Nach der Niederlage gegen Frankfurt
»Die ersten zwanzig Minuten waren richtig kacke«
10.09.2017 08:56 Uhr
Niedergeschlagene Borussen nach der Pleite gegen Frankfurt. Foto: Dirk Päffgen.
Geschrieben von Andreas Plum & Alexander Plum
10.09.2017 08:56 Uhr

Dass Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Frankfurt die erste Saison-Niederlage kassierte war das Produkt einer vor allem offensiv schwachen Vorstellung. Dazu kam, dass die Borussen zu Beginn zum wiederholten Male maximal körperlich anwesend waren. Die Protagonisten zeigten sich hinterher einsichtig.

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Da ist sie also, die erste Niederlage der noch jungen Saison. Und auch wenn diese mit 0:1 knapp ausgefallen ist, ist sie verdient. Weil die Borussen wie schon in Augsburg die Anfangsphase verschliefen und in der Offensive so ziemlich alles vermissen ließen.

Die Borussen konnten von Glück reden, dass Kevin-Prince Boateng nach nicht einmal einer Minute den Führungstreffer durch Haller aufgrund einer Abseitsstellung verhinderte. Nach einer knappen Viertelstunde sorgte der Bundesliga-Rückkehrer dann aber für die Führung, die die Borussen richtig ins Mark getroffen hatte. »Das Gegentor hat Frankfurt brutal in die Karten gespielt. Dann konnten sie sich ganz tief stellen«, sagte Christoph Kramer.

Der Weltmeister und die Borussen hatten damit arge Probleme. »Wir sind schlecht ins Spiel gekommen. Die Eintracht ist aggressiv rausgekommen und hat uns das Leben schwer gemacht«, sagte Jannik Vestergaard. »Meine Mannschaft hat vor allem in den ersten 30 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht. Die Gladbacher wussten vielleicht nicht ganz, wie ihnen geschah«, sagte Eintracht-Coach Robert Kovac.

Viel Aufwand, wenig Ertrag

In der Tat. Ideen und Durchschlagskraft – Fehlanzeige. Zwar hatten die Borussen über das gesamte Spiel deutlich mehr Ballbesitz, wussten damit aber herzlich wenig anzufangen. Auch im ersten Durchgang fehlten Ideen und Tempo. Das wurde zwar nach dem Seitenwechsel besser, doch zwingende Möglichkeiten sprangen auch da nicht heraus. »Wir müssen einsehen, dass wir aus dem vielen Ballbesitz heute nicht viel gemacht haben«, gab Vestergaard unumwunden zu.

»In der zweiten Halbzeit haben wir viel investiert, aber natürlich ist dabei am Ende wenig herumgekommen. Wir sind zu wenig hinter die Ketten gekommen und in den 16er reingekommen«, bemängelte Lars Stindl. »Insgesamt war das für den Aufwand, den wir betrieben haben, zu wenig Ertrag. Wir hatten Probleme, uns gegen die kopfballstarken Spieler zu stellen«.

»Wir hatten Ballbesitz und haben viel versucht, aber uns letztendlich immer festgelaufen in dem Netzwerk, das die Eintracht aufgebaut hat«, haderte Dieter Hecking und monierte: »Wir haben viel probiert, aber oft nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir haben es oftmals zu kompliziert versucht«.

Tatsächlich gelang es seiner Mannschaft kaum, mal gefährlich zu werden – weil vor der Gefahrenzone zu viel Klein-klein gespielt wurde. »Wir müssen effektiver werden. Es geht darum, dass der Ball auch irgendwann mal im Tor ist«, sagte Hecking. »Heute haben wir mit zu vielen Schnörkeln und nicht zielgerichtet gespielt. Das muss einfach besser werden«.

Zum zweiten Mal die Anfangsphase verschlafen

Genauso wie das Annehmen einer Partie. Wie auch schon in Augsburg verschliefen die Borussen gegen Frankfurt den Beginn und konnten wie Anfangs erwähnt von Glück reden, dass Boateng nach wenigen Sekunden den Rückstand verhinderte. »In der Vergangenheit hat uns ausgezeichnet, dass wir gerade zu Beginn immer hellwach waren und eine gute Anfangsphase gespielt haben. Das bin ich eigentlich gewohnt von uns. Da haben wir jetzt Probleme gehabt«, sagte Stindl. Aber warum? »Im Moment habe ich dafür keine Erklärung«, zuckte Hecking mit den Schultern.

»Die ersten zwanzig Minuten waren richtig kacke«, traf Kramer den Nagel auf den Kopf. »Wir sollten schleunigst zusehen, dass wir die kommenden 31 Partien nicht so beginnen wie heute. So darfst du nicht in ein Spiel gehen. Das haben wir heute verpennt«.

»Du darfst nicht so naiv und dumm in ein Spiel gehen und dann in den ersten 20 Minuten in Rückstand geraten. Wir müssen schauen, dass wir anders in die Spiele reingehen«, forderte der Weltmeister. »Wir müssen in den Modus kommen, so jetzt fängt ein Spiel an. Und dann muss man sich anders präsentieren, als wir es heute gemacht haben...«.

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