), Ibtersberger, Kaiser, Mlapa

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Wendt - Neustädter, Nordtveit (76. Marx) - Herrmann (76. King), Arango - Reus, Hanke (83. Otsu)

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Brouwers, Zimmermann, Rupp

Tore: 1:0 Ibišević (57.)

Gelbe Karten: Beck / Stranzl, Jantschke, Dante

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Christian Dingert (Thallichtenberg)


letzte Foren-Beiträge