Borussen vor möglichem Geduldsspiel, Kramer fraglich
»Kann sein, dass wir das Spiel erst hinten raus entscheiden können«
Dieter Hecking auf der Pressekonferenz am heutigen Freitag im Borussia-Park. Foto: Heiko van der Velden
  Vorbericht
07.12.2018 15:05 Uhr
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Verfasst von Hannah Gobrecht

Borussia Mönchengladbach möchte auch das siebte Heimspiel in dieser Saison für sich entscheiden. Am Sonntag (18 Uhr) empfängt der VfL den VfB Stuttgart. Die Partie könnte zu einer echten Geduldsprobe werden. Raffael ist dabei durchaus ein Kandidat für die Startelf, wie Dieter Hecking verriet. Ob Christoph Kramer zum Kader gehört, entscheidet sich erst am Samstag.

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Es ist jedem schon passiert: im Straßenverkehr, beim Sport, beim Einkaufen oder bei einer Gefälligkeit. Fast überall kann Ihnen ein Missgeschick unterlaufen, das anderen einen Schaden zufügt. Das ist vollkommen normal und gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen.

»Wir haben in den letzten Heimspielen mit Hannover, Mainz und Düsseldorf Mannschaften mit ähnlichen Herangehensweisen gehabt, wie ich jetzt vielleicht auch Stuttgart erwarte«, so Dieter Hecking auf der Pressekonferenz am Freitagmittag. »Wir brauchen immer Geduld. Wenn es am Sonntag so wäre. dass wir relativ spät erst zu Großchancen kommen, dann haben wir es uns aber in den 60, 70 Minuten vorher erarbeitet, weil wir ständig Druck aufgebaut haben und viele Situationen kreiert haben, die der Gegner defensiv sehr aufmerksam verteidigen musste. Es kann durchaus so sein, dass wir das Spiel vielleicht erst hinten raus entscheiden können. Wir wünschen uns alle, dass wir es frühzeitig für uns entscheiden, aber man muss beides im Kopf haben. Die Mannschaft macht auf mich einen sehr stabilen Eindruck im Moment und sie wird auch am Sonntag nicht unruhig werden, wenn es mal länger 0:0 steht«, fuhr Hecking fort.

Frühe Gegentore beschäftigen Hecking nicht großartig

Doch wie gegen Hannover 96 lag man auch in Leipzig nach nur wenigen Minuten mit 0:1 hinten. Eine wirkliche Erklärung dafür hat Hecking nicht. »Damit müssen wir im Moment leben. Das können wir auch für Sonntag nicht ausschließen. Wir wollen es natürlich nicht. Aber im Endeffekt ist es so wie es ist. Das nehmen wir im Moment so hin und wissen, dass es auch eine Phase geben wird, wo wir in den letzten zehn Minuten viele Gegentore kriegen. Auch das kann passieren. Für uns ist es nicht so ein großes Thema wie es in der Öffentlichkeit ist«, stellte Hecking klar.

»Müssen für beides Lösungen haben«

Defensiv wird sein Team gegen den VfB Stuttgart wohl nicht so enorm gefordert sein, wie es in Leipzig der Fall gewesen ist. Doch darauf festlegen, dass der VfB nur hinten drin stehen wird, möchte sich Hecking nicht. »Der VfB Stuttgart ist nach dem Trainerwechsel noch schwer einzuschätzen. Ich glaube, dass Markus Weinzierl es langsam schafft, dort ein bisschen Stabilität reinzubekommen. Gegen Augsburg haben sie sehr stabil gestanden«, so Hecking über den 1:0 Erfolg der Schwaben gegen den FCA am vergangenen Wochenende. »Da sind Spieler dabei, die schon über Jahre in der Bundesliga gezeigt haben, dass sie Qualitäten haben. Egal, wie es dann der VfB Stuttgart angeht, ob sie mutig spielen wollen oder sich tief hinten reinstellen - wir müssen für beides Lösungen haben«, verdeutlicht der 54-jährige. 

Mischung aus Druck und Geduld

Gerade die angesprochenen Partien gegen Hannover, Mainz und Düsseldorf haben die unterschiedlichen Facetten der Fohlenelf gezeigt, mit denen sie die Gegner bespielen und schließlich auch besiegen kann. »In den vergangenen Heimspielen haben wir gezeigt, dass wir in der Lage sind, Druck aufzubauen und auch in der Lage sind, mal ruhiger zu spielen und den Ball laufen zu lassen. Für uns ist es vor allem wichtig, dass wir defensiv sehr, sehr gut und stabil arbeiten und wenig Chancen zulassen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir das Spiel gewinnen. Hier zu Hause sind wir immer in der Lage, uns Torchancen zu erarbeiten und dann muss man sie effektiv nutzen«, hofft Hecking. 

Hofmann fällt weiterhin aus

Welches Personal ihm am Sonntag dabei genau zur Verfügung steht, ist noch nicht ganz klar. Sicher sind die Ausfälle von Matthias Ginter (Fraktur der Augenhöhle und des Kiefers), Jonas Hofmann (Muskelverletzung am Hüftbeuger), Mamadou Doucouré (Muskelbündelriss im Oberschenkel) und Julio Villalba (Außenbandriss im Sprunggelenk). Bei Hofmann ist Hecking aber optimistisch, dass er bald wieder ins Training einsteigen kann. »Ich gehe davon aus, dass er uns in der Englischen Woche wieder zur Verfügung steht. Der Heilungsprozess verläuft gut. Der Plan ist, dass er vielleicht ab Mittwoch nächster Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigt. Dann hätten wir ihn auch für die letzten drei Spiele als Alternative«, sagte Hecking. 

Kramer-Einsatz entscheidet sich kurzfristig

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