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Dennis Dowidat und die Herzensangelegenheiten

Zieht es den 20-Jährigen zurück zu den Wurzeln? 

Bei der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach ist Dennis Dowidat zweifelsohne einer der Spieler, der in der Truppe von Trainer Sven Demandt kaum wegzudenken ist und hat gehörigen Anteil, dass die Jungfohlen in der Regionalliga West in Sachen Aufstieg nach wie vor ein gehöriges Wörtchen mitreden. Da dürfte es nahezu die logische Konsequenz sein, dass sich der Mittelfeldspieler auch in die Notizbücher anderer Vereine spielt.

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Dennis Dowidats (links), einer der Führungsspieler U23 Foto: Marc Schöne, Fohlen-Hautnah.de

Das Dennis Dowidat Begehrlichkeiten weckt, ist wohl aufgrund der starken und konstanten Leistung des linken Mittelfeldspielers in dieser Saison wenig verwunderlich. Nicht umsonst führt der Linksfuß die Jungfohlen in diesen Wochen als Kapitän auf den Platz.

Doch auch ohne die Kapitänsbinde ist der mit Übersicht spielende flinke 20-Jährige ein Führungsspieler, der stets in der Lage ist, mit kreativen Ideen für Überraschungsmomente und den ‚tödlichen' Pass zu sorgen, um so ein Spiel mit zu entscheiden.

Indes entscheiden müssen, wird er sich in den kommenden Wochen und Monaten, was seine weitere sportliche Zukunft betrifft, denn der Amateurvertrag des Linksfuß, der keine Option auf eine Verlängerung beinhaltet, läuft zum Saisonende aus.

Demnach ist Dowidat ablösefrei zu haben, was den ehemaligen U19-Nationalspieler noch interessanter machen dürfte. So vermutlich auch bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf, dessen Trainer Norbert Meier im letzten Regionalligaheimspiel gegen die Zweitvertretung von Bayer Leverkusen im Grenzlandstadion auf der Tribüne saß und sich fleißig Notizen machte.

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Gut möglich also, dass der 52-jährige Fortunen-Coach den Mittelfeldspieler, der als potenzieller Nachfolger für Patrick Zoundi gehandelt wird, auf dem Zettel hat, wenngleich es offensichtlich noch keine konkrete Anfrage gab. »Ich fühle mich zwar geehrt, dass ich mit Fortuna Düsseldorf in Verbindung gebracht werde, aber es hat keinen Kontakt oder gar Gespräche gegeben«, unterstreicht Dowidat und ergänzt: »Ich habe davon auch nur in der Zeitung gelesen. Ich persönlich habe noch mit keinem Verein gesprochen und mein Berater auch nicht. Es ist auch noch keiner an mich oder meinen Berater herangetreten«.

Noch nicht ...?! Sollte eine Offerte aus Düsseldorf kommen, so wäre es für den Linksfuß eine Rückkehr zu den Wurzeln. Schließlich kickte der gebürtige Düsseldorfer sieben Jahre für die Fortuna und wechselte 2004 von der Landeshauptstadt nach Gladbach.

Noch heute hat der Youngster seinen Lebensmittelpunkt in Düsseldorf, um täglich an den Borussia-Park zu pendeln. »Wenn Fortuna an mich herantreten würde, dann würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mir das nicht anhören würde«, ist Dowidat nicht gänzlich abgeneigt. »Ich habe lange in Düsseldorf gespielt, bin dort groß geworden und wohne genau wie meine Familie noch dort«.

So dürfte es wenig verwerflich sein, dass der 20-Jährige auch noch mit einem Auge nach Düsseldorf schielt. »Wenn man so lange bei einem Verein war, dann verliert man diesen nicht aus den Augen«, sagt Dowidat und verrät: »Genau wie Gladbach ist Düsseldorf für mich eine Herzensangelegenheit«.

Und gerade auch, weil all seine Freunde Anhänger der Fortuna sind, ist der Linksfuß dann, wenn es die Zeit erlaubt, in der Esprit-Arena anzutreffen. Zudem ist Dowidat mit Fortune Kai Schwertfeger befreundet. Beide kennen sich aus gemeinsamer Zeit in der Jugend, wenngleich der zwei Jahre ältere Schwertfeger damals in der U15 spielend, zwei Jugendmannschaften höher kickte.

Bei der Borussia fehlte Dowidat in der laufenden Saison aufgrund einer Gelbsperre bisher in lediglich einem Ligaspiel. In bis dato 23 Spielen traf der Mittelfeldspieler sechsmal in die Manschen und steuerte zwei Assists bei weshalb, man den Youngster gerne bei der Borussia halten möchte.

»Es ist ganz klar, dass wir Dennis unabhängig von der Ligazugehörigkeit halten wollen«, unterstreicht Roland Virkus. Doch einfach werden dürfte dieses Vorhaben nicht, denn schließlich dürfte Dowidat auch nach höherem streben. »Man muss natürlich auch die Spieler verstehen, die natürlich überlegen, was sie tun, wenn sie in einer anderen Liga spielen können. Das ist ein normaler Prozess«, weiß Borussias Jugend- und Amateurkoordinator.

»Irgendwann möchte ich den nächsten Schritt machen«, sagt Dowidat. Das dieser Schritt, der da Profivertrag und Profiliga heißen dürfte, bei der Borussia passiert, scheint zumindest derzeit als eher unwahrscheinlich zu gelten.

Ambitionen nach oben hat der 20-Jährige ohne Frage, doch Gelegenheit, in dieser Saison seine Visitenkarte bei den Profis abgeben zu dürfen, hatte der Linksfuß bisher lediglich unter Ex-Coach Michael Frontzeck, der ihn in vier Testspielen einsetzte.

Im derzeitigen Profikader kommt Dowidat bei Lucien Favre allen voran nicht an Juan Arango vorbei, der die linke Mittelfeldseite besetzt. Ob das auch im Falle des ‚WorstCase' der Fall sein wird, darf angezweifelt werden und bleibt abzuwarten. Doch auch dafür scheint der VfL bereits gerüstet, denn so wird es aller Voraussicht nach der Australier Mathew Leckie sein, der dann auf der linken Mittelfeldseite für Wirbel sorgen soll.

Alles derzeit also wohl keine allzu guten Vorzeichen für einen Verbleib von Dennis Dowidat, für den die weitere sportliche Zukunft jedoch aktuell nicht zwingend auf der Agenda steht. »Ich mache mir da keinen Druck und warte ab. Zunächst konzertiere ich mich auf die Spiele mit Borussia, das ist das Wichtigste und davon lasse ich mich auch nicht ablenken«, bekräftigt Dowidat und gibt abschließend die Parole aus: »Wenn es dann an der Zeit ist und jemand auf mich zukommt, dann werde ich mich damit beschäftigen«.

»Auch ein Verbleib bei der Borussia ist nicht ausgeschlossen. Es ist noch nichts entschieden«, sagt Dowidat. Beispielsweise dann, wenn die Amateure des VfL in die 3.Liga aufsteigen oder die Profis den bitteren Gang in die 2.Bundesliga antreten müssen. Es bleibt also abzuwarten und man darf gespannt sein, für welchen Verein das Herz des 20-Jährigen in der kommenden Saison höher schlägt ...


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