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HomeKonterSaison 2011/2012Martin Stranzl: ÖFB-Tür weiterhin zu

Martin Stranzl: ÖFB-Tür weiterhin zu

Comeback beim VfL sicherlich ja, im Nationaldress nein

Im Testspiel Gegen den MSV Duisburg feierte Martin Stranzl nach langer Wadenverletzung sein Comeback für Borussia Mönchengladbach. Und hinterließ dabei in dem 80-minütigen Einsatz einen durchaus guten Eindruck. Gut möglich also, dass der Österreicher gegen den 1.FC Kaiserslautern in die Startformation des VfL zurückkehrt. In das Team der österreichischen Nationalmannschaft gibt es hingegen nach wie vor kein zurück.

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Stranzl im Duell mit dem Ex-Mainzer Landsmann Christian Fuchs, im ÖFB-Team aber keine Kollegen. Foto: Dirk Päfffgen, Fohlen-Hautnah.de

Zu tief scheint nach wie vor der Stachel zu sitzen, der ihn im November 2009 zum Rücktritt aus dem ÖFB-Team bewogen hatte. Damals ging es um eine Nichtnominierung für das Spiel gegen Kamerun, was zu Differenzen mit Nationaltrainer Dietmar Constantini geführt hatte.

»Ich bin da jetzt niemandem böse oder nachtragend, sondern es sind die Entscheidungsträger, die dann natürlich auch mit den Konsequenzen rechnen müssen. Das habe ich damals auch dem Teamchef gesagt«, erklärte Stranzl am Samstag.

»Meine Konsequenz war eben dahingehend, dass ich dann gesagt habe: Okay, dann mache ich den Weg frei für andere, wenn es so sein soll«, ergänzte er.

Dabei wurden gerade bei der jüngsten 6:2-Klatsche der Alpenrepublik im EM-Qualifikationsspiel gegen die DFB-Elf die offensichtlich massiven Probleme in der Defensive mehr als deutlich. »Ich habe mir das Spiel angeschaut. Es war sehr interessant und als Fußball-Fan es Spaß gemacht, zuzugucken«, gab Stranzl wohl etwas ironisch zu Protokoll.

Der routinierte 31-Jährige würde der wackligen ‚Ösi'-Abwehr sicherlich mehr als Halt geben, so wie damals, als er von Spartak Moskau zum VfL kam und mit dabei half, den Defensivverbund zu stabilisieren.

Doch an einen Rücktritt vom Rücktritt verschwendet der Borusse offensichtlich weiter keinerlei Gedanken. »Nein«, unterstrich der 31-Jährige am Samstag bestimmend.

»Es ist einfach zu viel vorgefallen. Und ich bin halt in meinen Entscheidungen konsequent«, begründete der EM-Teilnehmer von 2008 und fügte hinzu: »Ich habe schon vor zwei Jahren gesagt, als ich zurückgetreten bin, dass es da für mich viele Probleme gibt und auch keine Linie erkennbar ist, wenn man die ganzen Spiele verfolgt. Das zieht sich durch und deshalb habe ich gesagt, dass ich meine Nationalmannschaftskarriere beende«.

Somit werden den bisher 56 Einsätzen (3 Tore) für sein Heimatland auch in Zukunft wohl keine weiteren hinzukommen. »Das Thema ist für mich durch und daran gibt es auch nichts dran zu rütteln«, untermauerte der Österreicher.

Und das auch nicht, sollte der bisher eher mäßig erfolgreiche Nationaltrainer Constantini ausgetauscht werden. »Ich bin in meinen Entscheidungen konsequent. Und da bin ich auch konsequent, auch wenn jetzt ein anderer Teamchef kommt«, so Stranzl. »Das käme nicht von ungefähr. Vom Spielermaterial her glaube ich, wäre mehr drin, aber das ist nicht mehr mein Thema«.

»Man hat mich auch müde belächelt, als ich nach Gladbach gegangen bin. Das habe ich auch nicht vergessen«, sagt Stranzl. »Und von daher ist das Thema abgehakt. Das ist so und fertig«.

Beim VfL lächelt man sicherlich, allerdings im positiven Sinne dahingehend, den Österreicher in seinen Reihen zu haben. Und freut sich deshalb auch, wenn der Routinier am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern wieder mit von der Partie wäre.

Jedenfalls sieht sich der 31-Jährige für seine Saisonpremiere gerüstet, seinen Einsatz fordert er allerdings nicht. »Der Trainer entscheidet, ob ich spiele«, sagt Stranzl. »Aber wenn der Trainer entscheidet, dass ich spiele, dann wird es da überhaupt keine Probleme geben«.


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