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2:1! Borussia siegt auf dem Betzenberg

22. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - Borussia Mönchengladbach 1:2 (0:2)

Borussia Mönchengladbach war auch am Betzenberg nicht zu stoppen. Dank der Tore von Patrick Herrmann und Juan Arango gewann der VfL vor 46.000 Zuschauern auf dem Betzenberg gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 2:1 und schob sich vorrübergehend auf den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga vor.

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Brachte den VfL in Front - Patrick Herrmann. Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de

Borussias Trainer Lucien Favre konnte in der Pfalz zwar auf Marco Reus, den unter der Woche Adduktorenprobleme zu schaffen machten, zurückgreifen, musste stattdessen jedoch auf Mike Hanke verzichten. Der Angreifer, der zuhause mit einem grippalen Infekts das Bett hütete, wurde in der Offensive durch Igor de Camargo ersetzt.

Erneut nicht zur Verfügung stand Martin Stranzl, der sich unter der Woche einen Kapselriss im Sprunggelenk zugezogen hatte. Wie auch schon in Wolfsburg, beim Pokalspiel in Berlin und gegen Schalke wurde der Österreicher in der Innenverteidigung durch Roel Brouwers vertreten.

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Passen musste zudem auch Thorben Marx. Bei dem 30-Jährigen machte eine Innenbanddehnung einen Einsatz unmöglich. Im Vergleich zum Sieg gegen Schalke neu im Aufgebot standen Yuki Otsu und Tolga Cigerci. Dagegen verfolgte Julian Korb, als 19. Spieler mitgefahren, das Geschehen von der Tribüne aus.

Auf Seiten der Gastgeber stand mit Ex-Borusse Olcay Şahan ein alter Bekannter von Beginn an auf dem Spielfeld. Ein weiterer saß mit Oliver Kirch zunächst auf der Bank.

Nach ruhigen ersten Minuten war den Borussen die erste gute Gelegenheit vorbehalten. Håvard Nordtveit brachte einen weiten Einwurf in den Strafraum, Igor de Camargo verlängerte per Kopf und Juan Arango nahm den Ball volley, doch die Kugel flog nur wenige Meter über die Querlatte (04.).

Vier Minuten später setze der FCK den ersten Nadelstich. Świerczok probierte es aus zwanzig Metern, drosch die Kugel aber links am Tor vorbei (08.). Und eine Minute später rappelte es in der Kiste - allerdings in der der Pfälzer! Nach einem Ballgewinn schalteten die Borussen blitzschnell um und setzten zu einem ihrer gefürchteten Konter an. Igor de Camargo spielte mit einem tödlichen Pass in die Nahtstelle der Viererkette und setzte Patrick Herrmann mustergültig in Szene, der Jessen stehen ließ und zur 1:0-Führung für den VfL vollendete (09.).

Drei Minuten später hätten die „Roten Teufel" die Antwort geben können, doch de Witt donnerte einen Freistoß aus etwa 22 Metern lediglich an das Gebälk (12.). Auf der anderen Seite zeigten sich die Borussen effizient und bauten ihre Führung mit einem Traumtor aus. Marco Reus bediente Juan Arango auf der linken Seite mit einem Traumpass. Der Venezolaner guckte kurz FCK-Keeper Trapp aus und beförderte den Ball mit einem genialen Schlenzer zum 2:0 in die Maschen (14.).

So hatte der VfL nach einer Viertelstunde bereits einen komfortablen Vorsprung und hatte in der Folgezeit wenig Mühe, den Zwei-Tore-Vorsprung zu verteidigen. Während es beim angezählten FCK offensiv an Impulsen und Ideen mangelte, so hatten die Borussen das Geschehen im Griff und tankten sich das ein und andere Mal gefällig nach vorne. Zwingende Tormöglichkeiten und Höhepunkte gab es bis zum Pausenpfiff aber nicht mehr.

Einziger Aufreger, für den VfL aus negativer Hinsicht, war die Verletzung von Patrick Herrmann. Der Führungs-Torschütze musste nach einem Fall auf die Schulter mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden und wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Für Borussias Flügelflitzer kam Mathew Leckie in die Partie (38.). Aufgrund dessen besetzte Reus die rechte Mittelfeldseite, Leckie und de Camargo bildeten das Offensiv-Duo.

So ging es für die Borussen nach 45 Minuten mit einem komfortablen und verdienten Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine. Die Fohlen galoppierten nach Ballbesitz gewohnt blitzschnell nach vorne und nutzen ihren Chancen eiskalt.

Während Marco Kurz zum zweiten Durchgang zwei Wechsel vornahm, so schickte Lucien Favre seine Mannschaft unverändert auf das Spielfeld. Und die zweite Hälfte war gerade einmal drei Minuten alt, da lag mit Nordtveit der nächste Borusse verletzt am Boden. Doch der Norweger konnte nach kurzer Behandlung weiter machen (48.).

In Minute 53 hatte die Favre-Truppe die erste gute Möglichkeit. Arango flankte von links auf de Camargo, dessen schwacher Kopfball das Ziel aber verfehlte. Eine Minute später kam Roel Brouwers nach einer Freistoßflanke von Reus am zweiten Pfosten nicht richtig an das Spielgerät (54.).

Die Borussen ließen den FCK ob des vermeintlich beruhigenden Vorsprungs in den Folgeminuten zu viel Platz und bekamen dafür nach etwas über einer Stunde die Quittung. Jessen bekam den Ball auf der linken Seite, zögerte keine Sekunde und schoss das Spielgerät per Dropkick zum 1:2-Anschlusstreffer in den rechten Winkel (63.). Ein zauberhaftes Tor, bei dem Marc-André ter Stegen ohne Abwehrchance blieb.

Die „Roten Teufel" witternden nun Morgenluft und suchten die Offensive, während der VfL seine Linie suchte. Die Borussen leisteten sich in der Folgezeit zu viele Ballverluste und konnten offensiv für kaum Entlastung sorgen, während dem FCK der Anschlusstreffer sichtlich gut getan hatte und stärker wurde. Zwingende Torchancen konnten die Pfälzer dabei aber nicht kreieren.

Die Schlussviertelstunde war angebrochen und die Partie spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab .Und auch deshalb, weil die Borussen wieder mehr Zugriff hatten und die Partie besser in Griff bekamen.

Kaiserlautern konnte in der Schlussphase keinen allzu großen Druck mehr aufbauen und so ließ der VfL am Ende nichts mehr anbrennen, behielt auf dem Betzenberg mit 2:1 die Oberhand und durfte sich so über den ersten Sieg beim FCK nach 1995 freuen. Wer will bzw. soll diesen VfL noch aufhalten ...?!

Die Kurzstatistik zum Spiel:

1. FC Kaiserslautern: Trapp - Dick, Šimůnek, Rodnei, Jessen - Borysiuk, de Witt (46. Sukuta-Paso) - Şahan (46. Derstroff), Tiffert – Świerczok (61. Kouemaha), Wagner

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Yahia, Kirch, Zellner

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Herrmann (38. Leckie, 81. Wendt), Arango - Reus (90.+3), de Camargo

Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Zimmermann, Ring, Otsu

Tore: 0:1 Herrmann (09.), 0:2 Arango (14.), 1:2 Jessen (63.)

Gelbe Karten: Şahan, Wagner, Dick / Brouwers

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Michael Weiner (Giessen)


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