Nach zuvor zwei trainingsfreien Tagen hat Borussia Mönchengladbach am Dienstagnachmittag wieder die Arbeit aufgenommen. Während Borussias Trainer Lucien Favre bei der ersten Trainingseinheit auf Martin Stranzl und auf Roman Neustädter verzichten musste, so war Igor de Camargo wieder mit von der Partie. Und auch trotz der Tabellenführung bleiben die Borussen auf dem Boden.
![]() |
| Mike Hanke und die Borussen bleiben auf dem Boden. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
Igor de Camargo hat sich von dem Abriss des Dornfortsatzes im dritten Brustwirbel weitestgehend erholt und wird nun täglich die Intensität steigern. »Natürlich müssen wir vorsichtig sein, denn der Knochen ist gebrochen. Das ist anfangs gerade auch für den Kopf nicht einfach«, erklärte der belgische Nationalspieler am Dienstag.
»Aber ich habe jetzt keine Schmerzen mehr und jetzt ist es auch wieder gut, auch wenn ich gerade mit Zweikämpfen noch vorsichtig sein muss«, so der Angreifer weiter. »Am Mittwoch werde ich wieder mit Körperkontakt trainieren und dann sehen wir weiter«.
So wird allen voran Lucien Favre seinen Schützling in den kommenden Tagen genau beäugen und dann entscheiden, ob es Sinn macht, den Stürmer mit nach Gelsenkirchen zu nehmen. »Igor hat gestern und heute trainiert. Das war ok, aber da gab es auch noch keinen Körperkontakt und keine Zweikämpfe«, gab Favre zu bedenken. »Dahingehend werden wir morgen sehen, wie er sich dann fühlt«.
Noch nicht mit der Mannschaft auf dem Platz ist Martin Stranzl. Wann das bei dem Österreicher, der Fall ist und ob er für die Partie am kommenden Sonntag „Auf Schalke" infrage kommt, bleibt abzuwarten. »Martin trainiert noch mit Andreas Bluhm. Dass heißt zwar nicht, dass er am Wochenende ausfällt, aber wir müssen vorsichtig sein«, sagte Favre und will noch die kommenden Tage abwarten: »Ich weiß es noch nicht«. Sollte ein Einsatz für den 31-Jährigen noch zu früh kommen, so stünde Roel Brouwers bereit, der nach seiner abgesessen Gelbrotsperre wieder zur Verfügung steht.
Während Roman Neustädter laut Lucien Favre vielleicht schon am morgigen Mittwochnachmittag wieder ins Training einsteigen soll, so starte der übrige Teil der Borussen mit einer 90-minütigen Einheit in die neue Trainingswoche.
Und das tat der Tabellenführer bei Temperaturen um die 30 Grad unter den Augen von rund 400 Zaungästen, die die Borussen zuvor mit lautem Beifall auf das Trainingsgelände begleitet hatten. Und sie sahen auch, dass Michael Bradley, Tobias Levels und Mo Idrissou die überwiegenden Ballgefühlsübungen und das 5-gegen-2 mit absolvierten durften.
Allerdings standen eben auch keine taktischen Dinge auf dem Programm, wobei die drei bisher stets gefehlt hatten. Gerade aber der Kameruner hatte vor dem Aufwärmprogramm ein kurzes Vier-Augen-Gespräch mit Lucien Favre abgehalten. Wie dieses einzuordnen ist, bleibt abzuwarten.
Unter den Borussen-Anhängern herrscht derweil ob des sehr guten Saisonstarts sicherlich eine gewisse und verständliche Euphorie, auf die Protagonisten trifft das aber nicht zu. »In der Mannschafft gibt es überhaupt keine Euphorie«, unterstreicht Favre und ergänzt: »Jeder Spieler sieht dass sehr realistisch und weiß, wie schnell es gehen kann«.
»Es ist eine schöne Momentaufnahme, aber wir sollten alle die Kirche im Dorf lassen. Am Sonntag kann das schon wieder ganz anders aussehen. Natürlich wollen wir das nicht, sondern wir fahren nach Schalke, um zu gewinnen«, pflichtet Mike Hanke bei und ergänzt: »Es ist ein schöner Moment, wenn man auf die Tabelle schaut, aber es sind erst drei Spiele gespielt. Sicherlich werden wir auch mal ein Spiel verlieren. Zurzeit läuft es aber im Umfeld und mit den Fans im Rücken ganz gut und diesen Schwung sollten wir auch mit nach Schalke nehmen«.






