Zweifelsohne: Juan Arango ist gerade aktuell ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. Der „Hurrikan der Karibik" empfiehlt sich derzeit mit nahezu herausragenden Leistungen für eine Verlängerung seines im kommenden Sommer auslaufenden Vertrages. Doch eine einfache Entscheidung dürfte dies für die Verantwortlichen des VfL nicht werden.
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| Immer auf Ballhöhe und wichtiger Bestandteil des VfL: Juan Arango. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
Der 31-Jährige spielt zwar auf der gesuchtesten Position und ruft gerade unter Lucien Favre kontinuierlich sein zweifelsohne vorhandenes Potential ab, schwankte jedoch in den letzten beiden Jahren aber eben auch oftmals zwischen Windböe und Hurrikan.
Doch aktuell jedenfalls, ist bei dem Venezolaner von einem Tiefdruckgebiet nichts zu spüren und auch Reisestrapazen zu Länderspielreisen scheinen dem begnadeten Fußballer wie zuletzt gegen Bayer Leverkusen nichts anzuhaben.
Defensiv wie offensiv überzeugte der venezolanische Nationalmannschaftskapitän, blüht derzeit förmlich auf und zeigt, warum ihn der VfL vor zwei Jahren an den Borussia-Park geholt hat.
»Juan ist einfach ein sensationell guter Fußballer. Er ist ein richtiger Instinktfußballer, der weiß wo der Mitspieler steht, er hat eine unwahrscheinlich gute Technik, eine weltklasse Schusstechnik und er spielt starke Pässe. Ich bin froh, dass er in Gladbach ist und ich mit ihm zusammenspielen kann«, schwärmt Marco Reus. »Ich hoffe natürlich, dass er seinen Vertrag verlängert. Er ist für Gladbach ein sehr wichtiger Spieler geworden und es macht Spaß, mit ihm zusammenzuspielen«.
»Momentan haben wir ein funktionierendes Konstrukt«, sagt Max Eberl. Und genau aus diesem ist der kreative und ruhige Zeitgenossen derzeit so sicherlich nicht wegzudenken. »Er kann Fußball lesen und antizipieren, sein linker Fuß ist sehr, sehr stark, er spielt mit dem den Ball fast wie mit der Hand«, weiß auch Lucien Favre die Qualitäten des Venezolaners zu schätzen. »Er spielt mit viel Intelligenz, ist kreativ und spielt tödliche Pässe. Auch defensiv spielt er sehr gut und mit viel Intelligenz. Das ist wichtig für die Mannschaft«.
»Die Menschen hier respektieren die Privatsphäre. Es ist eine sehr schöne und liebenswerte Stadt. Und man kann die nächsten Städte schnell und unproblematisch erreichen. Alles ist sehr zentral«, sagte Arango in Borussias Stadionzeitung „FohlenEcho". »Ich fühle mich hier wohl und gut aufgehoben«.
»Was Juan sagt kann ich nur bestätigen. Wenn ich fühle, wie er in der Mannschaft angekommen ist, wie er in der Kabine ist und wie er an der ganzen Sache Spaß hat, dann hat man das Gefühl, dass er sich wirklich wohl fühlt«, freut sich Max Eberl. »Und der Fußball zeigt auch, dass er sich wohl fühlt. Er scheint wirklich richtig angekommen zu sein. Das freut uns«.
Die Frage wird nun sein, was sich die Borussia die Freude kosten lässt und in wie weit Juan Arango bei dem derzeitigen Wohlfühleffekt auf und neben dem Platz bereit ist, eventuelle Kompromisse in Sachen Vertragslaufzeit und Gehalt in Kauf zu nehmen.
Juan Arango wird im kommenden Jahr 32 Jahre jung. Natürlich gibt es lediglich gut oder schlecht und nicht alt oder jung, doch vielleicht wäre eine Vertragsverlängerung für ein Jahr plus Option zunächst nicht die gänzlich schlechteste Lösung.
Gut möglich aber, dass der Mittelfeldstratege direkt einen Zweijahresvertrag anstrebt, um dann bei einer erfolgreichen Qualifikation mit Venezuela nach der WM 2014 in Brasilien mit dann mit 34 Jahren wohlmöglich seine aktive Laufbahn beenden zu können. Dazu ist selbstverständlich auch Planungssicherheit von Nöten, denn somit dürfte die Vertragsverlängerung beim VfL der letzte und vielleicht große Vertrag in seiner Karriere sein.
Unbestritten ist jedoch, dass eine Vertragsverlängerung mit dem derzeit in einer starken Verfassung befindlichen Juan Arango durchaus wünschenswert wäre, denn nie war er so wichtig wie jetzt. Und dann hat man auch ausreichend Zeit, um beispielsweise einen Yuki Otsu in Ruhe auf die Nachfolge vorzubereiten.






