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'Nordkurve Aktiv' kann auf prominente Unterstützer zählen

Nordkurve Aktiv: »Martin Stranzl hat uns einen dicken Batzen Geld gespendet«

Kurz & Knapp
08.05.2019 12:30 Uhr
Steven Mähler hat unserer Redaktion im Interview alles über 'Nordkurve Aktiv' erzählt. Foto: Fohlen-Hautnah.de
Verfasst von Hannah Gobrecht

’Nordkurve Aktiv’ ist das soziale Bündnis der aktiven Fanszene in Mönchengladbach. Seit fast zehn Jahren sammelt das Team in diversen Spendenaktionen innerhalb der Fanszene Geld, um zum Beispiel soziale Einrichtungen zu unterstützen. Wir haben uns mit Steven Mähler, Mitglied von ’Nordkurve Aktiv’ zu einem Interview getroffen, um mehr über die Arbeit und die Aktionen zu erfahren. Gerade das ’Bechern für den guten Zweck’ dürfte dabei einigen Anhängern bekannt sein.

Steven Mähler: In der Regel sind es immer 1.900 EUR. Es waren aber auch schon kleinere Beträge, wie beim Tischkicker oder dem Trikotsatz, den wir der F-Jugend der SpVg Odenkirchen gespendet haben.

Fohlen-Hautnah: Euer Hauptziel ist also immer die finanzielle Unterstützung.

Steven Mähler: Genau. Der primäre Fokus liegt auf den finanziellen Spenden. Wir haben aber auch schon in verschiedenen Einrichtungen durch Manpower mitgeholfen. Der Verein ’Kleeblätter 21 e.V.’, der sich mit Trisomie 21 beschäftigt, hat ein Sommerfest ausgerichtet, bei dem mir geholfen und angepackt haben. Für solche Zwecke stehen wir auch gerne zur Verfügung. Da sind wir uns nicht zu schade für. In der Weihnachtszeit verteilen wir in ganz Mönchengladbach auch noch Süßigkeiten an Kinder.

Fohlen-Hautnah: Du sprichst die Nikolaustüten-Aktion an. Was steckt dahinter? 

Steven Mähler: Ein paar Wochen vor Weihnachten rufen wir zu Süßigkeiten-Spenden auf. Wir haben dann fixe Termine, an denen uns die Süßigkeiten am Stadion übergeben werden können. Es ist Jahr für Jahr erstaunlich, was da alles gespendet wird. Mittlerweile sind es viele Fanklubs, die sich daran beteiligen. Daraus resultierend konnten wir im letzten Jahr so viele Tüten packen wie noch nie. Die bringen wir dann in soziale Einrichtungen, Kindergärten oder Grundschulen. Letztes Jahr waren wir an Heiligabend noch im Krankenhaus in Mönchengladbach-Neuwerk. Die Kids, die Weihnachten nicht zu Hause feiern konnten, haben sich darüber riesig gefreut.

Fohlen-Hautnah: Das können wir uns gut vorstellen. Auf Eurer Homepage ist zu lesen, dass der Ex-Borusse Martin Stranzl ein Unterstützer von Euch ist. Wie kam das zustande?

Steven Mähler: Ich habe wie jede Woche unser Spendenkonto überprüft. Dann habe ich gesehen, dass ein relativ hoher Betrag auf dem Konto eingegangen ist. Da haben uns Martin und seine Frau einfach so einen dicken Batzen gespendet. Davon wussten wir nichts und Martin wollte das auch überhaupt nicht an die große Glocke hängen. Er wollte einfach etwas Gutes tun, hat mit keinem von uns gesprochen und das Geld überwiesen. Das spiegelt seinen Charakter, den wir aus aktiven Zeiten kennen, wider. Er ist ein feiner Kerl und wir sind ihm sehr dankbar darüber, dass er als einer der wenigen Spieler mal einen Schritt nach vorne gegangen ist und das ganz ohne große Aufruhr. 

Fohlen-Hautnah: Gibt es denn noch weitere Profis, die auf Eure Arbeit aufmerksam geworden sind? 

Steven Mähler: Zuletzt hat uns Matthias Ginter ein unterschriebenes Trikot zur Verfügung gestellt, das wir demnächst versteigern. Auch Mo Dahoud hat uns ein Trikot gegeben. Von Mike Hanke haben wir mal einen signierten Schuh bekommen. Granit Xhaka hat uns den Spielball aus dem Derby geschenkt, in dem er das Siegtor geköpft hat. Da hat er dann auch noch groß ’Derbysieger’ darauf geschrieben. 

Fohlen-Hautnah: Gibt es zum Schluss noch irgendetwas, dass Du Dir vielleicht von den Anhängern von Borussia Mönchengladbach wünschst? 

Steven Mähler: Ich würde mir wünschen, dass wir noch mehr Input bekommen. Wir sind dankbar um jeden Tipp, den wir erhalten, wo genau wir Gutes tun können. Es ist teilweise nicht so einfach, neue Spendenempfänger zu finden. Das sollte man nicht meinen. Die Leute können sich gerne bei uns melden. Wir sind auch generell daran interessiert, wenn jemand Kritik hat, was wir besser machen können. Natürlich möchte ich mich bei der gesamten Fanszene in Mönchengladbach und der Ultra-Szene bedanken. Ohne die genannten Kreise wäre das alles nicht möglich. Über Facebook oder unsere Homepage kann man sich natürlich ständig über unsere aktuelle Arbeit informieren.