Borussia Dauergast beim FC Groningen, Douglas offenbar nicht auf dem Zettel
Für Borussia Mönchengladbach gilt es im letzten Heimspiel gegen den Hamburger SV ungeachtet der dünnen Personaldecke, mit einem Sieg die bisher verkorkste Hinrunde positiv abzuschließen, um sich so für die Mission Klassenerhalt in eine verbesserte Ausgangsposition zu bringen. Dennoch wird für dieses Unternehmen gerade personelle Aufrüstung im arg gebeutelten Defensivbereich von Nöten sein, weshalb der VfL mit Kandidaten sprechen wird. Gut möglich, dass sich die Verantwortlichen bei der Suche nach Defensivspielern erneut mit dem HSV messen müssen.
In letzten Wochen wurden die Scouts der Borussia vermehrt beim FC Groningen gesichtet. Während es sich hierbei aller Voraussicht nach um Luuk Balkestein handelt, so war dies letztmalig am vergangenen Wochenende beim 2:0-Heimsieg gegen den AZ Alkmaar der Fall.
Beim aktuellen Tabellendritten der niederländischen Eredivisie sind derzeit regelmäßig Scouts von internationalen Clubs im Stadion Euroborg vertreten. Neben der Borussia gilt das auch für Vertreter der Bundesligaclubs SV Werder Bremen und Hamburger SV. Aus der englischen Premier League weilten der FC Everton, der FC Fulham und die Tottenham Hotspurs in den letzten Wochen regelmäßig bei den Grün-Weißen.
»Wir werden in dem Bereich im Winter etwas machen«, ließ Borussias Sportdirektor Max Eberl im Bezug auf Verpflichtungen im Defensivbereich verlauten. Dabei ist auch ein Ausleihgeschäft mit eventueller Kaufoption möglich, wie Cheftrainer Michael Frontzeck durchblicken ließ.
Die „Fohlen“ werden damit auf die aktuelle dünne vorhandene Personaldecke in der Defensive reagieren. Das dürfte wohl gerade auf die Innenverteidigung zutreffen, bei der derzeit Dante und Roel Brouwers nicht mitwirken und erst in Januar wieder in das Training einsteigen können.
Wird diesbezüglich derzeit Mathias „Zanka“ Jörgensen vom FC Kopenhagen gehandelt, so könnte auf Seiten des FC Groningen Andreas Granqvist sowohl bei der Borussia als auch nach wie vor beim Hamburger SV auf dem Zettel stehen. Die Hanseaten sollen den aktuellen schwedischen Nationalspieler bereits seit 2009 beobachten.
In der Scountingliste des VfL dürfte der 25-Jährige indes generell noch vertreten sein, denn Ex-Borussen-Coach Horst Köppel wollte den damaligen U21-Nationalspieler bereits 2005 an den Borussia-Park lotsen. »Er ist ein talentierter und junger Innenverteidiger. Er ist zurzeit in seiner Entwicklung stehen geblieben, trotzdem bleibt er weiter in Beobachtung«, sagte der damalige Manager Peter Pander.
Schlussendlich entschied man sich damals für den erfahrenen Thomas Helveg, der im Spiel seines aktuellen Vereins Odense BK beim Europa-League-Spiel gegen den VfB Stuttgart seine Laufbahn beendet hat. Mittlerweile hat sich der Innenverteidiger, dessen Vertrag im Sommer 2012 ausläuft und dessen Marktwert laut Transfermarkt.de auf 3,5 Millionen Euro taxiert wird, zu einem gestandenen Nationalspieler entwickelt.
In der laufenden Saison traf der Abwehrspieler in achtzehn Ligaspielen achtmal in die Maschen. Zudem erzielte Granqvist in den bisher zwei EM-Qualifikationsspielen zwei Tore für Schweden. Davon ab stand er beim torlosen Remis gegen die DFB-Auswahl 90 Minuten auf dem Feld.
Nicht nur aufgrund seiner bisherigen Vita könnte der in Helsingborg geborene Schwede interessant sein und beim VfL auf dem Zettel stehen, denn der 25-Jährige wird von Ex-Borusse Martin Dahlin beraten, der nach wie vor gute Kontakte zu einem seiner Ex-Clubs hat und diese offensichtlich auch regelmäßig pflegt.
»Mit Borussia spreche ich öfters, denn ich bin ja jetzt Spielerberater. Da bin ich dann natürlich auch gerne behilflich, wenn Borussia Spieler verpflichtet oder auch verpflichten möchte«, sagte der 42-Jährige im Interview mit unserer Redaktion und verriet: »Ich stehe öfters mit den Scouts der Borussia und bin mit Max Eberl in Kontakt«. Wohlmöglich gerade in diesen Tagen im Bezug auf seinen Spieler Andreas Granqvist…
Des Weiteren könnte ein weiterer Innenverteidiger sowohl mit Borussia Mönchengladbach als auch mit dem Hamburger SV in Verbindung zu stehen. So soll Danny Shittu vom FC Milwall bei beiden Clubs in den Fokus gerückt sein. Der 30-Jährige aktuelle nigerianische Nationalspieler, der für sein Land bei der WM 2010 in Südafrika in allen Gruppenspielen über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand, steht noch bis Januar 2011 beim englischen Zeitligisten unter Vertrag. Beim FC Millwall unterschrieb Shittu einen Vertrag über lediglich sechs Monate, um in Spielpraxis zu bleiben. Demzufolge kann der Rechtsfuß den Club aus dem Südosten Londons im Winter ablösefrei verlassen.
»Danny liegen Anfragen von diversen Bundesligavereinen und aus der englischen Premier League vor. Natürlich ist ein Spieler wie von seiner Klasse, der dazu noch im Winter ablösefrei zu haben ist, für viele Vereine interessant«, so Pressesprecher Maurice de Winter der Beratungsagentur KickUnit im Gespräch mit unserer Redaktion.
Genauer über Shittu informieren könnte sich die Borussia indes bei Berti Vogts, der sich ja unter der Woche mit seinem Freund Rainer Bonhof ausgesprochen hat... Unter dem Ex-Borussen und damaligen Nationaltrainer Nigerias wurde der 30-Jährige 2007 zum Stammspieler. Die Stärken und Schwächen sollte die Borussen-Ikone somit durchaus kennen.
Unterdessen scheint der von der Bild-Zeitung ins Spiel gebrachte Brasilianer Douglas da Silva von Hapoel Tel Aviv zumindest derzeit kein Thema zu sein. Zwar berichtet die israelische Zeitung 1One von einem möglichen Interesse an dem 26-Jährigen Innenverteidiger, doch dabei wird lediglich von einem Interesse eines deutschen Vereins berichtet.
Zu Borussia Mönchengladbach wechseln wird der Rechtsfuß, dessen Vertrag beim aktuellen Tabellenzweiten der Ligat Ha’al noch bis zum 30.06.2014 läuft, wohl eher nicht. »The next club from @DouglasDaSilva3 is other. WE DON'T GO TO BORUSSIA MONDCHENGLADBACH!«, stellt Berater Sandro Wienhage von der brasilianischen Agentur Kuniy & W. Sports Marketing Ltda. auf seinem Twitter-Accound im Bezug auf den Artikel von 1One klar…
Davon ab ist interessant, das der Twitter-Account der brasilianischen Spielerberatungsfirma mit ihren Spielern mögliche Transferoptionen bespricht. So ist eine der neusten Meldungen, dass Eric de Oliveira, derzeit in Rumänien bei Gaz Metan Medias unter Vertrag, zu einer 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit die Möglichkeit hat, in Deutschland und da bei einem Verein mit den Vereinsfaben Grün-Weiß, zu spielen. Damit könnten bzw. sollten der VfL Wolfsburg, der SV Werder Bremen und Zweitligist SpVgg Greuther Fürth gemeint sein...





