Einen Tag vor der Abreise ins Trainingslager nach Belek platzte bei Borussia Mönchengladbach die Bombe schlechthin. Marco Reus verlässt den VfL zum Saisonende und wechselt zu Borussia Dortmund. So gab es in den vergangenen Tagen nahezu nur dieses eine Thema. In Belek stand der Nationalspieler am Sonntag den zahlreich angereisten Medienvertretern Rede und Antwort.
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| Sprach in Belek über seinen Wechsel zum BVB - Marco Reus. Foto: Andreas Plum, Fohlen-Hautnah.de |
Marco Reus über ....
... seine Entscheidung, den Verein zu verlassen:
Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, muss ich sagen. Es liegt mir sehr viel an dem Club, sonst hätte ich den Vertrag damals auch nicht verlängert.
Es war so, dass ich nachgedacht und die Winterpause genutzt habe, um mir darüber klar zu werden, was ich will. Dann habe ich mich für einen anderen Club entschieden.
... eventuelle Ängste, vor möglichen, negativen Reaktionen der Gladbacher-Fans:
Nein, die habe ich eigentlich nicht. Ich hoffe natürlich, dass es die nicht gibt und denke, es fair gemacht zu haben. Ich habe es den Verantwortlichen der Borussia direkt am ersten Tag mitgeteilt, sodass es da auch kein hin und her mehr gibt. Ich denke, wir werden als Mannschaft in der Rückrunde genau so unterstützt, wie es in der Hinrunde und auch im letzten Jahr der Fall war.
... Reaktionen der Fans im Trainingslager:
Da ist eigentlich alles beim Alten geblieben. Wir wurden alle ganz normal empfangen, so auch ich. Es gab da jetzt nichts Besonderes.
... seine Überzeugung, dass das jetzt der richtige Moment ist um den nächsten Schritt zu machen:
Ich habe mich jetzt in den drei Jahren noch besser kennengelernt, was ich noch verbessern kann und was ich schon ganz gut kann. Dann bekommt man ein Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um den nächsten Schritt zu machen. Dazu der Punkt international zu spielen, was natürlich auch gut für die Nationalmannschaft ist. Du willst dich immer verbessern und dich mit anderen Spielern messen. Deshalb habe ich so entschieden.
... das bekannte Umfeld, das dann Dortmund den Vorzug vor Bayern gegeben hat:
Die Entscheidung ist unabhängig davon gefallen, ob ich da schon gespielt habe oder ob da Freundin und Familie wohnen. Ich habe so entschieden, weil es für mich einfach die beste Perspektive ist, in den nächsten Jahren international zu spielen.
... die Spekulationen, von weiteren Abgängen und wie die Mannschaft damit umgeht:
Jeder weiß selber am besten, was für ihn gut ist. Wir als Mannschaft konzentrieren uns jetzt auf die Rückrunde. Was geschrieben wird, darf uns nicht beeinflussen und dass wird es auch nicht. Wir sind eine gute Truppe, harmonieren sehr gut zusammen und freuen uns auf die Rückrunde.
... einen perfekten Abschluss, den es mit einem internationalen Platz oder dem Pokalsieg geben könnte:
Das ist noch ein bisschen weit weg. Wir wollen gut starten. Ich denke, wir sollten uns jetzt erst mal auf das nächste Spiel gegen Bayern konzentrieren. Es ist dabei sehr wichtig, gut rein zu kommen. Wir haben dann drei Auswärtsspiele mit dem Pokalspiel und ich denke, dann kann man die Richtung vorgeben, wo es vielleicht hingeht.
Ich denke, dass es uns noch mal einen Schub geben wird, wenn wir genau so starten, wie wir es in der Hinrunde gemacht haben. Aber wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen in jedem Spiel 100 Prozent geben. Dann werden wir sehen.
... eine eventuelle Abhängigkeit der Mannschaft von seinen Leistungen:
Ob sie von mir abhängig ist, kann ich nicht sagen. Ich versuche einfach der Truppe zu helfen, ob im Training oder im Spiel. In der Hinrunde lief es wirklich sehr gut mit den Jungs. Nicht nur ich, sondern auch die Jungs profitieren davon, wenn wir gewinnen. Ich denke, da kommt es nicht nur auf mich an, sondern auch auf alle Spieler.
... die Wichtigkeit, Borussia mit der Millionenablöse geholfen zu haben:
Ich habe nicht darauf spekuliert, dass der Verein dann 17 Millionen bekommt. Ich denke, dass ist eine Tatsachenentscheidung, die ich gefällt habe. Ob da jetzt fünf oder 17 Millionen drin stehen - das ist dann halt so. Natürlich ist es schön, dass jetzt Millionen reinkommen. So können sie Monate im Voraus gut planen und erste Gespräche mit neuen Spielern führen, sodass es für den Club dann auch sehr hilfsreich ist.
... Druck, der vielleicht nach der Wahl zum Spieler der Hinrunde, nach zehn Toren und nach dem Millionentransfer auf ihm lastet und wie er damit umgeht:
Druck? Warum? Ich weiß noch im ersten Jahr, wo ich der Newcomer war, haben mir viele prophezeit, dass es im zweiten Jahr sehr schwierig wird. Aber ich glaube einfach, dass es keine Zweifel gibt, warum es bei einem schwierig werden sollte, wenn man im Kopf klar sowie gesund ist, einfach sein Spiel spielt und seine Leistungen bringt.
So war es für uns zwar am Anfang aber dann lief es doch ganz gut. Ich hoffe natürlich, dass ich erstmal gesund bleibe und dann kann ich auch meine Leistungen bringen und der Mannschaft helfen. Ich denke, dass steht im Vordergrund.
... seinen Glauben, ob ihn der Wechsel auch in der Nationalmannschaft nach vorne bringt:
Das kann ich nicht sagen. Ich spiele jetzt bei Gladbach. Wir haben noch wichtige Spiele vor uns. Darauf möchte ich mich jetzt erst mal konzentrieren. Der Rest kommt dann am Ende. Wir müssen jetzt erst mal die Leistungen der letzten Monate bestätigen und uns natürlich weiter verbessern. Mit dem Bundestrainer habe ich nicht über meine Entscheidung gesprochen, aber die EM ist natürlich auch ein Ziel von mir.
... die Aussage von Robben, vielleicht ein bisschen aus Angst nicht zu den Bayern gewechselt zu sein:
Dazu brauch ich nichts sagen. Jeder hat seine Ansichten. Und wenn sie das so denken, dann sollen sie das tun.
... eine besondere Motivation für das Spiel gegen Bayern:
Nein das nicht. Ich denke, Bayern ist einer der besten deutschen Clubs. Sie haben schon einiges erreicht. Wir wissen aber, worauf es ankommt und haben jetzt noch ein bisschen Zei,t uns darauf vorzubereiten. Es wird sicher eine heiße Partie. Wir werden hochmotiviert sein und wollen den Bayern mehr Paroli bieten als im Hinspiel. Wir wollen nach vorne ein bisschen mehr machen. Und dann schauen wir mal.






