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HomeSeitenlinieSaison 2011/2012Mo Idrissou: »Nichts anderes als Borussia im Kopf«

Mo Idrissou: »Nichts anderes als Borussia im Kopf«

Der Kameruner hegt keinerlei Abwanderungsgedanken

Der Sommerurlaub ist beendet. Während in und um den Borussia-Park die Frauen-Weltmeisterschaft allgegenwärtig ist, so steigen die Profis von Borussia Mönchengladbach wieder in das Mannschaftstraining ein. So auch Mo Idrissou, der möglichen Abwanderungsgedanken eine klare Absage erteilt. Zum Start der Vorbereitung haben wir uns mit dem Kameruner kurz unterhalten.

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Hegt keinerlei Abwanderungsgedanken: Mo Idrissou. Foto: Marc Schöne, Fohlen-Hautnah.de

Fohlen-hautnah: Mo, der Sommerurlaub ist Geschichte. Mit dem Trainingsauftakt roller der Ball wieder...

Mo Idrissou: Und das ist auch gut so. Ich bin froh, dass es wieder los geht. Ich war drei Wochen in meiner Heimat und das ohne Fußball. Das war und ist nichts für mich. Bei meiner Familie war es zwar schön und meine Oma ist wieder auf einem guten Weg, aber ich freue mich wieder auf das Training und darauf konzentriere ich mich.

Fohlen-hautnah: Blicken wir noch mal kurz auf den Klassenerhalt zurück, der gerade nach dem Rückspiel beim VfL Bochum gebührend im Stadion und dann auch in der Mönchengladbacher Altstadt gefeiert wurde. Da wurdest du vermisst...

Mo Idrissou: Das hat mir sehr leid getan, aber aufgrund eines Zusammenpralls hatte ich starke Kopfschmerzen. Deswegen war ich nicht dabei. Mich als ‚Feierbist' hat es sehr geärgert, dass ich nicht dabei war.

Da haben mich sowohl die Fans als auch die Spieler vermisst. Denn wenn einer tanzen kann, dann bin ich das. Aber ich hoffe, dass wir auch in der kommenden Saison schöne Dinge zu feiern haben. Dann werde ich dabei sein, egal ob Kopfschmerzen oder sonst was. Das ist versprochen.

Fohlen-hautnah: Es war in den vergangenen Tagen des Öfteren davon zu lesen, dass du einer derjenigen sein könntest, die eine Luftveränderung, sprich einen Vereinswechsel, anstreben. Ist dem so?

Mo Idrissou: Ich habe davon auch nur gehört, als ich am Sonntag aus Kamerun zurück nach Deutschland gekommen bin. Ich weiß nicht, was da passiert ist, aber da ist überhaupt nichts dran. Ich hatte und habe nie den Gedanken, von Borussia wegzugehen. Da machen die Leute Theater, ohne mit mir gesprochen zu haben.

Mein Name ist immer im Fokus, da weiß ich mit umzugehen. Ich möchte gerne hier bleiben und es gibt keine Zweifel daran, dass ich hier bleiben werde. Mein Vertrag läuft noch bis nächsten Sommer und den werde ich erfüllen. Dazu will ich darauf hinarbeiten, dass ich im nächsten Jahr meine Option ziehen kann, damit ich noch lange bei Borussia bleiben kann. Das muss ich mit Leistung untermauern und das werde ich tun.

Ich sehe auch keinen Grund wegzugehen, denn ich fühle mich hier wohl und möchte meinen Beitrag dazu leisten und helfen, dass Borussia in der neuen Saison besser da steht. Es gibt in meinem Kopf nichts anderes als Borussia. Ich freue mich einfach nur auf den ersten Spieltag.

Fohlen-hautnah: Mit Raul Bobadilla kehrt indes auch ein Spieler zurück, der dir eine deiner Positionen streitig machen könnte ...

Mo Idrissou: Konkurrenzkampf ist gut. Und den heizt auch Lucien Favre an. Wer bei ihm 100 Prozent Gas gibt, der spielt. So muss es sein und so machen wir uns gegenseitig Konkurrenz. Das belebt das Geschäft. Wenn du gut bist, dann spielst du, bist du das nicht, bist du raus. So funktioniert eine Mannschaft und das ist gut für jeden einzelnen.

Ich habe davor keine Angst, denn ich weiß, was ich kann. Ich habe kein Problem mit Konkurrenz. Die spornt mich an, denn dann muss ich noch mehr geben. Und genau das werde ich tun, dann wird der Trainer entscheiden. Eine Saison ist lang und da wird jeder Spieler gebraucht. Wir haben als Mannschaft zusammen den Klassenerhalt geschafft und so müssen wir auch wieder in die neue Spielzeit gehen. Ich freue mich einfach, dass es wieder los geht.

Fohlen-hautnah: Schauen wir mal auf das Auftaktprogramm in der Bundesliga. Zunächst geht's zum FC Bayern München, dann folgen zwei Heimspiele gegen den VfB Stuttgart und gegen den VfL Wolfsburg. Es gibt sicherlich einfachere Aufgaben zu Beginn ...

Mo Idrissou: Ich glaube, dass es ein Vorteil für uns ist, dass wir zunächst in München spielen. Es ist der erste Spieltag und da weiß Bayern auch noch nicht, wo sie stehen. Wenn du nach München fährst, dann wird dir als Gastmannschaft von vornerein nicht so viel zugetraut. Das wollen wir ausnutzen. Wir fahren da hin und wollen da am besten drei Punkte mitnehmen.

Dann kommen zwei Heimspiele. Wenn das kein Vorteil ist, dann weiß ich es auch nicht. Ich glaube, dass das für uns ein guter Auftakt ist. Das müssen wir nutzen und von Anfang an Gas geben. Wir hatten in der letzten Saison mit dem 6:3-Sieg in Auswärtssieg in Leverkusen einen Hammerauftakt, sind dann aber eingebrochen. Da wünsche ich mir einfach, dass das diesmal umgekehrt ist.

Fohlen-hautnah: Was macht dich abschießend zuversichtlich, dass so eine sicherlich nervenaufreibende Saison wie die letzte nicht mehr vorkommt?

Mo Idrissou: Ich bin jetzt elf Jahre Profi und ich sage immer, dass Fußball kein Wunschkonzert ist. Du kannst ein Spiel nicht gewinnen, wenn du nicht 90 Minuten und vielleicht auch mehr Gas gibst. Das muss jeder Spieler beherzigen und sowohl im Training als auch im Spiel 100 Prozent Leistung geben.

Wir haben keine so gute Saison erlebt und diese noch zu einem glücklichen Ende gebracht. Jetzt müssen wir wenig reden, sondern einfach Gas geben und die Leistung zeigen und abrufen, die Borussia braucht. Alles andere interessiert nicht. Dann schauen wir mal, was dabei am Ende rauskommt.


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