Zu Besuch bei Borussias zukünftigen Australier
Seit Sonntag befindet sich mit Mathew Leckie der erste potenzielle Neuzugang von Borussia Mönchengladbach für die neue Saison in Deutschland. Der 20-Jährige weilt aktuell mit der australischen U23-Nationalmannschaft im Trainingslager in der Sportschule Duisburg-Wedau, um sich auch für den A-Kader von Trainer Holger Osieck zu empfehlen. Die Verpflichtung des Rechtsfuß, der am Montag die medizinischen Untersuchungen in Gladbach absolvierte, soll in der kommenden Woche unter Dach und Fach gebracht werden.
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| Borussias zukünftiger Australier Mathew Leckie - Foto: Marc Schöne, Fohlen-Hautnah.de |
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Am vergangenen Sonntag reiste der 20-Jährige von ‚Down Under' nach Deutschland, um beim VfL die medizinischen Untersuchungen zu absolvieren. Sollte der Befund ein positives Ergebnis hervorrufen, dann wird der Rechtsfuß in der kommenden Woche wohl einen Vertrag bis Sommer 2014 unterzeichnen. »Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben. Ich habe den Medizincheck am Montag gemacht und wenn der in Ordnung ist, dann werde ich unterschreiben«, sagte Leckie.
Vom Flughafen Düsseldorf aus ging es für den ‚Young Socceroo' am Montag nach Gladbach, wo er nach den medizinischen Untersuchungen erste Eindrücke über seinen neuen Verein und neuen Lebensmittelpunkt sammeln konnte. »Mönchengladbach habe ich in den vergangen zwei Tagen kennengelernt. Es ist eine kleine, aber sehr schöne Stadt«, verriet Leckie am Mittwoch in Duisburg.
»Ich habe das Stadion gesehen und das ist beeindruckend und wunderschön. Es gibt hier für mich viele neue Erlebnisse. In Europa wird toller Fußball gespielt und ich genieße es einfach, in Deutschland zu sein«, fuhr der 20-Jährige fort. »Ich freue mich einfach, bald ein Teil der Borussia sein zu dürfen und auf die Aufgaben, die auf mich zukommen«.
»Die Bundesliga ist eine gute und bessere Liga mit großer Qualität. Es ist eine gute Gelegenheit, mich zu zeigen. Ich möchte erfolgreich sein und mich beweisen«, beschreibt der Aussie seine Ziele. »Das Wichtigste ist aber, dass ich gut trainiere und mich zeige, denn ich habe in Deutschland keinen Namen«.
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Auf sich aufmerksam machen und seine Qualitäten unter Bewies stellen können wird der Rechtsfuß also fortan in Deutschland bei Borussia, wofür er seiner Heimat vorerst den Rücken kehrt. »Natürlich ist Australien ein schönes Land und ich liebe es, aber ich will mich fußballerisch natürlich verbessern und es ist für mich eine große Chance, in Europa Fußball spielen zu dürfen«, strahlt Leckie. »Deutschland ist eine andere Erfahrung für mich und die Gelegenheit erfolgreich Fußball zu spielen«.
Man darf durchaus gespannt sein, wie sich eines der größten Talente Australiens auf dem Platz präsentiert und in der Bundesliga zurecht kommt. Im Bezug auf seine Stärken und Schwächen hält sich Leckie derweilen diplomatisch zurück: »Sich selber zu beschreiben ist natürlich immer schwer, aber ich bin schnell und zweikampfstark«, beschreibt sich der 20-Jährige. »Grundsätzlich sollten das aber andere beurteilen«, erklärt der Youngster. »Gleiches gilt für die Schwächen, zu denen mir jetzt aber auch nicht so viele einfallen«.
»Ich kenne Mönchengladbach natürlich aus der 1. Bundesliga und habe diese auch in Australien verfolgt. Ich habe gehört, dass sie zu den Topteams der Liga gehören, stark sind, mal abgestiegen, aber sofort wieder hochgekommen sind«, hat sich der Offensiv-Allrounder in Australien bereits über seinen neuen Verein informiert.
Keine direkte Hilfe, über die Borussia aus der Ferne etwas zu erfahren, waren Leckie indes die Ex-Borussen Graig Moore und Thomas Broich, der mit Brisbane Roar in der abgelaufenen Saison Meister der A-League geworden. »Ich habe Thomas Broich noch nie getroffen. Craig Moore zwar schon, aber das ist schon einige Jahre her. Da war er noch nicht in Gladbach«.
Wie auch seine zukünftigen Mannschaftskollegen, will sich der Rechtsfuß dazu aktuell nicht mit der 2.Liga abfinden. »Es sind noch ein paar Spiele zu spielen. Vielleicht schafft Borussia die Relegation und ich hoffe, dass wir in der Liga bleiben«, sagt Leckie.
Doch bevor der Australier die Aufgabe bei der Borussia angeht, gilt es für ihn, sich in der Sportschule Wedau bei den ‚Young Socceroos' für die von Holger Osieck trainiere A-Nationalmannschaft zu empfehlen. Seine Qualitäten konnte der Single, der demnach alleine nach Deutschland kommt, bisher jedoch lediglich im Training unter Beweis stellen, denn im Testspiel der ‚Young Socceroos' gegen Borussias U23 kam der Youngster nicht zum Einsatz. Ob er dies am Donnerstag gegen Fortuna Düsseldorf der Fall sein wird, stand noch nicht fest.
Dafür lernte er erstmals Borussias Sportdirektor Max Eberl und Teammanager Steffen Korell kennen, mit denen er am Rande des Spiels der Australier gegen Borussias U23 erste Worte wechseln konnte und ein etwa 10-minütiges Gespräch führte. »Ich habe ein wenig Smaltalk mit ihnen gehalten, auch um mich auch vorzustellen und um sie kennenzulernen«, verriet Leckie.
In den kommenden Tagen wird sich Mathew Leckie noch in Duisburg bei der australischen U23-Nationalmannschaft aufhalten, um dann eventuell am kommenden Samstag nach Düsseldorf zur A-Nationalmannschaft zu reisen, die sich in der Landeshauptstadt auf das Freundschaftsspiel gegen die DFB-Auswahl am Dienstag im Borussia-Park vorbereitet. Ob Leckie ins Aufgebot von Holger Osieck berufen und zum Einsatz kommen wird, ist derzeit jedoch noch offen und fraglich.
Spätestens nach diesem Länderspiel wird der 20-Jährige in Gladbach erwartet, um nach positiven Ausgang der medizinischen Untersuchungen den Vertag beim VfL zu unterschreiben und dann zwei Monate in Deutschland zu bleiben und unter Lucien Favre mit seinen zukünftigen Mitspielern zu trainieren und um diese kennenzulernen. Zumindest Marco Reus ist dem Socceroo schonmal ein Begriff. »Er ist ein großartiger und ebenso junger Spieler mit viel Qualität. Er hat für die Borussia viele Tore geschossen«, so Leckie. Anschließend wird Leckie wohl nach Australien zurückkehren, um endgültig seine Zelte abzubrechen.
Während seiner Zeit in Deutschland wird der leidenschaftliche Golfer auch die hiesigen Plätze aufsuchen, um einzulochen. Durchaus zu wünschen wäre, wenn der sympathische Aussie dann in Zukunft auch bei und für die Borussia 'einlocht' ...








