Nachdem Oscar Wendt bereits am Donnerstagabend in Düsseldorf gelandet war, fohlen-hautnah berichtete, standen für den schwedischen Nationalspieler am Freitag die medizinischen Untersuchungen auf dem Programm. Diese verliefen positiv, sodass Borussia Mönchengladbach im Anschluss und nach Vertragsunterschrift die Verpflichtung verkünden konnte. Der 25-Jährige erhält beim VfL einen bis zum 30.06.2014 datierten Dreijahresvertrag.
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| Oscar Wendt unterschreibt beim VfL bis 2014. Foto: Marc Schöne, Fohlen-Hautnah.de |
»Oscar Wendt hat beim FC Kopenhagen in der Meisterschaft und in der Champions League eine sehr gute Rolle gespielt. Er hatte viele interessante Angebote und wir freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat«, strahlte Borussias Sportdirektor Max Eberl.
Tatsächlich schien der Nationalspieler heiß umworben zu sein. Verständlich, denn schließlich war der viermalige schwedische Meister mit dem FC Kopenhagen ablösefrei zu haben. »Oscar hatte auch aus der Bundesliga einige Angebote, aber Borussia kennt ihn bereits seit drei Jahren und wollte ihn unbedingt«, sagt Berater Niclas Jensen. »Es ist natürlich für Oscar auch wichtig, vom ersten Tag an das Vertrauen vom Trainer zubekommen. Das wird er hier bekommen«.
»Ich glaube auch, dass Borussia mit Lucien Favre einer guten Zeit entgegen geht und dass die nächste Saison richtig gut wird«, ist Jensen indes guter Dinge, dass die „Fohlen" in der neuen Spielzeit nicht in den Abstiegsstrudel geraten.
Dazu, dass das der Fall sein wird, will Oscar Wendt seinen Teil zu beitragen. »Ich hoffe, dass ich gut in die Mannschaft komme, wir in der kommenden Saison mehr Spiele gewinnen und einen besseren Platz als die Relegation erreichen«, gab der 25-Jährige gleich nach seiner Ankunft in Düsseldorf das Ziel aus.
Für den Linksfuß, der bis dato als der beste Linksverteidiger der Superligaen galt und immerhin 44 Spiele in der Champions und Europa League vorzuweisen hat, wird die Bundesliga allerdings nicht nur Neuland sondern auch eine Herausforderung sein.
Denn es dürfte keine zwei Meinungen geben, dass das Niveau der Bundesliga deutlich höher angesiedelt ist, als das der dänischen Superligaen. »Die dänische Liga ist nicht allzu stark«, meint Wendt und so ist seine Entscheidung, den dänischen Serienmeister nach fünf Jahren zu verlassen, durchaus nachvollziehbar. »Ich wollte den nächsten Schritt machen und auf einem höheren Level spielen«, begründet der Blondschopf den Wechsel in die Bundesliga und zum VfL.
Einen Schritt, den ihm Landsmann Patrik Andersson durchaus zutraut. »Wenn man seine Leistungen in der Champions League sieht, dann traue ich ihm zu, dass er sich in der Bundesliga durchsetzt«, meinte der Ex-Borusse im Gespräch mit unserer Redaktion und fügte hinzu: »Für seine Entwicklung ist ein Club wie Gladbach aber optimal«.
Dennoch hat einer der besten VfL-Verteidiger und Mitglied der Borussen Jahrhundert-Elf auch noch Schwachstellen bzw. Verbesserungspotenzial bei Oscar Wendt ausgemacht. »Ich habe Oscar mit Schweden in den beiden Spielen gegen Moldawien und gegen Finnland gesehen. Oscar hat ganz gute Ansätze, aber ich finde, dass er nach vorne mehr zeigen muss«, ist Andersson der Meinung und fügt hinzu: »Er hat als Offensivspieler angefangen und wurde dann zum Linksverteidiger gemacht. Das sieht man, denn er hat manchmal Probleme im Stellungsspiel und im Eins-gegen-Eins«.
»Aber er spielt gute Pässe, hat einen sehr guten linken Fuß und kann gut flanken«, nennt Andersson auf der anderen Seite die Qualitäten des Linksverteidigers, der in der Vorbereitung den Konkurrenzkampf mit Kapitän Filip Daems aufnehmen will und wird.
Es bleibt gleichermaßen zu hoffen und zu wünschen, dass sich Oscar Wendt schnell an die raue Bundesligaluft gewöhnt. Das Potenzial dazu ist durchaus vorhanden. Allerdings sollte man ihm auch Zeit geben, sich an das neue Niveau zu gewöhnen. Eine Verstärkung für die Defensive ist der „Schwedenhappen" qualitativ jedoch allemal und ohne Zweifel.
Nach seinem zweieinhalb Wöchigen Urlaub wird Oscar Wendt am 27. Juni mit vollem Akku mit ins Trainingslager der Borussia nach Bad Wörishofen reisen und die Herausforderung Bundesliga bei den „Fohlen" in Angriff nehmen.






