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U23 der Borussia: Niederlage zum Abschluss des Trainingslagers

Borussia Mönchengladbach U23 - Hapoel Ironi Kiryat Shmona 0:1 (0:0)

Zum Abschluss des Trainingslagers in Goch hat die U23 von Borussia Mönchengladbach auch ihr zweites und letztes Testspiel verloren. Die Truppe von Sven Demandt, die insgesamt nach den wohl anstrengenden Tagen sehr müde auftrat, unterlag am Nachmittag im niederländischen Siebengewald dem israelischen Erstligaaufsteiger Hapoel Ironi Kiryat Shmona mit 0:1.

Seit vergangenen Mittwoch hatte Coach Sven Demandt seine Mannen im Sport- und Tagungshotel De Poort in Goch auf die in zwei Wochen beginnende Regionalligasaison vorbereitet. Für die Spieler in der schönen Umgebung alles andere als eine Erholung, denn es galt den Grundstein für eine lange Saison zu legen.

Unter anderem stand dabei eine 32km lange Radtour auf dem Programm, die die Spieler wohl auch heute noch in den Knochen hatten. »Mit dem Trainingslager bin ich insgesamt sehr zufrieden. Das habe ich den Jungs auch vor dem heutigen Spiel gesagt«, so Demandt nach dem Spiel.

Gegen den die Israelis bot der 45-jährige auch die Youngster Marc-André ter Stegen, Julian Korb und Elias Kachunga auf, die die bisherige Vorbereitung überwiegend im Profikader bestritten haben und noch im gestrigen Testspiel der Profis gegen den VVV-Venlo zum Einsatz kamen. Alle drei Jungfohlen kamen in der ersten Halbzeit zum Einsatz.

Gerade im Hinblick auf die Feinabstimmung im Mannschaftsverbund eine wichtige Maßnahme, die sich der Amateur-Coach gewünscht hatte. »Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, um uns einzuspielen. Deshalb wollte ich die Jungs auch heute unbedingt dabei haben, zumal Marc-André beim letzten Test nächsten Samstag gegen Rot-Weiß Essen aufgrund der Saisoneröffnung wahrscheinlich nicht dabei sein kann«, merkte Demandt an.

»So oft habe ich ja mit der Mannschaft noch nicht trainiert und zusammengespielt. Da war es schön und gut, heute mit ihnen zu spielen. Die Abstimmung lief da gerade in der Defensive schon sehr gut«,  war Marc-André ter Stegen nach seinem 45-minütigen Einsatz zufrieden.

Von Beginn an nahm Hapoel Ironi Kiryat Shmona bei einsetzenden Nieselregen das Heft in die Hand und suchte mit schnellen Spielzügen den Weg vor das Borussen-Tor. Zwingendes konnten die Israelis dabei jedoch nicht kreieren. Das auch, weil die Amateure der Gladbacher Borussia im Defensivverbund recht sicher standen und gerade durch Routinier Michael Stuckmann, der seine Mannen immer wieder mit Stimme führte und antrieb, gut organisiert war.

Im Aufbauspiel und im Spiel nach vorne mangelte es der jungen Truppe jedoch oftmals an den zündelnden Ideen. Zudem war gegen die dicht gestaffelten und gut organisierten Israelis gerade ab dem Strafraum wenig Durchkommen. So waren es überwiegend Einzelaktionen, die für Gelegenheiten sorgten.

Eine davon vergab Julian Korb. Der 18-jährige tauchte nach einem Fehler in der Hintermannschaft im Strafraum frei vorm Torhüter der Israelis auf, scheiterte mit seinem Abschluss jedoch an einem Abwehrspieler, der den Ball zur nichts einbringenden Ecke lenkte (24.). Fünf Minuten zuvor war Marc-André ter Stegen auf dem Posten, als er einen Distanzschuss im Nachfassen unter Kontrolle brachte (19.).

Hapoel Ironi Kiryat Shmona war in Durchgang eins die spielbestimmende Mannschaft und hatte mehr Ballbesitz, wusste daraus jedoch kein Kapital zu schlagen. Oftmals dauerte es im Strafraum zu lange, ehe die Israelis den Torabschluss suchten. Eine Führung wäre durchaus verdient gewesen, doch Marc-André ter Stegen wurde im Tor der Borussia vor keine allzu schweren Aufgaben gestellt.

Die Jungfohlen, bei denen die Beine merklich schwer zu sein schienen, mangelte es nach wie vor an Kreativität im Aufbauspiel. So wurden die Offensivkräfte Marcel Podszus und Elias Kachunga wenig in Szene gesetzt, sondern hingen über weite Strecken in der Luft. So blieb es bei Einzelaktionen. Während dabei Dennis Dowidat einen Freistoß lediglich in die Mauer setzte (31.), so drosch Julian Korb seinen Distanzschuss aus etwa zwanzig Metern weit über das Tor (35.). Gleiches tat Christian Schlösser zwei Minuten vor dem Pausenpfiff (43.).

So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen. Sven Demandt nahm nun einige Wechsel vor. Unter anderem musste der 45-jährige seinen Routinier Michael Stuckmann leicht angeschlagen in der Kabine lassen. Aufgrund dessen bekam Jan-Ingwer Callsen-Bracker die Möglichkeit, sich 45 Minuten zu zeigen. »Das war sicherlich eine Ausnahme, denn wäre Michael nicht leicht angeschlagen gewesen, hätte er sicherlich weniger als eine Halbzeit gespielt. Aber Jan ist Profi und das sieht man in einigen Situationen auch, wo er einfach die Ruhe behält. Er hat seine Sache gut gemacht«, befand Sven Demandt nach dem Spiel.

An dem Spielverlauf änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts. Die U23 der Borussia konnte insgesamt keine Akzente setzten und hatte seine Mühen, ins Spiel zu finden, und Hapoel Ironi Kiryat Shmona bestimmte das selbige. In Minute 63 konnten die Israelis ihre Überlegenheit dann auch im Ergebnis wiederspiegeln und gingen durch eine Einzelaktion von Stürmer Zoran Baldovaliev mit 0:1 in Front.

Auch nach dem Rückstand konnten die Amateure der Borussia kein Offensivfeuerwerk entfachen. Die beste Gelegenheit im zweiten Durchgang hatte Sascha Tobor, doch der 19-jährige konnte das Spielgerät aus kurzer Distanz nicht im Tor unter bringen (72.).

So blieb es bei der zwar knappen, jedoch unter dem Strich verdienten 0:1-Niederlage der Truppe von Sven Demandt. »Das Spiel gegen Sivasspor war 60-70 Minuten gut, obwohl wir verloren haben. Heute muss ich sagen, dass wir kein gutes Spiel gemacht haben. Meine Mannschaft machte heute einen sehr müden Eindruck und ich glaube, das war sie auch. 0:1 hört sich knapp an, aber letztendlich haben wir an die Leistung gegen Sivaspor und auch an die Trainingsleistungen nicht anknüpfen können. Wir haben im Spielaufbau, was normalerweise unsere Stärke ist, und im Spiel nach vorne viele Fehler begangen. Oftmals haben wir die falsche Entscheidung getroffen. Das ist normal ein Zeichen dafür, dass man müde ist«, analysierte Demandt die Niederlage.

Dennoch wird auch diese Niederlage die jungen Spieler weiterbringen und um eine Erfahrung reicher machen. Auch Sven Demandt wird seine Lehren aus diesem Testspiel ziehen. »Man sieht in solchen Spielen dann schon, was uns schlussendlich und was teilweise auch den Jungs noch fehlt. Von daher habe ich genau wie im ersten Spiel wichtige Erkenntnisse gewonnen«.

So wird der 45-jährige in den kommenden Tagen das Tempo wieder etwas drosseln. »Wir werden jetzt in den kommenden Tagen etwas weniger machen, denn die Jungs müssen spritziger werden. Wenn sie wieder frischer sind, werden sie auch weniger Fehler machen«, gibt Sven Demandt die Marschroute für die kommende Woche aus.

Bereits am kommenden Mittwoch steht für die U23 das nächste Testspiel an. Dann treten die Jungfohlen um 19:00 Uhr bei SuS Schaag an. Spätestens dann wird auch bei den Amateuren das viele Wechseln beendet sein, wie der Coach durchblicken ließ.

Bor. M’gladbach U23: Ter Stegen (46. Blaswich) - Pirschel (70. Schumacher), Stuckmann (46. Callsen-Bracker), Dams, Heubach (60. Heupt) - Korb (46. Kacar), Dowidat (70. Breuer) - Engin (46. E. Schaaf), Schlösser (46. Tobor) - Kachunga (46. Platzeck), Podszus (70. Iljazovic)

Tore: 0:1 Baldovaliev (63.)

Gelbe Karten: Heubach


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