FOHLENHAUTNAH
Hecking redet Klartext

Hecking: »Dann wird auch mal heftigst gestritten«

Kurz & Knapp
29.11.2018 11:03 Uhr
Dieter Hecking holte in dieser Saison im Schnitt 2,17 Punkte pro Bundesligaspiel. Archivfoto: Dirk Päffgen
Verfasst von Hannah Gobrecht

Dieter Hecking hat bei ›Radio 90,1‹ in der Talksendung ›Borussia hautnah‹ unter anderem über die gute Kadermischung, lautstarke Diskussionen mit Max Eberl, den Härtefall Denis Zakaria und die Frage, ob die Fohlenelf vor einem Spiel im Hotel schläft oder nicht, gesprochen. Wir haben seine wichtigsten Aussagen hier zusammengefasst.

Nach zwölf Spieltagen sind wir das. Das ist definitiv so. Wir sind zweiter und haben über zwei Punkte im Schnitt. Andere Mannschaften würden gerne mit uns tauschen. Deshalb sind wir im Moment eine Spitzenmannschaft. So wie wir auftreten - das entspricht glaube ich auch einer Spitzenmannschaft. Die Kunst ist es, das über 34 Spieltage hinzukriegen. Dann wollen wir hoffen, dass wir etwas Zählbares für uns rausgeholt haben.

…Kleinigkeiten, die sich immer wieder verändern:

Es kommen immer andere Ansätze. Ein Beispiel ist die Frage, ob man vor einem Heimspiel noch ins Hotel gehen muss oder ob man die Spieler nicht doch zu Hause schlafen und sich erst am Morgen trifft. Das ist ein kleines Beispiel, bei dem ich gesagt habe, dass es vielleicht sogar besser ist, wenn sie zu Hause schlafen. Wir machen damit sehr gute Erfahrungen. Die Mannschaft ist fokussiert und wir sind nicht zu lange aufeinander. Wenn wir nächstes Jahr wirklich drei Wettbewerbe haben, dann wird es sehr, sehr wichtig sein, dass man auch Tage schafft, an denen man nicht aufeinander hängt, sondern sich auch mal aus dem Weg geht.

…die Kekse, die die Fans an die Geschäftsstelle gesendet haben: 

Es waren fast an die 50 Päckchen, die uns durch die Aktion zugekommen sind. Da haben wir uns natürlich sehr drüber gefreut. Wir werden ein paar Einrichtungen in Mönchengladbach damit beglücken. Es ist eine schöne Idee von den Fans gewesen. Wir haben es dankend angenommen.

…Diskussionen mit Max Eberl:

In der Sache sind wir beide hart. Wenn einer von uns beiden von etwas überzeugt ist, dann wird auch mal heftigst gestritten. Das gehört aber auch dazu, weil wir was gemeinsam bewegen wollen. Wir wollen beide unsere Argumente austauschen und dann ist es auch mal klar, dass man vom Gegenüber überzeugt wird, um wieder auf einen gemeinsamen Weg zu kommen. Du brauchst Reizpunkte. Wenn alle immer nur alles abnicken, ist es nicht gut.

…die Kadermischung:

Ich glaube, dass wir eine sehr gute Altersstruktur im jetzigen Kader haben. Es kommen junge Spieler nach, die sicherlich das Zeug haben werden, in den nächsten Jahren Gesichter von der Borussia-Elf zu werden. Genauso wird uns vielleicht der eine oder andere ältere Spieler verlassen oder seine Karriere irgendwann beenden. In diesem Spagat müssen sich Max und ich immer wieder bewegen. Wenn wir diesen Weg, den wir jetzt eingeschlagen haben, weitergehen, dann haben wir eine erfolgreiche Zukunft - egal, ob man Titel holt oder am Ende sechster ist. Die Identifikation mit der Art und Weise ist für unsere Fans ein ganz, ganz wichtiger Punkt.