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Michael Stuckmann: »Die elementaren Dinge müssen wieder an erster Stelle stehen«

Der Kapitän der U23 im Interview

Seit letztem Wochenende geht nun auch die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach wieder auf Tore- und Punktejagd. Doch beides hat in der Regionalliga West bisher noch nicht geklappt, denn die ersten beiden Spiele gegen Schalke 04 II und Borussia Dortmund II wurden jeweils mit 0:1 verloren. Bereits am morgigen Freitag kann die Truppe von Trainer Sven Demandt die beiden Auftaktniederlagen im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des VfL Bochum vergessen machen. Borussias Kapitän Michael Stuckmann spricht im Interview mit unserer Redaktion über die bisherigen beiden Spiele.

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Michael Stuckmann über die Situation der U23 (Foto: Andreas Plum / Fohlen-Hautnah.de)

Fohlen-hautnah: Michael, 1:0 im Nachholspiel bei den Amateuren von Borussia Dortmund verloren. Worin ist diese erneut knappe Niederlage zu begründen? Sven Demandt sagte nach dem Spiel, dass ihr in Halbzeit eins überhaupt nicht stattfandet. Zudem hast du wohl eine Großchance vergeben …

Michael Stuckmann: Wir haben uns den Start anders vorgestellt und sind mit unserer Spielweise sowie der Punkteausbeute nicht zufrieden. Leider konnten wir uns für die 0:1-Hinspielniederlage gegen Schalke im Rückspiel nicht revanchieren. Wahrscheinlich hatten wir den Punkt ebenso wie im gestrigen Spiel einfach nicht verdient.

Mit ein bisschen mehr Glück und einem besseren Platz hätte ich gestern den Ausgleich erzielt, doch nützt es jetzt nichts mehr, dem hinter her zu trauern. Wichtig ist es, weiter hart zu arbeiten, um bereits am Freitag den ersten Dreier zu landen. Das ist das Schöne an den „Englischen Wochen“.

Fohlen-hautnah: Euch wurde dazu wohl ein reguläres Tor aberkannt. An so einem Abend kommt dann wohl eben auch alles zusammen…

Michael Stuckmann: Aufgrund unserer starken 2. Halbzeit wäre ein Unentschieden mit Sicherheit möglich gewesen. Dass der Linienrichter einen Fehler gemacht hat, ist sehr ärgerlich, aber nicht zu ändern. Wir hatten dennoch noch genügend Möglichkeiten, um den Ausgleich zu erzielen. Es sollte einfach nicht sein.

Fohlen-hautnah: Ihr habt die zweite knappe Niederlage innerhalb von wenigen Tagen hinnehmen müssen und seid somit alles andere als gut aus den Startlöchern gekommen. Wo sind da in deinen Augen die Gründe zu suchen, dass ihr noch nicht bei 100 Prozent seid?

Michael Stuckmann: Man sollte bedenken, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben, die letztes Jahr eigentlich abgestiegen ist. Wir spielen teilweise mit vier U19-Spielern, wo Leistungsschwankungen normal sind, auch wenn wir andere Ansprüche an uns selber stellen. Wir müssen uns weiter durch gute Trainingsarbeit das Selbstvertrauen und die Konstanz aufbauen, um so an die guten Leistungen aus der Hinrunde anzuknüpfen.

Fohlen-hautnah: Die Erwartungshaltung ist aufgrund der starken Hinrunde sicherlich ein wenig eine andere... Ist der Druck da für eure junge Mannschaft vielleicht ein wenig zu hoch und geht da ein wenig die nötige Unbekümmertheit verloren?

Michael Stuckmann: Die Messlatte hat die Mannschaft durch die guten Leistungen in der Hinrunde natürlich hoch gehängt. Um sich weiter zu entwickeln, müssen wir nun als Team versuchen, diese Leistung auf einem hohen Niveau konstant abzurufen. Jeder Einzelne hat hohe Ansprüche. Dafür müssen wir in jedem Training und Spiel arbeiten.

Die elementaren Dinge, wie Zweikämpfe, Leidenschaft und Disziplin müssen erst mal wieder dauerhaft an erster Stelle stehen. Dann kommt auch die nötige Unbekümmertheit zurück, wie dies beispielsweise in Dortmund in der 2. Halbzeit der Fall war.

Fohlen-hautnah: Wie kannst gerade du, oder auch Marcel Podszus, als erfahrener Spieler darauf einwirken?

Michael Stuckmann: Die Jungs haben durch die Hinrunde gesehen, dass die Dinge, die vom Trainer auf und neben dem Platz vorgegeben werden, funktionieren. Die erfahrenen Spieler, wie Marcel Podszus, Mirhudin Kacar oder auch meine Person versuchen, dies der Mannschaft auch weiterhin zu vermitteln.

Der Mannschaft die gewisse Stabilität zu geben, die Jungs in schlechten Phasen aufzubauen und Zuversicht für die anstehenden Aufgaben zu vermitteln. Es ist an uns vorneweg zu gehen, denn das kann man von einem 17- oder 18-Jährigen nicht verlangen.

Fohlen-hautnah: Derzeit besitzt ihr vier Punkte Abstand auf Tabellenführer Münster, der allerdings noch ein Spiel weniger hat. Schielt man da dennoch nach oben oder steht nach wie vor zunächst die 40-Punktemarke bzw. der Klassenerhalt im Vordergrund …?

Michael Stuckmann: Wir sind in der Hinrunde ganz gut damit gefahren, von Spiel zu Spiel zu schauen und daran wollen wir festhalten. Natürlich macht es mehr Spaß, oben mitzuspielen als im Niemandsland der Tabelle. Und genau aus dem Grund wollen wir am Freitag einen Dreier landen.

Fohlen-hautnah: Du hast es angesprochen. Bereits am Freitagabend könnt ihr die beiden Auswärtsniederlagen vergessen machen. Ins Grenzlandstadion kommt die Zweitvertretung des VfL Bochum, gegen den ihr in der Hinrunde 4:4 gespielt habt. Wie müsst ihr am Freitag agieren und was müsst ihr besser machen, dass es mit dem ersten Dreier in der Rückrunde klappt?

Michael Stuckmann: Wir müssen leistungsmäßig daran anknüpfen, wo wir am Dienstag gegen Dortmund aufgehört haben, dann klappt es auch wieder mit den Punkten.

Fohlen-hautnah: Du bist derzeit leicht angeschlagen. Was hast du genau und kannst du gegen Bochum auflaufen?

Michael Stuckmann: Leider habe ich nach meinem Bänderriss im Dezember immer noch Probleme im rechten Sprunggelenk. Bei Belastung schwillt es noch an und macht mir schon beim Gehen Probleme. Ich werde noch mal den Arzt drüber schauen lassen, aber ich werde gegen Bochum auf jeden Fall dabei sein, wenn wir den ersten Sieg im Jahr 2011 einfahren.


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