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HomeKonterSaison 2010/2011Borussias Frauen verpassen Sprung an die Tabellenspitze

Borussias Frauen verpassen Sprung an die Tabellenspitze

Herbe 7:3- Klatsche

Die erste Frauenmannschaft von Borussia Mönchengladbach musste am 19. Spieltag der Regionalliga West eine empfindliche 7:3-Klatsche bei der zweiten Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen hinnehmen und konnten so die ‚Nachbarschaftshilfe' von Fortuna Dilkrath nicht nutzen. Mandana Knopf schoss den VfL mit sechs Treffern dabei nahezu im Alleingang ab.

Schließlich landete der abstiegsbedrohte Nachbar aus Dilkrath am Sonntagmittag einen Bigpoint und gewann doch etwas überraschend zuhause gegen Tabellenführer VfL Bochum mit 1:0. Das Spiel fand bereits um 13 Uhr statt, sodass die Borussen ab 15 Uhr gegen den Tabellensechsten hätten nachlegen und die Tabellenspitzte erklimmen können. Doch es kam anders, als gedacht.

Mit dem Wissen des Ergebnisses aus Dilkrath begann der VfL zunächst engagiert und erspielte sich wie gewohnt Torgelegenheiten. In Führung ging jedoch die Werkself. Mandana Knopf netzte nach acht Minuten ein, Leonie Zellmann glich sechs Minuten später für die unbeeindruckten Borussen aus.

In der Folgezeit spielte bestimmte der VfL das Spielgeschehen, und erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten, die jedoch wie auch oftmals auf der Strecke blieben. »Wir hatten zwar mehr Ballbesitz und haben Leverkusen in die Defensive gedrängt, doch der letzte Pass kam oft zu ungenau und wir waren zu überhastet«, haderte Trainer Friedel Baumann.

So kam es, wie es manchmal im Fußball kommt. Nutzt man vorne die Chancen nicht, so wird das mitunter bestraft. Das tat Leverkusen und brachte sich bis zur Pause durch einen Doppelschlag auf 3:1 in Front. Eine Führung, die vom Spielverlauf her ganz und gar nicht in der Luft lag. »Wenn man fünf 100%tige Torchancen nicht nutzt und zudem ungewohnte Probleme in der Defensive hat, dann fängt man sich eiskalte Konter«, sagte Borussias Trainer.

Der VfL steckte nicht auf und startete engagiert in den zweiten Durchgang. Die Tore machten jedoch die Gastgeberinnen. Die Werkself setzte auf Konter und enteilte nach Toren von Mandana Knopf in der 52. und 61. Minute auf 5:1 davon.

Doch auch nach dem nahezu unerreichbaren Rückstand warf die Gladbacher Borussia nicht die Flinte ins Korn. Im Gegenteil. »Wir haben nicht aufgesteckt und weiterhin alles versucht«, lobte Baumann seine Truppe. Dieser hatte mittlerweile reagiert und die Viererkette aufgelöst. Zudem standen nun sechs Offensivkräfte auf dem Platz.

Eyline Lupprich brachte die Borussia zwanzig Minuten vor Ende zwar auf 5:2 heran und witterte noch mal Morgenluft, doch da im Anschluss erneut beste Gelegenheiten auf der Strecke blieben, wurde der VfL von der auf Konter spielenden Werkself allen voran für die Fehler in der Defensive bestraft.

Mandana Knopf baute mit ihrem Doppelpack in der 83. und 88. Minute den Vorsprung aus, während Anne Birbaum per Strafstoß lediglich Ergebniskosmetik betrieb. So mussten die Borussen am Ende eine empfindliche und unnötige 7:3-Niederlage hinnehmen. »Wenn du vorne die Chancen nicht nutzt und hinten die Tore kassiert, dann hat man in der Summe zu Recht verloren. Glückwunsch an Leverkusen«, analysierte Baumann und zeigte sich als fairer Verlierer und ergänzte: »Aber wir haben nach dem Spiel gesagt, dass wir im Team, da zählen alle zu, nicht nur die Spieler, gemeinsam gewinnen und gemeinsam verlieren«.

Die Borussia ließ somit die Vorlage aus Dilkrath ungenutzt und hat es somit verpasst, die Tabellenspitze zu erklimmen. Verloren ist jedoch noch nichts. Nach wie vor beträgt der Rückstand auf Tabellenführer VfL Bochum einen Punkt, sodass derzeit alles auf einen Showdown am letzten Spieltag im direkten Duell hinausläuft.

Für Trainer Friedel Baumann und seine Truppe heißt es nun in den kommenden Trainingseinheiten ‚Wunden lecken', Fehler analysieren und Defizite abstellen. Umwerfen wird diese Schlappe die Mannschaft wohl allerdings nicht. »Wir haben eine Breitseite bekommen«, musste Friedel Baumann zugeben. »Aber jetzt stehen wir wieder auf und freuen uns auf unsere nächsten Aufgaben, nämlich drei Heimspiele hintereinander«.


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