Zu Beginn der laufenden Saison legte Borussia Mönchengladbach das nicht allzu erfolgreiche Kapitel israelischer Fußballer mit den Verkäufen von Roberto Colautti und Gal Alberman vorerst zu den Akten. Doch schon zu neuen Spielzeit könnte nach den beiden zu Maccabi Tel Aviv abgewanderten und nach Shmuel Rosenthal ein vierter Israeli sein Glück am Niederrhein versuchen.
Meldungen der israelischen Zeitung ‚1One' zufolge zeigt Gladbach Interesse an einer Verpflichtung von Eden Ben Basat. Der Mittelstürmer steht aktuell bei Hapoel Haifa unter Vertrag und wäre nach Ablauf seines Vertrags im Sommer ablösefrei. »Die Verhandlungen mit dem Spielerberater haben bereits begonnen und zum jetzigen Zeitpunkt bewegt sich das Angebot auf einem Nettogehalt von 300.000 Euro«, berichtet die Zeitung.
»Es gibt im letzten Monat eine Reihe von Vereinen, die sich an Eden interessiert zeigen, unter ihnen auch Mönchengladbach«, bestätigt Vater Itzik Ben Basat der israelischen Zeitung und ergänzt: »Sollten die Dinge konkreter werden, werden wir uns auch öffentlich dazu äußern«.
Der 24-Jährige kam in bisher 22 von 25 Ligaspielen zum Einsatz, traf dabei fünfzehnmal in die Maschen und führt damit derzeit die Torjägerliste der Ligat Ha'al an. Am kommenden Montag kann der Beidfuß seine Torausbeute im Derby gegen Tabellenführer Maccabi Haifa ausbauen und sich beim VfL nachhaltig in die Notizbücher spielen.
Wie die israelische Zeitung weiter berichtet, sollen sich Vertreter der Borussia angesagt haben, um den Stürmer unter die Lupe zu nehmen. »Verantwortliche des deutschen Bundesligisten werden zum Haifaer Derby erwartet, um den Spieler zu beobachten. Eine Bitte um Reservierung von Sitzplätzen soll aus Deutschland bei Hapoel Haifa per Fax eingetroffen sein«, schreibt ‚1One'.
Dabei sind die Fohlen offenbar nicht alleine Tribünengast im Stadion Kiryat-Eliezer, denn neben dem spanischen Club Real Saragossa und dem belgischen Club FC Brügge haben sich auch Zweitligist 1860 München und Ligakonkurrent 1.FC Nürnberg mit ihren Scouts angesagt und zeigen Interesse an dem ehemaligen U-Nationalspieler.
Gerade der ‚Club' macht mit Almog Cohen in Sachen Israelis aktuell gute Erfahrungen. Ebenso wie Cohen wird Basat vom deutschen Berater Nicolai Schwarzer vertreten. Bereits am vergangenen Wochenende nahm zudem der derzeitige polnische Tabellenzweite und amtierende Pokalsieger Jagiellonia Białystok den Beidfuß unter die Lupe.
»Dass ein Verein wie Mönchengladbach mich verpflichten will, empfinde ich als großes Kompliment«, wird Basat in der israelischen Zeitung zitiert. »Aber derzeit konzentriere ich mich alleine auf den Erfolg meiner Mannschaft und es gibt genügend Leute, die sich um die Wahrung meiner Interessen kümmern«. In wie weit das momentane Interesse der Borussia sich in einer Verpflichtung niederschlägt, bleibt abzuwarten und dürfte wohl auch von der Ligazugehörigkeit abhängig sein...





