Wie auch schon in den Bundesligaspielen gegen Hoffenheim und Bremen blieb für Tobias Levels im Heimspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern nur der Platz auf der Bank. Doch auch von dort aus leidet der 24-Jährige mit und zeigte sich auch noch einen Tag nach der Niederlage gegen die „Roten Teufel" angefressen.
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Linktipp Tobias Levels richtet sich an die Fans |
Noch minutenlang saß der rechte Verteidiger nach dem Abpfiff mit leeren Blicken auf der Auswechselbank und schaute fassungslos umher. »Nach dem Spiel war irgendwo eine große Leere in mir, auch wenn ich nicht gespielt habe«, gab Tobias Levels Einblicke in seine Gefühlswelt nach dem Spiel. »Wenn man selber nicht mitwirken kann oder darf, dann ist es immer so eine Sache, dass man selber nichts beeinflussen kann. Das tut immer irgendwo weh«.
Verständlich, schließlich mussten Levels und seine Kollegen erst mal eine bittere Schlappe verdauen. »Eine Niederlage ist in dieser Situation sehr, sehr bitter. Der Schmerz sitzt sehr tief«, stellte Levels fest und weiß, dass die Chancen auf den Klassenerhalt wohl gen null gesunken sind. »Die Situation ist sau schwer, aber theoretisch ist noch alles möglich«, gibt sich der 24-Jährige kämpferisch. »Dementsprechend muss man an seine Chance glauben und weiter dafür kämpfen«.
Gekämpft bzw. bemüht, hatten sich die Borussen zwar, doch viel Fruchtbares sprang dabei gegen die Pfälzer nicht heraus. Zu ängstlich und ohne Esprit zeigten sich die Borussen gegen den FCK. »Von außen ist es schwer einzuschätzen, aber man merkte sicher schon eine gewisse Verunsicherung. Man hatte nicht den Mut selber Fußball zu spielen, oder auch in engen Situationen dann selbst präsent zu sein«, monierte Levels. »Wir haben es nicht verstanden, mutiger Fußball zu spielen und die Lauterer vor größere Probleme zu stellen«.
»In meinen Augen war es von beiden Mannschaften ein schwaches Spiel, daher wäre ein Punkt gerecht gewesen«, befand der 24-Jährige. Das der VfL am Ende dennoch mit leeren Händen da stand, war auch einem Fehlgriff von Logan Bailly geschuldet. Der Belgier legte sich den Ball nach einem Eckball mit einer Faust selbst in die Maschen.
Fortan hatte Borussias Schlussmann bei einem Teil der Fans erneut schlechte Karten. Nicht ‚nur', das der 25-Jährige aus der Nordkurve mit Gegenständen beworfen wurde, sondern dazu hämischen Applaus erntete, als er nach dem Gegentor einen Ball sicher herunter pflückte.
Doch auch zuvor zeigte sich ein Teil der Fans der im Borussia-Park ungeduldig, wissentlich, dass selbst ein Remis gegen den direkten Konkurrenten aus der Pfalz wohl zu wenig ist. »Die Stimmung im Stadion war für mich eine absolute Frechheit«, nahm Levels am Samstag kein Blatt vor den Mund und hätte sich generell mehr Unterstützung gewünscht. »Das kann man ruhig auch mal schreiben«.
Damit meinte der rechte Verteidiger nicht nur die hämischen Rufe gegen Logan Bailly, sondern die Atmosphäre während der 90 Minuten. »Auch vorher waren die Pfiffe und die ganze Stimmung im Stadion eine Frechheit«, kritisierte Levels, wollte dabei allerdings nicht die gesamte Fanschaar im Stadion über einen Kamm scheeren und schränkte ein: »Das Pfeiffen und Buhen einiger Leute, die beispielsweise schon nach 30 Minuten und im weiteren Verlauf des Spiels Stimmung gegen bestimmte Spieler gemacht haben, war in meinen Augen unverschämt«.





