Gehalt für Venlo nicht zu stemmen, Paauwe gibt Kapitänsamt bei VVV ab
Noch zwei Wochen besteht allen voran für Marcel Meeuwis noch die Möglichkeit, Borussia Mönchengladbach in der laufenden Transferperiode zu verlassen. Die Vereinssuche des 30-jährigen, der von Michael Frontzeck auf das Abstellgleis gestellt wurde, gestaltet sich wohl nicht zuletzt aufgrund des üppigen Gehalts als schwierig.
Bis dato wurde der defensive Mittelfeldspieler, der noch bis zum Sommer 2012 bei der Borussia unter Vertrag steht, unter anderem mit den niederländischen Clubs ADO Den Haag, NAC Breda, Willem II Tilburg und VVV-Venlo sowie mit Zweitligist Alemannia Aachen sowie in Verbindung gebracht.
Ein Angebot unterbreitet haben die Kaiserstädter Meeuwis jedoch nicht. »Das werden wir nicht, denn Borussia Mönchengladbach verlangt eine Ablösesumme. Und Ablösen zahlen wir nicht«, sagte Aachens Sportdirektor Manager Erik Meijer in der Aachener Zeitung. »Das ist ein Spieler, den ich gerne bei uns sehen würde. Aber da sind auch noch vier, fünf holländische Erstligisten dran. Ich glaube nicht, dass da die 2. deutsche Liga erste Wahl wäre«.
»Es gab Interesse von verschiedenen Vereinen aus der Eredivisie und auch der zweiten Bundesliga«, bestätigt Berater Louis Laros im Gespräch mit ‚FCUpdate.nl. »Aber der richtige Club war noch nicht dabei. Marcel hat bei Borussia sicherlich ein sehr gutes Gehalt und für die meisten Vereine ist es schwierig, dies zu bezahlen«.
»Marcel wäre duchaus ein Spieler, der uns gut zu Gesicht stehen und uns weiterbringen würde. Unsere sportliche Leitung hat mit Marcel kurz nach dem Borussia ihm gesagt hat, dass man nicht mehr mit ihm plant, gesprochen«, bestätigt der Deutschland-Beauftragte der Limburger Robert Pinior im Gespräch mit unserer Redaktion und ergänzt: »Man würde Marcel sicherlich gerne in Venlo sehen, allerdings ist sein Gehalt, dass er bei Borussia bekommt, für einen Club wie Venlo, nur schwer oder eigentlich gar nicht zu stemmen«.
Unabhängig davon, dass neben dem VVV-Venlo auch Tilburg das Gehalt des defensiven Mittelfeldspielers wohl nicht stemmen kann, strebt Meeuwis auch andere Ziele an. »Abgesehen vom Finanziellen möchte Marcel bei einem Team spielen, das ein höheres Niveau als VVV-Venlo und Wilhelm II hat, bei allem nötigen Respekt vor diesen beiden Vereinen«, sagt Laros und ergänzt: »Vielleicht passiert im Bezug zu den beiden Verein zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas, aber die Chance ist nicht sehr groß. Marcel hofft auf einen namhaften und ambitionierten Verein«.
Ob der 30-Jährige also in der noch bis zum 31. Januar laufenden Transferperiode den VfL verlässt, bleibt abzuwarten und ist wohl davon abhängig, ob der Niederländer einen in seinen Augen ambitionierten Verein findet, der in der Lage und gewillt ist, die finanziellen Vorstellungen zu erfüllen.
Unterdessen hat Ex-Borusse Patrick Paauwe sein Kapitänsamt bei VVV-Venlo zur Verfügung gestellt. Der 35-Jährige war mit seiner Leistung in der Hinrunde offensichtlich nicht mehr zufrieden, weshalb er beim Tabellenvorletzten der Eredivisie um Abgabe der Kapitänsbinde bat. »Patrick möchte sich momentan mehr auf seine eigene Leistung konzentrieren und ist der Meinung, dass er der Mannschaft mehr helfen kann, wenn er die Kapitänsbinde abgibt, um sich wieder zu 100 Prozent auf sich konzentrieren zu können und nicht noch damit, das Team führen zu müssen«, erklärt Robert Pinior.
Eine sowohl sportlich als auch charakterlich einwandfreie und hochanzusehende Entscheidung des sympathischen Ex-Borussen, der bei den Niederländern auch nach dem Trainerwechsel noch eine feste Größe darstellt. Nach der Saison wird der Defensiv-Allrounder dann die Entscheidung treffen, ob er seinen auslaufenden Vertrag nochmals verlängert. »Patrick, der sich für das neue Trainerteam ausgesprochen hat, will zunächst die Rückrunde so gut wie möglich spielen und mit Venlo den Klassenerhalt schaffen. Danach wird er entscheiden, ob es für ihn persönlich noch Sinn macht, weiter zu spielen oder ob es beser wäre, aufzuhören und wie es dann für ihn weitergeht«.
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