Borussen verabschieden sich in die Winterpause
»Habe dem Schiri gesagt, dass der Ball an die Hand gesprungen ist«
Christoph Kramer erzielte umgehend nach dem Führungstreffer der Dortmunder den Ausgleich. Foto: Dirk Päffgen
  Kurz & Knapp
22.12.2018 08:47 Uhr
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Verfasst von Hannah Gobrecht

Borussia Mönchengladbach hat das Topspiel gegen Borussia Dortmund knapp verloren. Christoph Kramer feierte dabei sein Comeback und erzielte den Ausgleichstreffer. Daraufhin hat er dem Schiedsrichter postwendend mitgeteilt, dass seine Hand nach seinem Kopfball am Ball war. Warum er das getan hat, hat er nach dem Spiel erzählt. Bei ihm und seinen Kollegen war jedoch auch der Stolz über die sehr gute Hinrunde rauszuhören. Wir haben die Stimmen zusammengefasst.

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Es ist jedem schon passiert: im Straßenverkehr, beim Sport, beim Einkaufen oder bei einer Gefälligkeit. Fast überall kann Ihnen ein Missgeschick unterlaufen, das anderen einen Schaden zufügt. Das ist vollkommen normal und gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen.

Dieter Hecking…

…über die Partie:

Es war nicht das rassige Spiel, was wir uns erwartet hatten. Dafür war es wie ein Schachspiel. Beide Teams haben gewartet, wer den Fehler gemacht. Beide Mannschaften hatten gegen den Ball ein gutes Positionsspiel. Dann entscheiden eben Kleinigkeiten auf diesem Niveau. Ein ungenauer Pass oder eine unsauberer Ballannahme können entscheidend sein. Da war Dortmund heute die bessere Mannschaft, das können wir anerkennen. Wir wissen, was wir für Möglichkeiten haben. Die sind schon wirklich gut, aber auf diesem Topniveau sind es genau diese Unterschiede. Die hat man heute gesehen. Wir wissen, woran wir zu arbeiten haben.

…über die Hinrunde:

Wir haben eine klasse Vorrunde gespielt, die heute leider nicht mit einem Punktgewinn in Dortmund zu Ende gegangen ist. Wir brauchen nicht lange Trübsal blasen. Wir haben es richtig gut gemacht und sind vorne mit dabei. Die Tage der Regeneration werden wir jetzt genießen und hoffen, dass unsere Verletzten schnell wieder da sind und uns in der Vorbereitung zur Verfügung stehen. Mit dem Start der Rückrunde denken wir weiter von Spiel zu Spiel, um dann eine ähnlich gute Rückrunde zu spielen. 

…Jordan Beyer: 

Wir wollen die jungen Spieler weiterentwickeln. Klar sieht Jordan vor dem ersten Tor nicht so gut aus, aber wenn man sieht, dass er noch A-Jugend spielen kann und heute vor 80.000 spielt, dann ist das schon ein kleiner Schritt, der auch dazugehört. Wir haben eine gute Mischung zwischen der Erfahrung und jungen Spielern in der Mannschaft. Sie müssen jeden Tag lernen. Das ist unsere Aufgabe, ihnen das zu vermitteln. Wenn sie das schnell machen, umso besser werden sie.

Patrick Herrmann…

…über die Partie: 

Es war ein sehr taktisches Spiel heute. Beide Mannschaften waren erstmal auf die Defensive konzentriert. Dortmund hat dann am Ende die Chancen eindeutig besser genutzt, mit denen sie brutal effektiv umgegangen sind. Am Ende versucht man nochmal alles. Aber gegen Dortmund gewinnt man in der Defensive und nicht in der Offensive. Ich kann mich an die zwei Chancen erinnern, die direkt drin waren und den Freistoß.

…die Hinrunde:

Es war eine überragende Hinrunde, egal wie das Spiel heute ausgegangen wäre. Wir haben viele Punkte geholt und uns als Mannschaft super präsentiert. Heute haben wir das eigentlich auch wieder getan, nur leider mit dem besseren Ergebnis für Dortmund.

…seine persönliche Situation:

Es ist natürlich nicht so schön, wenn man am Wochenende zu Hause oder auf der Tribüne sitzt, wie es mir jetzt leider öfter ergangen ist. Ich versuche immer im Training Gas zu geben oder im Spiel, wenn ich wie heute mal ran darf. Das gibt natürlich dann auch ein bisschen Selbstvertrauen. Alles weitere wird man sehen. 

Christoph Kramer…

…über die Partie:

Am Ende war es eine verdiente Niederlage. Wir hatten zwar viel Ruhe, aber den Ballbesitz nicht in den interessanten Räumen. Man weiß von Favres Mannschaften, dass man auf Ballbesitz spielen kann, aber wenn es dann in die interessanten Räume geht, wird es schnell eng und dann sind sie im Umschalten brandgefährlich. Deswegen muss man das immer gut abwägen. Wir hätten uns mehr Ballbesitz in deren Hälfte gewünscht, aber das war heute einfach nicht möglich.

…über das bisherige Erfolgsrezept:

Wir haben uns Woche für Woche akribisch auf den Gegner vorbereitet und hatten immer einen Matchplan. Das war das Erfolgsrezept und da müssen wir unbedingt weiter machen. Es war wirklich auffällig gut, dass wir uns in den langen Wochen immer gut auf die Gegner vorbereitet haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass du auch gegen Gegner wie Nürnberg, Düsseldorf und Hannover nichts anbrennen lässt.

…über sein Tor zum 1:1:

Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass der Ball an die Hand gesprungen ist. Aber im Eifer des Gefechts kann man den nicht aberkennen. Er sieht es ja sowieso und dann kann ich ihm ja sagen, dass ich den Ball an die Hand bekommen habe. Ich habe ihm aber auch gesagt, dass er den nicht zurücknehmen kann, weil es mehr Natürlichkeit in der Bewegung nicht gibt.

…über die Ziele in der Rückrunde:

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