Es ist geschafft. ‚Borussia Barcelona' ist nach dem 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga endgültig in den Kreis der Titelaspiranten aufgenommen worden. Das ging sehr schnell. Denn die für diese Saison letzte offizielle Zieläußerung von Borussia Mönchengladbach, nämlich 40 Punkte plus, liegt gerade mal drei Punkte zurück. Dass der VfL nun aber von der gesamten Sportpresse als einer der Meisterschaftsfavoriten gesehen wird, liegt wohl nicht zuletzt an der großartigen Vorstellung der Mannschaft im Spiel gegen den FC Schalke 04.
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| "Wie in alten Zeiten"- Die Fohlen auf dem Weg nach Europa. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de |
Niemand hätte damit gerechnet, dass die Favre-Elf den bis dato Tabellendritten, so in den Boden stampft. Was man gerade als VfL-Anhänger am Samstagabend im Borussia-Park erleben durfte, kann ‚nur' noch als Demonstration hoher Fußballkunst gewertet werden.
Für die Truppe von Huub Stevens ist der einzige positive Punkt, den man diesem Spiel abgewinnen kann, die Tatsache, dass man für die Lehrstunde nichts bezahlt hat.
Eine bessere Antwort auf das nicht so glückliche Pokalspiel gegen Hertha BSC hätte es seitens der Borussen wohl nicht geben können.
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Der VFL war in allen Belangen mindestens eine Klasse zu hoch für die Knappen, die mit dem Ziel nach Mönchengladbach angereist waren, ihren dritten Platz gegenüber dem nächsten Konkurrenten zu bestätigen. Daran ist nicht zu zweifeln. Denn Stevens lief mit einer Fünf-Mann-Offensive gegen die Fohlen auf.
Diese Taktik ließ unmissverständlich erkennen, dass man zuversichtlich, ja sogar seiner Sache sicher war, die Borussia im eigenen Hause zu schlagen. Diese Mentalität hatte der Schalker-Coach auch seiner Mannschaft injiziert. Zu spüren war das u.a. deutlich bei den Interviews, beispielsweise von dem holländischen Nationalstürmer Klaas-Jan Huntelaar, der offen von dem gesetzten Ziel - Deutsche Meisterschaft - sprach.
Dann aber kam die Vorstellung der Borussia aus Gladbach, und nun weiß ganz Gelsenkirchen, dass die Meisterschaft woanders entschieden wird, und ganz Deutschland, das es vielleicht in Mönchengladbach passieren kann.
Ganz Deutschland? Nein, denn im tiefsten Niederrhein gibt es irgendwo einen Schweizer Trainer, der immer noch „von Spiel zu Spiel" denkt. Lasse man ihn einfach gerne weiterdenken und träumen, von dieser Begegnung gegen Raul & Co. Für alle, die es nicht mitbekommen haben sollten, der spanische Stürmerstar war an diesem Tag ebenso wie der holländische Torjäger Huntelaar im Schalker Kader. Sie konnten jedoch überhaupt keine Akzente setzen, sie schafften es noch nicht einmal zu einer einzigen Torgelegenheit. Selbst Messi hätte den Knappen nicht weiterhelfen können.
Wenn jemand denkt, dass diese Behauptung übertrieben wäre, dem kann man mit einer im positiven Sinne fast arroganten Genugtuung, die Tatsache vor Augen führen, dass die Statistiker festgestellt haben, dass die Favre-Truppe die beste Abwehr Europas stellt - die beste „EUROPAS...".
Über den Sturm braucht man auch überhaupt nicht zu reden. Mit Marco Reus, Mike Hanke und Juan Arango haben zwei Stürmer und ein offensiver Mittelfeldspieler für die Fohlen-Tore gesorgt. Im Mittelfeld haben Roman Neustädter und Håvard Nordtveit wieder einmal die meisten Kilometer abgestrampelt und nur unter größter Bedrängung zugelassen, dass der Gegner vor den Borussen-Strafraum trat.
Marc-André ter Stegen hatte bei knackigen -6 ºC wenig bis gar nichts zu tun, steuerte seinem zehnten Zu-Null-Spiel entgegen, und war so neben den Schalkern der ‚bemitleidenswerteste' Akteur auf dem Platz. Alles andere wie gehabt. Nichts Neues also vom Niederrhein. Außer vielleicht, dass Europas beste Defensive weiter auf dem besten Weg nach Europa ist und zudem zumindest aktuell mit um die Meisterschaft spielt...






