In der Regionalliga West rangiert die zweite Mannschaft der Gladbacher Borussia derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz. Sicherlich auch ein Verdienst von Stürmer Elias Kachunga, der in bisher acht Einsäten bereits siebenmal ins Schwarze getroffen und zwei Torvorlagen gegeben hat. Eine Topquote, die natürlich auch Borussias Cheftrainer Lucien Favre im positiven Sinne nicht unkommentiert und nicht außer acht lässt.
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| Auch in der Nachwuchsrunde treffsicher: Stürmer Elias Kachunga. Foto: Andreas Plum, Fohlen-Hautnah.de |
»Ich habe totales Vertrauen in Sven Demandt und Manfred Stefes, die mich regelmäßig über ihn informieren und mir sagen, dass er gut spielt«, ist Lucien Favre auch bei dem 19-Jährigen immer auf dem Laufenden.
Und hat somit natürlich auch mitbekommen, dass der gebürtige Haaner derzeit mehr als gut drauf ist und das tut, woran Stürmer primär gemessen werden - nämlich an Toren.
»Wenn du drei Tore in der Regionalliga machst, dann ist das sicherlich nicht schlecht«, sagt Favre.
Aber dennoch nicht gut genug, um mal wieder bei den Profis reinzuschnuppern? »Das Problem ist, dass wir fünf Stürmer haben. Da ist es schwer für ihn und es ist nicht einfach, mit so vielen Stürmern zu trainieren«, erklärt Favre. »Aber wenn er so weiter spielt und immer drei Tore pro Spiel macht, dann wird er automatisch nach oben kommen«.
Dass der Stürmer durchaus weiß, wo das Tor steht und derzeit sehr gut drauf ist, zeigte er dann auch im Spiel der Nachwuchsrunde gegen den belgischen Vertreter SC Charleroi, wo er beim 5:0-Sieg im ersten Durchgang zwei Tore erzielte.
»Momentan läuft es bei mir, das freut mich. Derzeit bekomme ich die Bälle gut zugespielt und mache sie eben auch rein. Das Selbstvertrauen habe ich mir im Training erarbeitet«, strahlt Kachunga. »Aber das soll nur der Anfang sein, denn man will immer mehr. Es muss so weiter gehen«.
Gerade im letzten Jahr war der Angreifer mit zwei Bundesligakurzeinsätzen auf einem guten Weg, seinen Traum vom Fußballprofi nicht ‚nur' auf dem Papier zu erreichen, konnte die Vorschusslorbeeren aber nicht erfüllen.
Lediglich ein Tor in 24 Regionalligaeinsätzen stand am Ende der letzten Saison zu Buche. »Das letzte Jahr kann einfach nicht sein Anspruch sein«, unterstreicht U23-Coach Sven Demandt, der seinen Schützling derzeit auf einem guten Weg sieht. »Das Entscheidende ist, dass da bei ihm etwas eingesetzt hat. Hoffentlich hält das noch lange an«.
»Das letzte Jahr war mein erstes komplettes Seniorenjahr, daraus habe ich viel gelernt. Das Gelernte habe ich jetzt umgesetzt. Man arbeitet hart an sich und das ist dann der Verdienst«, sagt Kachunga und fühlt sich zudem rundum wohl: »Es läuft auf und neben dem Platz. Ich fühle mich gut, bin glücklich und hoffe, dass es so weiter geht und verletzungsfrei bleibe«.
Ein weiterer Verdienst ist nun eine erneute Einladung des DFB, denn auch Frank Wormuth, Leiter der DFB-Fußballlehrerausbildung und Trainer der U20-Nationalmannschaft hat die guten Leistungen des 19-Jährigen erfreut zur Kenntnis genommen und den Angreifer für die anstehenden Länderspiele gegen Italien (05.10. in Reutlingen) und die Schweiz (09.10. in Pfullendorf), die beide live auf Sport1 zu sehen sind, in das Aufgebot berufen. »Das ist gut für ihn«, sagt Lucien Favre.
Und wenn der Stürmer weiter so auf sich aufmerksam macht und seiner derzeit sehr guten Form weiter Nachhaltigkeit verleiht, dann wird wohl auch Lucien Favre auf kurz oder lang nicht an ihm vorbeikommen.
»Ich werde weiter hart an mir arbeiten und will einfach jede Woche meine Leistung bestätigen«, hat sich Kachunga auf die Fahne geschrieben und ergänzt: »Alles Weitere wird sich dann zeigen und wird der Trainer entscheiden«.
Zumindest steht Elias Kachunga bei Lucien Favre weiter auf dem Zettel: »Ich verliere ihn nicht aus den Augen«, sagt Borussias Cheftrainer. Möge sich der Schweizer in Zukunft ob der anhaltenden starken Leistungen des 19-Jährigen die selbigen reiben ...






