Borussias derzeitige Innenverteidigung bekennt sich auch in Liga zwei zum VfL
Beim 1:0-Heimsieg von Borussia Mönchengladbach gegen die Namenscousine aus Dortmund stand Roel Brouwers erstmals seit dem 16.Spieltag wieder in der Startelf des VfL. Nach zuletzt drei Kurzauftritten in den Schlussminuten, vornehmlich in der Offensive eingesetzt, kam der Niederländer gegen den BVB aufgrund der Verletzung von Dante zu seinem dreizehnten Saisoneinsatz. Diesen meisterte er an der Seite von Martin Stranzl durchaus mit Bravour. Die beiden könnten durchaus das neue Innenverteidiger-Duo der nächsten Saison werden und sein, denn Brouwers bleibt dem VfL auch in Liga zwei erhalten.
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| Roel Brouwers verteidigt auch in Liga zwei für den VfL. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de |
Es war schon überraschend und erfreulich gleichermaßen, wie Roel Brouwers nach seiner langen Abstinenz und ohne Spielpraxis auf seiner angestammten Position als Innenverteidiger gegen den kommenden wohl deutschen Meister agierte. »Wo ich nicht gespielt habe, habe ich versucht, im Training mein Bestes zu geben, um da zu sein, wenn ich da sein muss«, sagt Roel Brouwers und zieht Bilanz: »Das hat gegen Dortmund gut geklappt, ich war sehr zufrieden«.
Tatsächlich hat das gegen den BVB mehr als gut geklappt, denn der 29-Jährige ließ völlig unaufgeregt und mit all seiner Routine in der Defensive nichts anbrennen. »Es ist nicht einfach, so in ein Spiel reinzukommen, wo du eigentlich gewinnen musst. Und das gegen den Tabellenführer«, sagt Brouwers. »Aber es hat geklappt und das war für mich ein richtig gutes Gefühl«.
»Wenn Roel reinkommt, weißt du was er bringt«, honoriert Max Eberl und ergänzt: »Und das bringt er sehr gut und sehr stabil«. Und das alles tat der Niederländer im Verbund mit Martin Stranzl, der in der Rückrunde zu einer tragenden Säule im Defensivverbund der Fohlen geworden ist. Für Brouwers war es zumindest in einem Pflichtspiel das erste Zusammenspiel mit dem Österreicher. »In der Vorbereitung auf die Rückrunde haben wir schon ein paar Spiele und auch im Training haben wir öfters zusammengespielt«, erklärt Brouwers. »Die Zusammenarbeit hat da stets und auch gegen Dortmund gut geklappt«.
Am Ende stand die Null. Und das auch wohlwissend, dass sich die Defensivleistung unter Lucien Favre im Allgemeinen stark verbessert hat. »Die ganze Mannschaft steht im Moment gut. Eine Mannschaft wie Dortmund bekommt immer Chancen, aber es lag an uns, nicht so viele und auch keine großen zuzulassen«, sagt der Niederländer und befindet. »Das ist uns gelungen«.
»In Hannover müssen wir versuchen das, was wir gegen Dortmund gemacht haben, fortzusetzten. Dann können wir dort hoffentlich etwas holen«, gibt der Innenverteidiger die Marschrichtung für das kommende Spiel vor.
Dort wird er erneut mit Martin Stranzl dafür sorgen, dass sich die schnellen und gefährlichen Stürmer von Hannover 96 am Defensivverbund und auch an der Viererkette des VfL die Zähne ausbeißen.
Gut möglich, dass sich der Niederländer schon mal für die kommende Saison, sei es in Liga eins oder im ungünstigsten Fall Liga zwei, an der Seite des Österreichers einspielt. Denn Borussias derzeit angeschlagener Brasilianer Dante dürfte in der kommenden Saison wohlmöglich auch bei einem Ligaverbleib nicht oder nur schwer zu halten sein.
Sollte jedoch der ‚worst case' eintreten, dann ist es gut möglich, dass Roel Brouwers und Martin Stranzl zusammen verteidigen. Martin Stranzl hat bereits erklärt, der Borussia auch in der zweiten Liga erhalten zu bleiben.
Große Überzeugungsarbeit war dabei seitens der Verantwortlichen offenbar nicht zu leisten. »Es ist mir nicht schwer gefallen, Martin zu überzeugen. Wir haben den gesamten Winter über schon gesprochen. Martin hat sich einfach eine Möglichkeit einräumen lassen wollen, weil er nicht wusste, was passiert«, erklärt Max Eberl die Option, die sich der Österreicher für einen Abstieg in seinen Vertrag hat einbauen lassen.
»Martin ist ein fantastischer Kerl mit einem super Charakter und ein Junge, der uns in der Rückrunde richtig geholfen hat. Dann haben wir miteinander gesprochen. Er wollte wissen, wie es weiter geht und was wir vorhaben. Martin ist davon überzeugt, was wir vorhaben und deswegen hat er dann auch gesagt, dass er bleibt«, so Borussias Sportdirektor im Gespräch mit unserer Redaktion.
Bleiben wird bei einem Abstieg auch definitiv Roel Brouwers, dessen Vertrag noch bis zum Sommer 2012 datiert ist. »Ja. Ich habe sowieso noch ein Jahr Vertrag und will bleiben«, legt sich der Niederländer, der bereits 87 Zweitligaspiele für die Fohlen und Paderborn auf dem Buckel hat, fest und fügt hinzu: »Es ist immer scheiße, wenn du absteigst, aber auch dann bleibe ich hier. Ich kenne die 2. Liga und wenn wir dann dort spielen müssen, ist das sicherlich ein Vorteil«.
Doch das ist jedoch für den Niederländer noch nicht aktuell. »Wir haben noch die Chance in der 1.Liga zu blieben und gehen davon aus, dass wir es schaffen«, unterstreicht Roel Brouwers.
Roel Brouwers und Martin Stranzl: Zumindest aktuell ligaunabhängig und gerade für Liga zwei durchaus ein schon gut eingespieltes sowie harmonierendes und starkes Duo. Dazu den ebenso zweitligaerfahrenen Bamba Anderson, der bekanntlich in seinem letzten Jahr bei Fortuna Düsseldorf zum besten Innenvertediger der zweiten Liga gewählt wurde, in der Hinterhand. Müsste der VfL in in den sauren Apfel zweite Liga beißen, dann wäre man hier durchaus schon gut aufgetsellt ...






