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Sieg! Doppelpack von Reus beschert drei Punkte gegen Hannover

11. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Hannover 96 2:1 (1:1)

Dank des Doppelpacks von Marco Reus gewann Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag mit 2:1 gegen Hannover 96, konnte somit den ersten Dreier nach zuvor drei sieglosen Spielen einfahren und den Anschluss an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga halten.

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Sorgte für den Sieg gegen Hannover: Doppeltorschütze Marco Reus. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre musste gegen die Niedersachen lediglich auf Igor de Camargo, den nach wie vor ein Teilabriss des Innenbands außer Gefecht setzt, verzichten.

Dagegen stand mit Raúl Bobadilla, der seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert hat, wieder eine Offensivkraft zur Verfügung. Und auch Marco Reus und Patrick Herrmann hatten ihre aus dem Pokalspiel davongetragenen leichten Blessuren überwunden und konnten wie gewohnt mitwirken.

Das traf auch auf Tony Jantschke zu. Der 21-Jährige, in Heidenheim noch geschont, kam wieder in die Startelf und besetzte wie gewohnt die rechte Abwehrseite, während Martin Stranzl wieder in die Innenvereidigung rückte.

Demzufolge musste Roel Brouwers seinen Platz wieder räumen.

Und das musste auch Thorben Marx wieder, der im defensiven Mittelfeld durch Håvard Nordtveit ersetzt wurde. Ansonsten blieb die Startformation gegenüber dem Pokalspiel im gewohnten 4-4-2-System unverändert.

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Auf Seiten der Niedersachen stand mit Jan Schlaudraff ein Ex-Borusse in der Startformation.

Die Borussen starteten engagiert in die Partie und suchten den Zug vor das Tor. Zwingende Möglichkeiten sollten bei den Bemühungen jedoch zunächst nicht gelingen. Den ersten guten Nadelstich setzte Patrick Herrmann, der nach Steilpass von Marco Reus auf der rechten Seite in den Strafraum eindrang, die Kugel jedoch neben das Tor setzte (05.).

Auch in der Folgezeit kontrollierte der VfL das Geschehen, ließ den Europa League-Teilnehmer kaum zum Zuge kommen und setzte weitere Nadelstiche. So auch nach gut zehn Minuten, als der durch Juan Arango hereingebrachte erste Eckstoß von links nichts einbrachte (11.).

Vier Minuten später zirkelte Arango einen Freistoß aus etwa zwanzig Metern direkt auf das Tor, Ron-Robert Zieler war auf der Hut und lenkte das Spielgerät über die Querlatte (15.). Die anschließende Ecke, erneut ausgeführt von Arango, brachte diesmal von rechts nichts ein (16.).

Kurze Zeit später die erste Möglichkeit für die Niedersachen. Doch die VfL-Abwehr hatte bei der ersten Ecke für 96 keine große Mühe (17.). Zwei Minuten später die bis dato erste dicke Gelegenheit des Spiels. Nach perfekt getimtem Querpass von Jan Schlaudraff war es Christian Pander, der aus kurzer Distanz abzog, das Leder aber neben das Tor setzte (19.).

Und zwei Minuten später durften die Borussen jubeln. Nach klasse Zuspiel in den Lauf war es Marco Reus, der Emanuel Pogatetz im Strafraum aussteigen ließ und ins kurze rechte untere Eck zum 1:0 für den VfL einnetzte (21.).

Eine durchaus verdiente Führung, die jedoch nicht lange Bestand haben sollte. Fünf Minuten später war es Pogatetz, der nach Freistoß von Pander im Strafraum lauerte, das Zögern von Marc-André ter Stegen ausnutzte und aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich einköpfte (26.).

Doch trotz des Ausgleiches ließen sich die Borussen nicht beirren, sondern blieben marschierten weiter nach vorne. Dabei brachte der bist dato dritte Eckball ebenso nichts ein (31.), wie der abgefälschte Schuss von Mike (33.). Zwei Minuten später zirkelte Arango einen Freistoß an der Mauer vorbei, doch das Leder strich knapp am rechten Pfosten vorbei (35.).

Und da auch die vierte Ecke, von rechts ausgeführt durch Reus (41.) ebenso wenig einbrachte, wie der fünfte Eckstoß (44.), ging es mit einem 1:1-Remis zum Pausentee. Doch zuvor musste Lucien Favre den ersten Wechsel vornehmen. Martin Stranzl ging angeschlagen vom Platz, Roel Brouwers kam in die Partie (44.).

Gladbach dominierte das Spielgeschehen und erspielte sich die klareren Chancen, konnte jedoch lediglich eine im Tor unterbringen. Dass es dennoch Unentschieden stand, war zudem der Kaltschnäuzigkeit von Hannover und dem Zögern von ter Stegen geschuldet.

Zum zweiten Durchgang betraten beide Mannschaften unverändert das Spielfeld. Und nun waren es die Gäste, die den ersten Nadelstich setzten. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es Pander, der einen Freistoß aus dem Halbfeld in Strafraum zirkelte. Dort sprang das Spielgerät noch einmal kurz vor ter Stegen auf, doch der VfL-Schlussmann klärte mit einem klasse Reflex zum zweiten Eckstoß für 96. Dieser brachte im Anschluss nichts ein (47.).

Drei Minuten später durften die Borussen ein zweites Mal jubeln. Und das Dank des stark aufspielenden Marco Reus. Nach tollen Zuspiel von Juan Arango zog die ‚Rakete' von links nach innen, ließ Haggui stehen und netzte aus sechzehn Metern zur 2:1-Führung für den VfL ein (50.).

Fünf Minuten später zappelte der Ball zwar im Netz der Borussen, doch der Treffer von Schmiedebach fand keine Anerkennung, da der abfälschende Abdellaoue klar im Abseits stand (55.). Zwei Minuten später die nächste Chance für die Niedersachsen. Schmiedebach setzte Pander mit einem öffnenden Ball von der Strafraumgrenze in Szene. Der Ex-Schalker spielte von links direkt flach in die Mitte, doch in höchster Not war Brouwers vor dem einschussbereiten Ya Konan zur Stelle (57.).

Hannover 96 machte nun Druck und spielte in der Folgezeit mit deutlich mehr Zug vor das Tor. Aufgrund dessen nahm der Zug auf die VfL-Defensive zwar zu, großen Gefahren wurden sie allerdings nicht ausgesetzt. Bis zur 67. Minute. Das klärte Filip Daems vor dem einschussbereiten Ya Konan. Zwei Minuten später wurde Abdellaoue im Strafraum bedient, setzte seinen Schuss aber über den Kasten (69.).

In der gleichen Minute musste Lucien Favre den zweiten verletzungsbedingten Wechsel vornehmen. Für den angeschlagenen Roman Neustädter betrat Thorben Marx das Spielfeld. In der Folgezeit blieben die „Fohlen" am Drücker, spielten ihre guten Kontermöglichkeiten aber zu selten aus.

Und das auch eine gute Viertelstunde vor Schluss, als sich Herrmann das Leder nach Zuspiel von Reus im Strafraum zu weit vorlegte (76.). Kurze Zeit später versuchte es Hanke mit einem Heber, zielte aber weit über das Gehäuse der Gäste (77.). Das traf auch auf Reus zu, der die Kugel nach einem Konter weit über den Kasten bugsierte (78.).

Mittlerweile waren die letzten zehn Minuten angebrochen und das Spiel stand gerade aufgrund des knappen Spielstands auf des Messers Schneide. Hannover drängte auf den Ausgleich auf befand sich überwiegend im Vorwärtsgang, doch die Borussen kämpften, wehrten sich mit vereinten Kräften und hielten am Ende den 2:1-Sieg fest. Borussia ist wieder in der Spur und bleibt mit nunmehr 20 Punkten oben dran...

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl (44. Brouwers), Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter (69. Marx) - Herrmann, Arango - Reus, Hanke (82. Bobadilla)

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Wendt, Otsu, King

Hannover 96: Zieler - Chahed, Haggui, Pogatetz, Schulz (87. Eggimann) - Schmiedebach, Lala (56. Ya Konan) - Stindl, Pander (69. Rausch) - Schlaudraff, Abdellaoue

Weiter im Kader: Radlinger (ETW), Eggimann, Royer, Stoppelkamp, Avevor

Tore: 1:0 Reus (21.), 1:1 Pogatetz (26.), 2:1 Reus (50.)

Gelbe Karten: - / Schmiedebach, Ya Konan, Stindl

Bes. Vorkommnisse: keine

Zuschauer: 51.036 (Borussia-Park)

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)


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