Aus der Winterpause kam die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach zunächst etwas holprig. Zwei 0:1- Niederlagen binnen weniger Tage standen gegen die Zweivertretungen von Borussia Dortmund und des FC Schalke 04 zu Buche, ehe man mit dem Sieg gegen die Amateure des VfL Bochum wieder in die Erfolgsspur fand. Am Samstag gewann die Truppe von Trainer Sven Demandt mit 3:1 verdient bei Liganeuling SC Wiedenbrück und dürfte als derzeitiger Tabellenzweiter mit Erreichen der 40-Punktemarke den Klassenerhalt in der Regionalliga West perfekt gemacht haben.
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| Borussias U23 und Tim Heubach knacken magische 40 Punkte-Marke (Foto: Katharina Schöne / Fohlen-Hautnah.de) |
Alles andere als zufrieden war Borussias Trainer Sven Demandt mit dem Auftreten seiner Jungfohlen nach der Winterpause. »Die elementaren Dinge müssen wieder an erster Stelle stehen«, forderte der derzeit verletzte Kapitän Michael Stuckmann nach den beiden Auftaktniederlagen im Interview mit unserer Redaktion.
Damit meinte der Routinier allen voran Attribute, wie Zweikampf, Leidenschaft und Disziplin. Angefangen, sich wieder auf diese Dinge zu besinnen, hat die Truppe damit trotz der Niederlage beim Spiel in Dortmund gerade im zweiten Durchgang und knüpfte daran in der Folge an, sodass sich die nach oben zeigende Formkurve auch wieder in Punkten wiederspiegelte.
So auch beim 3:1-Sieg am Samstag beim SC Wiedenbrück 2000, für den Profi Fabian Bäcker mit einem Dreierpack sorgte. »Wir haben uns, wie schon in den letzten 1,5 Spielen, als Einheit präsentiert, befand Tim Heubach. »Wir haben gegen spielstarke Wiedenbrücker hinten wenig zugelassen und immer wieder schnell umgeschaltet. Dies wurde dann auch nach einer Zeit mit Toren belohnt«.
Keine überragende spielerische Leitung, dennoch als Sieger vom Platz gegangen. Auch eine Tatsache, die eine Spitzenmannschaft und eine gefestigte Mannschaft auszeichnet. »Es war zwar nicht unser bestes Spiel, dennoch waren die drei Punkte hoch verdient«, meinte Heubach, bei dem indes noch nicht entschieden ist, wie es ab Sommer mit dem Abwehrspieler weitergeht. Ein Verbleib des 22-Jährigen, dessen Profivertag am Saisonende ausläuft, darf wohl jedoch als eher unwahrscheinlich bezeichnet werden.
Ebenso noch nicht entschieden bzw. abzuwarten bleibt, wohin die Reise der U23 im weiteren Verlauf der Saison hingeht. Aktuell besitzen die Jungfohlen zwei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Preußen Münster, der allerdings ein Spiel weniger hat.
Nach dem sportlichen Abstieg im vergangenen Jahr dürfte der Klassenerhalt nach 22 Spielen mit nunmehr 40 Punkten und aktuell 21 Punkten Abstand auf den ersten Abstiegsplatz so gut wie unter Dach und Fach sein, wenngleich diese Punktzahl im vergangenen Jahr nicht reichte. »Wir haben jetzt 40 Punkte und somit unser Ziel erreicht«, vermutet Heubach. »Wir sind froh, dass wir jetzt 40 Punkte erreicht haben, mehr aber ich nicht«, sagt Dennis Dowidat, hinter dessen Zukunft ebenso noch ein Fragezeichen steht.
Der Super-Gau sollte und wird wohl in dieser Saison nicht eintreten, da ‚jungen Wilden' im Verbund mit den Routiniers im Vergleich zur letzten Saison qualitativ sowie spielerisch zugelegt haben und zudem eine harmonische Einheit bilden. Das Wort Aufstieg nehmen die Mannen um Trainer Sven Demandt dennoch nach wie vor nicht in dem Mund.
Gleichwohl werden die Jungfohlen alles daran setzen, oben so lange wie möglich ein Wörtchen mitzureden. »Jetzt schauen wir von Spiel zu Spiel und wollen natürlich jedes gewinnen«, sagt Heubach, der an der Seite von Niklas Dams in der Innenverteidigung seinen Anteil daran hat, dass bei der besten Offensive der Liga erst 25 Gegentore zu Buche stehen. »Dann schauen wir, was am Ende dabei rauskommt«.
»Wir schauen von Spiel zu Spiel und dann werden wir sehen, was dabei am Ende rauskommt«, pflichtet Dennis Dowidat bei und ergänzt: »Klar ist aber auch, dass ich persönlich nicht damit zufrieden bin, im Niemandsland der Tabelle zu landen«.
Sollte bei Borussias zweiter Mannschaft unter dem Strich der sportliche Aufstieg in die 3.Liga rauskommen, so dürfte ein Antreten in dieser stark davon abhängig sein, in welcher Liga die Profimannschaft in der kommenden Saison an den Start geht ...






